TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderung in der Eilenriede

Das Turbinenhaus der Döhrener Wolle
 
Rund um die Leineinsel
Wanderung in der Eilenriede am 08.03.2015 mit Bus und Bahn

Im Jahresplan der Wanderabteilung des TSV Ingeln-Oesselse war für den 08. März 2015 eine Wanderung in der Eilenriede vorgesehen. Die Wettervorsage versprach einen schönen, warmen Frühlingstag und unser Wanderwart hatte für die 22 teilnehmenden Wanderer wieder 2 sehr interessante Wanderstrecken ausgearbeitet. Zunächst ging es mit Bus und Bahn zur Bothmerstraße bzw. für die Wanderer der kürzeren Strecke weiter bis zum Döhrener Turm. Die Teilnehmer der längeren Tour wanderten ab Bothmerstraße zur Leine und an der Leine entlang zum Leinewehr. Das Leinewehr wurde erstmals 1667 von Johann Duve gebaut, um die Wasserkraft seiner Mühle zu vergrößern. Nachdem die Mühle im laufe der Zeit oftmals den Besitzer gewechselt hatte, gehörte sie ab 1872 der ehemaligen Wollwäscherei und Kämmerei (Döhrener Wolle) und wurde 1976/77 abgerissen. Im Jahr 2004 wurde das Leinewehr von der Stadt Hannover komplett auf seinen heutigen Stand umgebaut. Unsere Wanderung führte uns anschließend durch das idyllisch an der Leine und auf der Leineinsel gelegene ruhige, moderne Wohngebiet, das in den 1980er Jahren auf dem ehemaligen Gelände der Döhrener Wolle erbaut wurde. Der markanteste Überrest der früheren Werksgebäude ist der hohe Uhrturm von 1909. Weiter an der Leine entlang erreichten wir bald das Südufer des Maschsees. Hier machten wir eine kurze Erholungspause. Der Maschsee wurde in mühsamer Handarbeit von ca. 1600 Arbeitern in den Jahren 1934 bis 1936 künstlich angelegt und am 21.Mai 1936 eingeweiht. Auch die Maschseeflotte legte erstmals im gleichen Jahr ab. Als nächstes lag der Döhrener Turm an unserem Weg. Hier begann auch die Wanderstrecke der kürzeren Tour. Der Döhrener Turm gehörte zur äußeren Hannoverschen Landwehr. Bei zahlreichen Überfällen im 15. Jahrhundert sollen auf dem Turm 7 Wächter umgekommen sein. Im Jahr 1888 erhielt der Turm einen Fachwerkaufsatz. In der Eilenriede trafen wir auf einen Teil des noch bis heute erhaltenen Landwehrgrabens, der am Südrand des Stadtwaldes verläuft und wanderten auf einem sehr schönen Wanderweg an diesem entlang nach Bischofshol. Hier befand sich früher der Bischofsholer Turm. Weiter am Landwehrgraben entlang ging es zum Vereinsheim Bischofshole und zu unserer Mittagspause. Unser Wanderwart hatte wie immer auch hervorragend an unser leibliches Wohl gedacht und so fanden alle einen Platz um sich für den weiteren Marsch zu stärken. Der Renner war wieder die große Tapasplatte. Gut erholt führte uns die Wanderung dann Richtung Kirchrode, vorbei an den ersten Frühlingsblühern, und in den Hermann-Löns-Park. Der von 1936 bis 1939 angelegte Park bildet die Verbindung zwischen Eilenriede und Tiergarten. Hier wurde auch im Jahr 1938 die 300 Jahre alte Bockwindmühle, die ursprünglich auf dem Windmühlenberg, dem heutigen Opernplatz stand, wieder errichtet. Zum Schluss des sehr interessanten schönen Wandertages mit sommerlichen Temperaturen machten wir noch einen Rundgang durch den Tiergarten und fuhren dann mit Bahn und Bus zurück nach Ingeln-Oesselse. Wir freuen uns schon auf unsere nächste Wanderung, die uns am 12. April in den Deister und zum Forsthaus Blumenhagen führt.

Ursula Denda
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