Neues Buch über die Romantiker:

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Inhaltsverzeichnis
Johann Heinrich Christian Bang die Marburger Romantiker und die Märchen der Brüder Grimm

Nach 2004 wurde in diesem Jahr wieder vom Förderverein Gemeinschafts- und Kulturzentrum Roßweg e.V. in Lahntal-Goßfelden ein Buch über den Pfarrer Johann Heinrich Christian Bang und die Marburger Romantiker herausgegeben.
In diesem Buch sind überwiegend Vorträge veröffentlicht, die im Johann Heinrich Christian Bang-Haus in Goßfelden im Rahmen der monatlichen Veranstaltungsfolge „KULTUR, WISSEN, GESPRÄCHE bei BANG“ gehalten wurden. Dieses Buch erschien zu den Bang-Tagen, mit denen anlässlich seines 240. Geburtstags an Pfr. Bang mit drei Veranstaltungen erinnert wurde.

Zu dem Buchinhalt gehört der Vortrag von Prof. Dr. Wilhelm Solms "Die Wahrheit der Märchen und die moralischen Urteile des 'Erzählers' Wilhelm Grimm". Dieser Vortrag wurde zu dem 200. Jahrestag der ersten Veröffentlichung der „Kinder- und Hausmärchen“ geschrieben und betrachtet die Märchen einmal von einer anderen Seite wie der Erzähler und kommt dabei zu ganz außergewöhnlichen Ergebnissen.
Dr. Arnd Friedrich, ehemals Pfarrer in Haina, geht in seinem Artikel "Tradition und Fortschritt. Pfarrer Johann Heinrich Christian Bangs Jahre in Haina von 1839 bis 1851" darauf ein, dass Bang nach seinem Fortgang von Goßfelden in 1839 bis zu seinem Tod in 1851 in Haina wirkte und sich besondere Verdienste um den Erhalt der dortigen Kirche gemacht hat.
In dem Aufsatz "Ein „Zirkel liebender Freunde“ – Romantik in Goßfelden und Marburg" schreibt Dr. Rotraut Fischer über die Marburger Romantiker und ihre Zeit. Dabei geht sie auch auf das „Erdbeermädchen“ ein, ein junges, sehr schönes Mädchen aus Dexbach, dessen Name (noch) nicht bekannt ist und das Bettina Brentano auf Bitte von Pfr. Bang in Goßfelden Volkslieder vorgesungen hat, die dann in „Des Knaben Wunderhorn“ – einer Volksliedersammlung, die von Clemens Brentano und Achim von Arnim herausgegeben wurde, mit aufgenommen wurden.
Über "Die verschiedenen Aufenthalte Bettina Brentanos in Marburg" hat Herbert Kadel geforscht und darüber geschrieben.
"Die Privatschule des Pfarrers Joh. Heinr. Chr. Bang im Pfarrhaus Goßfelden" ist das Thema von Dr. Peter Blackert, einem früheren Pfarrer in Goßfelden. Er geht in diesem Artikel u. a. auf die Anzahl der Schüler und die Bibliothek der Schule ein, die – wie sie ein Schüler nennt – „das letzte rein humanistische Institut auf deutscher Erde“ gewesen sein soll.
Karl Heinz Görmar erinnert in seinem kurzen Artikel an "Ludwig Emil Grimm und Goßfelden" insbesondere an die Zeichnung, die der Malerbruder Grimm von dem Pfarrer Bang in 1829 gefertigt hat.
Ein Rückblich zu "40 Jahre Deutsche Märchenstraße", der Lebenslauf "Aus meinem Lebensbuch" und das Märchen "Der Mond und seine Mutter" von Jacob Grimm, dieses wurde nicht in die Sammlung der Kinder- und Hausmärchen übernommen, sowie Erinnerungen von einem Schüler Bangs, nämlich Carl Hille (1811 - 1894), der sich in dem Artikel "Die Linde" seiner Schulzeit in Goßfelden erinnert, runden inhaltlich das Buch ab.
Eine ganz besondere Überraschung aber ist, dass selbst die Vorträge, die am 15. und 16. August, also während der Bang-Tage gehalten wurden, bereits in dem Buch mit abgedruckt sind.
So können wir in dem Artikel von Maria Sporrer "Geschwisterbegabungen in der Romantik" nachlesen, dass gerade in der Zeit der Romantik viele Geschwister künstlerisch, musisch oder auch schriftstellerisch begabt waren. Dieses Phänomen ist wohl erstmalig von der Vortragenden erkannt und erforscht worden.
Mit dem Vortrag von Professor Dr. Siegfried Becker "Marburg und Goßfelden, Pfarrer Bang und die Märchen der Brüder Grimm" endeten die Bang-Tage und beginnt das Buch. Der Vortragende geht auf die verschiedenen Quellen der Märchen ein, auf den Aufenthalt Ludwig Emil Grimms in Marburg und Goßfelden und auch auf die Illustrationen der Grimmschen Märchen durch Otto Ubbelohde, die in dessen Atelier in Goßfelden entstanden sind.
So hat das Buch auf 172 Seiten eigentlich noch mehr zu bieten, als der doch schon lange Titel „Johann Heinrich Christian Bang, die Marburger Romantiker und die Märchen der Grimm“ aussagt.
Das Buch kostet 10 Euro und ist direkt vom herausgebenden Verein (E-Mail: Kultur-bei-Bang@web.de) und auch über jede Buchhandlung zu beziehen (ISBN 978-3-9816795-0-2).
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