Das Ehrenmal des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/1871 in Groß Lafferde

Ehrenmal von 1870/1871 am Thie, Gesamtansicht von Norden
Der Krieg von 1870/1871 gegen Frankreich war schlimm genug. Vergleicht man ihn aber mit den beiden Weltkriegen, so war er ein Spaziergang. Das Gebiet der deutschen Heimat blieb von der Kriegsfurie völlig verschont.

Aus Groß Lafferde nahmen 27 Soldaten am Kriegsgeschehen teil. Die Gemeinde übersandte jedem von ihnen 3 Taler Unterstützung ins Feld. Behrens Nr. 71 kam wegen einer Verwundung ins Lazarett. Er erhielt 2 Taler zusätzlich.

Groß Lafferde hatte Glück. Sämtliche 27 Kriegsteilnehmer kehrten in die Heimat zurück. Allerdings war Heinrich Ilsemann schwer verwundet. Die Gemeinde übernahm die ärztlichen Behandlungskosten. Eine Kriegsopferversorgung im heutigen Sinne gab es noch nicht. Ilsemann erlag seinem Kriegsleiden. Am 24.11.1872 wurde er mit militärischen Ehren auf Kosten der Gemeinde bestattet.

Die Namen der Kriegsteilnehmer sind auf dem Ehrenmal am Thie nachzulesen (siehe Abbildungen).


Anmerkung:
Der Deutsch-Französische Krieg von 1870/1871, der Deutsch-Dänische Krieg von 1864 sowie der Krieg Preußens gegen Österreich und dessen Verbündete von 1866 werden auch als Einigungskriege bezeichnet.
Am Krieg von 1864 nahmen Postillion Schaper und Wilhelm Unverzagt teil. Sie erhielten von der Gemeinde einen verbilligten Garten.
Ludwig Kielhorn kehrte 1866 von Langensalza krank zurück. Er erhielt von der Gemeinde einen Taler.


(Quelle: Adolf Nülle, Richard Wolf, Gemeinderatsprotokolle)
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