TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderung im Deister

Eine "starke" Truppe
 
Auf dem Bierweg zum Stern
Wanderung im Deister am 12.April 2015.

Die Wanderabteilung des TSV Ingeln-Oesselse hatte für Sonntag den 12. April 2015 zu einer Wanderung im Deister eingeladen und diesmal 2 verschiedene Wanderrouten ausgearbeitet. Die Mittagspause sollte gemeinsam im Forsthaus Blumenhagen verbracht werden. Insgesamt trafen sich 26 Wanderer am Sportplatz um in Fahrgemeinschaften mit Autos zum Deister zu fahren. Die Teilnehmer der kürzeren Route fuhren zum Parkplatz in Feggendorf und begannen ihre Wanderung mit einem kurzen Anstieg zum Feggendorfer Stollen. Hier wurde die erste kurze Pause gemacht. Das Steinkohlebergwerk Feggendorfer Stollen blickt auf eine über 175jährige wechselvolle Geschichte zurück. Teilweise lebten vom Bergwerk bis zu 40 Prozent der Bevölkerung. Im Jahr 1952 wurde die Förderung am Feggendorfer Stollen eingestellt und die Tagesanlagen und der Bremsberg abgerissen, das Stollenmundloch verfüllt und der Stollen an zwei Stellen gesprengt. Nach einigen erfolglosen Versuchen wird der bereits verfallene Stollen seit März 2003 nach historischem Vorbild saniert, gesichert und wieder hergestellt. Mittlerweile ist schon sehr viel geschafft. Die Tagesanlagen einer für den Deister typischen Kleinzeche z.B. die Bergschmiede, eine Verladerampe, umfangreiche Gleisanlagen, Holz- und Lagerplätze sind entstanden. Im September 2013 wurde das wieder neu erbaute Zechenhaus eingeweiht. Für die Einrichtung konnten etliche Originalgegenstände gesammelt werden. Auch untertage wurde schon sehr viel saniert. Der Feggendorfer Stollen kann auch besichtigt werden. Weiter ging es zum Schraubeweg und dann gemütlich und langsam bergab zum romantisch gelegenen, urigen Forsthaus Blumenhagen dessen Mauern teilweise noch aus dem 16. Jahrhundert stammen.
Die Teilnehmer der längeren Route fuhren zum Parkplatz am Nienstedter Pass. Hier erlebten sie eine Überraschung. Ein langjähriger ehemaliger Wanderfreund war aus Bad Nenndorf angereist um die Teilnehmer mit einem Gläschen Sekt zu empfangen und anschließend mit zu wandern. Zunächst ging es den Bierweg entlang, vorbei am Stern und auf dem Deister-Kohlepfad zu einem mit Sandsteinen gemauerten Hochbehälter. Oberhalb dieses Behälters befinden sich die Quellen an der Halde, die auch zur Wassergewinnung genutzt werden. Dann wurde die Bössquelle erreicht, die ihren Namen vermutlich nach dem damals hier tätigen Förster Bössenroth erhielt. Das Wasser der Quelle wurde 1937/38 vom Reichsarbeitsdienst als Wasserentnahmestelle für Waldarbeiter und Wanderer in ein Rohr gefasst. In der Nähe der Quelle steht einer von über hundert Gedenksteinen des Deisters mit einer Besonderheit. Die stark abgekürzte Inschrift auf dem Gedenkstein lautet in Langschrift: „Dritter Zug der dritten Kompanie Hannoversches Pionierbataillon Nr. 10, Hauptmann Breusing, Secondelieutenant der Reserve Lampe, Juli 1898".
Das „S“ in dem Namen BREUSING ist spiegelverkehrt in den Stein gemeißelt worden. Dies und die ungewöhnliche Anordnung der Schrift auf dem Stein lassen die Vermutung zu, dass der Gedenkstein nicht professionell von einem Steinmetz, sondern von einem Soldaten vor Ort hergestellt wurde. Die erwähnte Einheit war in Minden stationiert und hat an dieser Stelle 1898 im Rahmen einer sechstägigen Übung eine Blockhütte gebaut, die aber 1920 wieder abbrannte.
Die Wanderung führte weiter zum Kammweg und über die Lauenauer Allee zum Forsthaus Blumenhagen. Hier im Forsthaus wurden alle Wanderer schnell und gut mit sehr leckerem Essen und Getränken bedient. Anschließend erreichten die Teilnehmer der kürzeren Tour auf dem Schulzeweg nach 7,5 km ihr Ziel, den Parkplatz Feggendorf. Die Teilnehmer der längeren Tour wanderten entlang dem Schulzeweg und Wallmannweg, vorbei an der schön gelegenen Wallmannhütte und erreichten ihr Ziel, den Parkplatz am Nienstedter Pass nach 15,5 km.
Für beide Wandergruppen war dies ein sehr schöner Wandertag mit herrlichem Wanderwetter.
Die nächste Wanderung findet am 10.Mai 2015 statt.

Ursula Denda
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