Sei stark um nützlich zu sein
Christopher Friedrichs (seit zweieinhalb Jahren dabei), Anton Wahl (seit Mitte 2006 unterwegs), Lukas Stamm und Julian Friebel (beide seit dreieinhalb Jahren mit von der Partie) sind vier von insgesamt zehn Mitgliedern des „monkey movements“. Unter dem Motto „Sei stark um nützlich zu sein“ entstand in Parisern Vororten die Sportart Parkour, die weitaus mehr ist, als nur eine Sportart von vielen: Die Verbindung zwischen den realen Hindernissen in der städtischen Umgebung, die es zu überwinden gilt, und den sinnbildlichen Hindernissen im Leben, vor denen man nicht kapitulieren darf, wird schnell deutlich.
Bei uns entstand das Parkour-Projekt der evangelischen Jugend Rethen vor zweieinhalb Jahren, als ein eigens organisiertes Parkour-Camp besonders guten Anklang gefunden hatte. Weitere Camps in regelmäßigen Abständen folgten – Sommerfreizeiten von der Rethener St. Petri Kirche sind genau darauf zugeschnitten. Selbstbestimmtheit in Bewegung und Ablauf, Respekt vor Körper und Umgebung, Hilfsbereitschaft und Toleranz sind in diesen Camps – wie auch in den Nachfolgenden – ebenso vermittelt worden wie das richtige Fallen, Landen und Abrollen beim Umgang mit den „obstacles“ (Hindernissen). In Kooperation mit dem Jugendzentrum Laatzen-Mitte, dem Jugendsportzentrum Hannover sowie durch Unterstützung des Projekts „Stärken vor Ort“ hat das Parkour-Projekt zu Recht den Deutschen Jugendprojektpreis 2009-2011 gewonnen; kein Wunder bedenkt man, dass in diesem Projekt unterschiedlichste Menschen unterschiedlichster Kulturen und Altersklassen zusammenkommen und mit diesem Projekt große Akzeptanz und Anerkennung überall genießen. Ebenso erstaunlich: Dieses Projekt baut ihre Hindernisse zum Üben und Trainieren selbst. Handwerkliches Geschick ist hier also ebenso gefordert.
Im Forum auf www.pk-hannover.de sind es aktuell rund 700 Mitglieder, davon zwar nicht alle aktiv, aber trotzdem ist dies der Ort sich für freie Trainingseinheiten zu verabreden. Jeden Montag gibt es zusätzlich die Möglichkeit im Jugendsportzentrum Hannover zu trainieren. Treffen gibt es ebenso in der Halle der Erich-Kästner-Schule.
„Stadtplanern, die uns eingrenzen und in Bahnen lenken mit zahllosen Mauern und Geländern, wird hier gedankt, indem tote Mauern lebendig gemacht werden und Sport zu Kunst und Philosophie wird“, freut sich Gunnar Ahlborn, der das Parkour-Projekt tatkräftig unterstützt. Er fährt nun bald nach Frankreich um am 9. Juli die zweite Deutsche Parkourfreizeit einzuläuten. In Ganges soll in Wald und Natur trainiert werden. Drei Tage später, am 12. Juli, geht es direkt am Mittelmeer weiter; insgesamt werden rund 120 junge Menschen dabei sein.
Wir wünschen auch weiterhin: Viel Spaß und Hals und Beinbruch!


Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .