Aktion III im Seniorenheim: Sankt Elisabeth - wenn noch Zeit bleibt, auch Advent
Mein St. Martin ist eigentlich ganz gut rübergekommen - bei meinen Senioren.
Heute nun die Aktion III: Elisabeth von Thüringen
( Vorschläge und Kritiken sind weiterhin willkommen.)
Konzept für die Seniorenarbeit am 19.11.07
I. Einführung "Elisabeth von Thüringen":
Zuerst "mache ich einen" auf Minnesänger, denn 1207 - dem Geburtsjahr von Elisabeth - hatte der bekannte Sängerkrieg auf der Wartburg stattgefunden: Ich singe von Walther von der Vogelweide (dem älteren Zeitgenossen von Elisabeth) "under der linden an der heiden / da unser zweier bette was / da muget ir finden schone beide / gebrochen blumen unde gras / vor dem walde in einem tal / tanderadei, / schone sanc dú nachtigal ...
Dabei verwende ich die Melodie, welche die Gruppe "Bärengässlin" (Verlag 'pläne') einsetzte.
Meine Senioren erhalten dann den mittelhochdeutschen Text und werden ihn ins Neuhochdeutsche übesetzen. 20'
Anschließend erzähle ich die Geschichte von Elisabeth
Elisabeth (1207 geboren) ist Tochter von Gertrud von Andechs, die mit dem ungarischen König vermählt war. Ihre Tante war die heilige Hedwig von Schlesien (auch eine Andechserin).
Mit erst vier Jahren wurde Elisabeth nach Thüringen gebracht und mit dem Erbprinzen des Landgrafen verlobt.
Ludwig übernahm im Alter von 17 Jahren die Regentschaft. 1221 heirateten Ludwig und die nun 14-jährige Elisabeth. Die Ehe soll sehr glücklich gewesen sein. An der Auffahrt zur Wartburg in Eisenach ließ Elisabeth 1225 eine Siechenstation errichten. Elisabeth von Thüringen schenkte drei Kindern das Leben.
1226 gelobte Elisabeth im Beisein ihres Mannes dem Priester Konrad, einem berüchtigten Ketzerprediger, Gehorsam zu leisten, und darüber hinaus immerwährende Keuschheit für den Fall, dass sie Ludwig überlebe, und in diesem Falle auch unbedingten Gehorsam gegenüber Konrad. Konrad machte Elisabeth in der Folgezeit rigorose Vorschriften. Ludwig starb 1227 auf dem fünften Kreuzzug. Ihr Schwager Heinrich Raspe IV. wurde neuer Regent. Er soll Elisabeth von der Wartburg vertrieben haben, da sie zu viele Almosen gäbe.
Elisabeth geriet zusehends unter den Einfluss ihres bigotten Beichtvaters Konrad. Da Elisabeth in Eisenach keine Bleibe fand, wohnte sie angeblich zeitweilig, von der Bevölkerung bald verachtet, in einem Schweinestall. Am Karfreitag 1228 entsagte sie in der Eisenacher Franziskanerkirche allem weltlichen Besitz, ihren Kindern - und ihrem eigenen Willen.
Als Elisabeth Geld als Ersatz für das ihr zustehende Witwengut erhielt, ließ sie 1229 in Marburg ein Hospital errichten. Sie benannte es nach Franz von Assisi und arbeitete dort als Pflegerin. Sie selbst lebte in ärmlichsten Verhältnissen.
Elisabeth starb mit 24 Jahren in Marburg. Schon vier Jahre später wurde sie heilig gesprochen. Elisabeth wird oft als die deutsche „Nationalheilige“ des Mittelalters bezeichnet. Ihr Gedenktag ist der 19. November.
Elisabeth ist bis heute wegen ihrer Hilfsbereitschaft für Arme und Kranke sehr populär. Sie ist Patronin von Thüringen und Hessen, der Caritas, der Waisen und Witwen, Kranken, Notleidenden sowie der Bäcker und Spitzenklöpplerinnen.
Danach sprechen wir über diese Geschichte – dabei setze ich auf zwei Aspekte: Verzicht und opfervolle Hingabe und den übernationalen, europäischen Aspekt (Elisabeth ist eigentlich Ungarin). 20'
II. In der Elisabeth-Darstellung spielt eine Pflanze eine Rolle
Wir suchen danach
Wie sagt man dazu?
a) mittelalterlicher Kämpfer zu Pferd: ..................................
b) wenn man alles richtet und alles an seinem Platz ist: ................................
c) was der Pfarrer in der Kirche zum Schluss erteilt: ................................
d) was ein Mann und eine Frau eingehen können:
...............................
(Sie können zuordnen: Ordnung, Ehe, Ritter, Segen)
Nun fügen Sie bitte die ersten Buchstaben zusammen. Jetzt ist das Lösungswort entstanden! .........................
III. Die Legende vom "Rosenwunder":
Ehemann Ludwig, von seiner Umgebung gegen Elisabeths angebliche "Verschwendung" aufgehetzt, soll seiner Frau, die mit einem brotgefüllten Deckelkorb die Burg hinab stieg, gefragt haben: "Was trägst du da?". "Rosen, Herr", antwortete sie mit demütiger Miene. Ungläubig sah er selbst in den Korb und fand statt der eben eingepackten Brote unter dem Tuch lauter frisch duftende Rosen. Lächelnd ging er davon und ließ Elisabeth gewähren.
Deshalb wird Elisabeth von Thürigen mit dem Attribut: Korb mit Rosen oder Rosen in der Schürze dargestellt.
Noch heute wird Elisabeth von Katholiken wie Protestanten verehrt. Sie ist Vorbild für tätige Nächstenliebe und gleichzeitig faszinierend als ungewöhnliche Frauengestalt ihrer Zeit.
IV. Elisabeths Leitspruch
"Ich habe Euch immer gesagt, wir müssen die Menschen froh machen." 25'
Sollte noch Zeit sein, thematisiere ich Advent
I. Hinführung
Ich reiche mehrere Bündel mit verschiedenen Koniferen-Zweigen herum. Meine Senioren bestimmen die Art (Fichte = Rottanne; Weißtanne = Edeltanne; Douglasie = Douglastanne).
Wir sprechen über das Binden von Adventkränzen und tauschen Erfahrungen aus.
Der (religiöse) Sinn dieser Zeit wird erörtert: Advent (von lat.: adventus, Ankunft, dazu advenit: er kommt) ist der Beginn des christlichen Jahreskreises mit der Vorbereitung auf Weihnachten.

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