Ausstellung von Bert Praxenthaler in der Säulenhalle
Was ist Schein, was ist Sein? Der Bildhauer Bert Praxenthaler kehrte das Innere nach Außen und präsentierte vom 12.01. – 28.01.2007 in der Säulenhalle am Stadttheater Landsberg seine Kunst. Gezeigt wurden fünf figürliche und acht abstrakte Werke, insbesondere aus den Materialien Holz, Metall und Stuck. Da für den vielseitigen Künstler das Interdisziplinäre in der Kunst wesentlich ist, wurde die Ausstellung mit Methoden der multimedialen und der Videokunst vervollkommnet.
Die Werke Praxenthalers bezogen sich auf aktuelle Themen des Zeitgeschehens. Auffällig war eine riesige Skulptur eines mächtigen Mannes in triumphaler Geste, dessen Rücken bereits zerfressen von Maden und Würmern war. Gegenüber befanden sich die abstrakten Werke von dreidimensionalen geometrischen Figuren in Form von Sternen. Auch hier ist das Innere zerfressen von Krankheit und Maden.
Mit kritischem Blick wurden die Missstände unserer Zeit offenbart. Drastisch bringt der Künstler dies mit einer Darstellung über den Krieg zum Ausdruck. Hier wird das Rasenstück von Dürer zu einem gefährlichen Versteck für eine Landmine. Opfer ist ein kleiner Junge, der auf dem friedlich anmutenden Rasen liegt und vor Schreck gelähmt sein abgerissenes Bein entsetzt anstarrt.
Die Ausstellung erschüttert, macht betroffen und neugierig zugleich. Was verbirgt sich dahinter? Der Betrachter wurde aufgefordert, sich mit den Werken auseinander zu setzen und über seine eigenen Empfindungen nachzudenken.





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