TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderung in der Südheide

Der reetgedeckte Schafstall aus dem 17. Jahrhundert
Wanderung im “Heiligen Hain“ bei Betzdorf in der Südheide am 24. August 2014


Auch in diesem Jahr stand für den Monat August wieder eine Heide-Wanderung auf dem Programm der Wanderabteilung des TSV Ingeln-Oesselse. Als Wandergebiet war das etwa 56 ha große Naturschutzgebiet “Heiliger Hain“ bei Betzhorn in der Südheide ausgewählt worden. Es liegt am Ostrand eines eiszeitlichen Endmoränenzuges und gehört zum europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000. 23 Wanderer hofften auf gutes Wetter und schöne blühende Heideflächen. Sie wurden nicht enttäuscht. Nachdem wir mit Autos in Fahrgemeinschaften den Wanderparkplatz am “Heiligen Hain“ erreicht hatten waren es nur ein paar Schritte bis zur Wacholderheide. Die großflächige Heidelandschaft stand in voller Blüte und die Sonne kam zeitweise hervor um sie in ein prächtiges Farbenspiel zu verwandeln. Es wurden 2 Wanderstrecken angeboten. Zunächst genossen wir die Rundwanderungen durch die Wacholderheide und betrachteten den reetgedeckten Schafstall aus dem 17. Jahrhundert. Später führte uns die Wanderung zum Gedenkstein des bekannten Heidedichters Hermann Löns (“Der kleine Rosengarten“, “Auf der Lüneburger Heide ...) und wir sahen die Stau- und Rieselwiesen mit einem Bewässerungssystem aus Stauwehren. Erst zum Schluss der abwechslungsreichen Wanderung öffnete Petrus die Schleusen und die ersten Regentropfen erreichten uns bei der Rückkehr zum Parkplatz. Die Wanderer der kürzeren Tour hatten 9 km und die der längeren Tour 12 km zurückgelegt. Doch der Wandertag war noch nicht zu Ende, denn unsere Wanderwarte hatten zum Abschluss noch eine Kaffeepause in der Wassermühle Warenholz vorgesehen. Hier wurden wir mit einer großen Auswahl selbstgebackenem Kuchen und Kaffee erwartet. Die Wassermühle liegt an der Ise und wurde im Jahre 1425 erstmals erwähnt. Im Jahr 1608 brannte sie ab und man baute sie mit einem unterschlägigen Wasserrad und einem Mahlgang wieder auf. In den folgenden Jahren wurde sie von häufig wechselnden Pächtern betrieben und diverse Male umgebaut. Im Jahr 1958 übernahm die Müllerfamilie Nitsche die Mühle und nutzte sie bis 1987 gewerblich. Im Laufe der Zeit hat sich die Mühle von einer kleinen Wassermühle zu einer modernen Handelsmühle entwickelt. Im Zuge der Renaturierung der Ise wurde das Wehr abgerissen und durch eine Fischtreppe ersetzt. Das Holzwasserrad aus dem 18. Jahrhundert wurde nachgebaut und die Mühle erhielt ein gebrauchtes aber vollständig restauriertes Getriebe. Sie besitzt auch eine voll funktionsfähige Schaumahlanlage. Wir nutzten die Möglichkeit uns das Innere der Mühle anzusehen. Nach diesem erlebnisreichen Tag freuen wir uns schon auf unsere nächste Wanderung am 21. September 2014.
Ursula Denda
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