TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderparadies Trubachtal in der Fränkischen Schweiz

Die Wandergruppe vor der Unterkunft in Obertrubach
 
Erst mal geht es den Berg hinauf
TSV-Wanderabteilung war im Wanderparadies Trubachtal in der Fränkischen Schweiz

„Wandern ist Gehen in der Landschaft. Dabei handelt es sich um eine Freizeitaktivität mit unterschiedlich starker körperlicher Anforderung, die sowohl das mentale wie physische Wohlbefinden fördert.“ (Google, Wandern)
Am 25.05.2015 trafen sich 16 Personen zur Wanderfahrt in die Fränkische Schweiz, diesmal nach Obertrubach in den Gasthof der Familie Maier „Fränkische Schweiz“. Obertrubach liegt zwischen Bamberg und Bayreuth. Einige Wanderer waren bereits im Jahr 2007 dort, damals aber in Bärnfels. Nach der langen Vorbereitung – als Glück erwies sich, dass das gebuchte Hotel kurzfristig abgesagt hat (es wurde wenige Tage später geschlossen) freuten sich alle, dass es endlich losging. Die Fahrt haben wir, auch wegen der Reisefreiheit durch Sachsen-Anhalt und Thüringen und des guten Wetters, bewusst genossen.
In Obertrubach ging es nach dem Kofferauspacken noch hinaus in den Ort. Ein Regenguss veranlasste uns aber nach der Besichtigung der Laurentius Kirche unser Gasthaus aufzusuchen.
Am ersten Wandertag, Dienstag 26.05.2015, begann unsere Wandertour vom Gasthaus aus. Gestärkt vom Frühstück und mit einem Lunchpaket im Rucksack ging es los. Dankbar wurden die zwei Möglichkeiten einer kurzen und langen Tour angenommen. Bei den kurzen Strecken mussten wir feststellen, dass es zwar geradeaus ging aber immer bergauf und bergab. Der Weg hieß zwar an der Trubach entlang – wir hatten einen ebenen Weg neben dem Bach erwartet – aber dieser Weg führte durch den Wald mit herrlich weichem Untergrund immer hinauf und hinunter.
Höhepunkte der Wanderfreizeit vom 25.05.2015 bis 03.06.2015 waren das Konzert in der Sophienhöhle, wo das Albert Koch Trio mit Gitarren und Mundharmonika „Mehr als nur Blues …“ zum Besten gab. Die Atmosphäre in der Höhle war mit dieser Musikrichtung ein besonderes Erlebnis. Dann haben wir bei der Besichtigung in der Teufelshöhle in Pottenstein über 400 Stufen bewältigt und bei der Führung alles Wichtige zur Höhlenentstehung und –geschichte erfahren. Wunderschöne Tropfsteingebilde und ein komplettes Höhlenbärenskelett waren der Lohn für unsere Mühe. In Betzenstein besichtigten wir den „Tiefen Brunnen“, der bis heute als technische Meisterleistung gilt. Er wurde in einer sechsjährigen Bauzeit von 1543 bis 1549 errichtet. Der Schacht ist 92 m tief und mit massiven, maßgefertigten Sandsteinquadern gesichert. Zwei starke Männer benötigten ca. 15 Minuten, um einen vollen Eimer Wasser heraufzubefördern. Bis 1902 war der Tiefe Brunnen die einzige Trinkwasserversorgung für Betzenstein und Umgebung. Bei der Wanderung von Egloffstein zurück nach Obertrubach erfuhren wir anhand der Schautafeln am Weg sehr viel über die frühere Wasserwirtschaft in diesem Gebiet. Viele der alten Wasserkreuzungen und Absperrpfosten mit deren Hilfe das kostbare Wasser früher verteilt wurde sind noch erhalten. Etliche Wassermühlen säumten unseren Weg (z.B. Spiesmühle, Reichelsmühle, Ziegelmühle, Schlöttermühle und Hackermühle). Am Sonntag fuhren wir von Ebermannstadt mit der Wiesenttalbahn, einer liebevoll zurecht gemachten Museumseisenbahn. Die Teilnehmer der kürzeren Tour fuhren bis zum Endpunkt nach Behringersmühle. Die Teilnehmer der längeren Tour fuhren nur bis Muggendorf und starteten hier mit ihrer Wanderung. Wir wanderten über den Felsensteig zur Oswaldhöhle. Die Wanderroute führte durch die 70 m lange Höhle und tlw. nur 150 cm hoch hindurch. Es ging ständig bergab oder bergauf teilweise über felsige Wege bis zum Hohen Berg. Die Tour führte weiter durch Moritz, am Pfaffenstein und an der Hohen Warte vorbei langsam bergab nach Behringersmühle. Von dort fuhren beide Gruppen mit dem Zug zurück nach Ebermannstadt.
Als Überraschung hat Herr Maier, Inhaber und Koch (das Essen war vorzüglich) des Gasthauses „Fränkische Schweiz“ am vorletzten Abend sein Akkordeon hervorgeholt. Die meisten Lieder konnten alle mitsingen und mitschunkeln. Ein Riesenspaß für uns alle, den wir als „Einzelreisende“ nicht erlebt hätten.
Am letzten Abend wurden unsere Wanderwarte Horst und Heinrich noch mit einem kleinen Präsent bedacht. Der Dank der Wandergruppe äußerte sich auch in einem lang anhaltenden Beifall und dem Wunsch nach einer Reise im nächsten Jahr.
Noch etwas Statistik (auch von Heinrich): 16 Wanderinnen und Wanderer sind in 8 Tagen 1.473 Kilometer gelaufen. Sieger waren wir alle und natürlich auch stolz auf unsere individuellen Leistungen.

geschrieben von Ingrid Ruhmann, Ursula Denda und Horst Schönwandt
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