Nachsitzen für OB Kissel - Stichwahl am 10. April in Worms
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Lampertheim: So wie Marius Sebastian Botasow waren am heutigen Sonntag 3,1 Millionen Wähler in Rheinland-Pfalz aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. In der Nibelungenstadt ging es darüber hinaus noch um die Wahl des Oberbürgermeisters. Hier waren 62.000 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt.
Während es nach den ersten ARD-Hochrechnungen so aussieht, als könne Kurt Beck trotz eines Verlustes von über 10 Prozent der Stimmen mit Hilfe der Grünen, die auf über 16 Prozent kamen, weiterregieren. Seine Herausfordererin Julia Klöckner von der CDU sieht die Politik ihrer Partei bestätigt, sich aber in ersten Interviews enttäuscht, dass es keinen Machtwechsel in Rheinland-Pfalz geben werde.
FDP und LINKE schafften den (Wieder-) Einzug ins Landesparlament nicht.
In einem ersten Statement zeigte sich der CDU-OB Kandidat für Worms, Dr. Klaus Karlin, vom vermutlichen Ausgang der Landtagswahl nicht überrascht. Der enorme Zuwachs der GRÜNEN zeige deutlich, wie sehr der Wähler auf ein so emotional aufgeladenes Thema wie die Nutzung der Kernenergie reagiere.
Wahlleiter Georg Büttler veröffentlichte gegen 21 Uhr das vorläuifige amtliche Endergebnis der Oberbürgermeisterwahl in Worms. Danach zeichnen sich 46 Prozent der Stimmen ab, die Amtsinhaber Michael Kissel weiterhin als Stadtoberhaupt sehen wollen. Damit käme es in zwei Wochen zu einer Stichwahl, da er im ersten Wahlgang nicht die absolute Mehrheit hat erringen können.
Er wird gegen CDU-Herausforderer Dr. Klaus Karlin antreten, der 27 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Ihm folgt der parteilose Unternehmer Rudolf Strupp, der für die FDP antrat, und auf knapp 15 Prozent der Stimmen kam.
Robert Lehr


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