"Tinte trifft Acoustic" im Knubbel / Marburg

 

Unter dem Motto "Frühling in Deutschland" fand im Knubbel das 3-te "Tinte trifft Acoustic" statt.
Die Moderation hatte Mr. Stiev übernommen. Er eröffnete den Abend mit einer herzlichen Begrüßung und holte die 2 anwesenden Theologen im Raum, mit denen er ein kleines "Froschkonzert" inszenierte, auf die Bühne.
D. H. und Mareike Heil stellten uns das Lied: "Frühling in Deutschland" mit E-Piano und Gitarre vor. Lothar (Bass) begleitete sie im 2-ten Teil.
Oggi Lauer, Flo ("No Tears") und Lothar machten einen musikalischen Ausflug nach Afrika.
Semida Mang sorgte für Stimmung; In ihrem Text (siehe unten) ging es um Frühlingsgefühle und ihre Katze, die sich mit dem häßlichen Nachbarskather anfreundete.
D. H. erzählte uns welche Vor- und Nachteile der Frühling mit sich bringt beim Joggen und Brötchen kaufen. Mit viel Humor hatte sie sich über den Schlußverkauf und die aufdringliche Art der Verkäuferinnen in Deutschland beschwert.
KnubbelPeter verzauberte uns mit seinen Lebens- und Liebesgedichten. Wir wurden immer wieder sprachlos und waren auch nicht mehr in der Lage klatschen zu können.
Herbert Michel, der Organist aus Oberndorf verwöhnte uns mit romantischen Frühlingsserenaden am Klavier.
Weiter ging es wieder mit der Katze, die nicht immer ein Opfer ist, sondern auch eine Täterin, gerade wenn Blut an ihrem Fell zu sehen ist, wenn sie schmatzt und sich leckt.
Semida forderte ihren Ehemann, Stefan heraus mit schnellen irischen Rhytmen auf der Geige.
Herbert Michel las aus der Bibel vor. "Wer der Größte sein will,..."
Auch Hans Kraa spielte zum Schluß noch Klavier und verabschiedete die regionalen KünstlerInnen.
Ein schöner Abend war es!

- Herzlichen Dank für Eure Beteiligung!

Semida Mang


siehe noch: http://www.myheimat.de/marburg/kultur/qtinte-triff...; http://www.myheimat.de/marburg/kultur/ich-bin-da-u...

Das 3-te "Tinte trifft acoustic" stand dieses Mal unter dem Motto "Frühling". Ein nicht unbedingt leichtes Thema, denn 5 TeilnehmerInnen hatten abgesagt. Wir hatten 2 Stunden vor Beginn noch eine Autopanne haben beschloßen die Veranstaltung zu verschieben und sagten unseren Freunden ab. Für KnubbelPeter war immer noch kein Grund "Tinte trifft acoustic" ausfallen zu lassen und sagte: "Ruf alle wieder an! Ich hole euch ab und sollten wir aber nur zu dritt am Tisch sitzen, macht mir nichts aus! ... das ist mir WERT!"

Wir können es immer noch nicht fassen, was daraus geworden ist! Auf jeden Fall war ein lustiger Abend mit vielen Beiträgen. Die Veranstaltung ging bis nach Mitternacht.


Text von Semida Mang - "Meine Katze"
9.30 Mein Ehemann weckte mich: "Komm Semi, wir müssen aufstehen!"
"Kurz war die Nacht", sagte ich leise, nach dem Open Air Rockkonzert in Sarnau und stand auf. Ich ging ins Bad. Ich hatte erst mal die Rockmusik satt. Wie ich so langsam den gestrigen Abend verarbeitete, hörte ich ganz aufgebracht meine große Tochter im Flur schreien: "Mama, Mama, schau schnell - die Blümchen!" ... und wiederholte es, bis ich die Badetür aufmachte. Blümchen ist unsere junge Katze. Es ist gar nicht so lange her, dass sie sich mit ihrem, inzwischen geschlechtsreifen Bruder so stritt, dass sie sich gegenseitig das Fell vom Gesicht zogen. Vor 3 Tagen stellte man fest, sie habe am Bauch eine lange, dünne offene Stelle. Ich schaute sie mir an und sagte meiner Tochter: "sie muß irgendwo geklettert sein, einen Drahtzaun übersehen haben"." Nun war es Sonntag morgen. Und wieder die Blümchen! "Mama, Blümchen". Verzweifelt und beängstigt schaute sie mich an, als ich ihr entgegen kam. Sie hielt Blümchen auf dem Arm. Blut. Dunkles, rotes Blut an der Unterlippe, an ihrem weißen Fell. Mich eckelte es. Fragen wie: "Jetzt zum Tierarzt, am Sonntag um halb 10?! - "Wir wollen doch in die Kirche" sagte ich leise und voll Mitleid. Die Arme, innere Blutungen?! Sie wird nicht mehr lange leben, dachte ich. ..
Der Eckel stieg bei mir Alarm. Stopp! befohl ich meinen Gedanken. In dem Moment dachte ich: Das ist ein Weibchen. Und ich kenne mich aus!

Das ist eine Raubkatze!
Alles nahm ein Ende, auch die Ungewissheit, was da wohl passiert sein konnte und ich sagte laut:
"S i e h a t e i n e M a u s g e f a n g e n! .... Die mußte ihr gut geschmeckt haben, denn sie leckte sich immer noch und schmatzte dabei".

Mein Magen drehte sich schon einige Male herum, und das am Sonntag morgen.
Täter und Opfer, 2 in einem. Erst als ich ihr weibliches Geschlecht in Verbindung mit dem Blut brachte, wußte ich, dass sie dieses Mal die Täterin war.


semida mang, 20. Juli 2008

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