TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderung entlang des Otternhagener`s Moor

Mittagspause in Metel
 
Hochmoorschutzprojekt "Hannoversche Moorgeest"
Wanderung entlang des Naturschutzgebietes Otternhagener Moor am 26.06.2016

In der letzten Zeit war auch Ingeln-Oesselse oft von Gewittern, Hagel und Starkregen betroffen, darum wurde so manche Bitte um schönes Wanderwetter für den Wandersonntag Richtung Himmel geschickt. Dieser Wunsch wurde erfüllt. Bei herrlichem Wetter trafen sich nur frohgelaunte Wanderer und fuhren gemeinsam mit Bus und Bahn über Gleidingen, Langenhagen und Schulenburg nach Resse. Hier verließen die Teilnehmer der längeren Wanderstrecke den Bus. Die Teilnehmer der kürzeren Strecke fuhren weiter bis nach Negenborn/Im Walde und wurden dort von Wanderfreund Dietrich in Empfang genommen. Er führte die Gruppe am nördlichen Rand des Otternhagener Moores entlang durch Wald und Flur über Scharrel bis “Auf dem Borngrund“ im Neustädter Ortsteil Metel. Die Teilnehmer der längeren Tour wanderten mit Wanderwart Horst ab Resse am südlichen Rand des Otternhagener Moores entlang Richtung Otternhagen, dann weiter nach Scharrel und von dort auch bis nach Metel/Auf dem Borngrund.
Die Wanderung entlang des Naturschutzgebietes Otternhagener Moor war ein Erlebnis. Einige hungrige Mücken leisteten den Wanderern gerne Gesellschaft und aufgrund des starken Regens der letzten Tage mussten viele kleine Tümpel auf dem schönen Wanderweg zur allgemeinen Freude im Slalom umlaufen werden. Die Wanderer erhielten auch besonders schöne Einblicke in die vielfältige Moorlandschaft die im Sonnenschein mystisch schimmerte und schillerte. Darüber hinaus gab es am Wegesrand interessante Informationstafeln zu den Themen “Ohne Moos nichts los“, das Life+ Projekt Hannoversche Moorgeest, zu den Moorfröschen, die ein hellblau-violett gefärbtes Kleid tragen um potenzielle Partnerinnen zur Hochzeit auf sich aufmerksam zu machen und zu den Kranichen, die auch im Otternhagener Moor brüten und in vielen Gegenden als Vögel des Glücks gelten weil sie die Wärme aus dem Süden zurück bringen und außerdem ein langes und gesundes Leben symbolisieren.
Das Otternhagener Moor, ein relativ naturnahes Hochmoor, charakteristisch mit offenen Moorflächen und Moorvegetation aus Moorheiden, Wollgräsern und Torfmoosen ist mit ca. 974 ha das größte Hochmoor im Projektgebiet Hannoversche Moorgeest und wurde schon im Jahr 1970 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Die Moorbildung begann vor ca. 3000 Jahren mit Birken-Bruchwaldtorf, dem später Weißtorf aus Torfmoosen folgte. Der größte Anteil des bis zu 4 m tiefen Otternhagener Moores besteht aus Weißtorf, stellenweise ist eine etwa 1 m dicke Schwarztorfschicht zwischengelagert. Vom Handtorfstich war früher das gesamte Otternhagener Moor betroffen. Die ehemaligen Torfstiche befinden sich heute in unterschiedlichen Entwicklungs- und Regenerationsstadien. Auch an der Entwässerung des Moores wurde viel verändert, denn eine ganzjährige konstante Höhe des Wasserstandes ist die wichtigste Voraussetzung für den Erhalt sowie die Ausbreitung und Ansiedlung der vielen hochmoortypischen Tier- und Pflanzenarten.
Die Mittagspause verbrachten alle 26 Teilnehmer gemeinsam bei gekühlten Getränken, gegrillten Würstchen, Salaten und Eis am Stil auf dem Wochenendgrundstück der Familie Kossack. Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich für die hervorragende Gastfreundschaft. Anschließend ging es mit Bus und Bahn über Neustadt, Hannover und Gleidingen zurück nach Ingeln-Oesselse. Für alle Teilnehmer war dieser Wandertag wieder ein sehr schönes Erlebnis und alle freuen sich schon auf die nächste Wanderung am 24. Juli 2016.

Ursula Denda
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