Hannover 96 besucht die Erich Kästner Realschule Laatzen
Auch wenn es für Bundesligisten Hannover 96 nach dem Tod ihres Kapitäns Robert Enke sportlich alles andere als gut läuft: Die Begeisterung für den Traditionsclub aus Hannover ist ungebrochen. Rund 300 Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 bis 6 der Erich Kästner Realschule, der Grundschule Rethen, der Pestalozzi-Grundschule und des Gymnasiums drängten sich in der rappelvollen Schulaula, als die Bundesligaprofis Didier Ya Konan (Elfenbeinküste) und der aus Brasilien stammende Vinicius Bergantin zu Besuch in Laatzen waren.
Die Erich Kästner Realschule Laatzen feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag und Namensgeber Erich Kästner wäre am 23. Februar 111 Jahre alt geworden. Grund genug für die Laatzener Realschule mit einer ganzen Veranstaltungsreihe die Geburtstage zu feiern und an Erich Kästners, dessen Werke von den Nationalsozialisten verboten waren, zu erinnern und dabei für Toleranz und Integration zu werben. Realschulrektor Oliver Brandt hatte Martin Kind, Präsidenten von Hannover 96, um den Besuch von Fußballprofis in seiner Schule gebeten. Und darum, dass die Spieler einmal aus ihrem Leben, vom Bundesligaalltag und von ihren Integrationserfahrungen in einem zumeist fremden Land sowie einem international zusammengesetzten Team zu berichten. Dies war auch deshalb für die Schülerinnen und Schüler so interessant, da auch sehr viele Einwohner der Stadt Laatzen einen Migrationshintergrund haben.
Eine Idee, die ankam. Schon lange vor dem Eintreffen der Bundesligaprofis fieberten 300 Jungen und Mädchen dem Augenblick der Begegnung mit den Fußballspielern entgegen. Auf Deutsch und Französisch (Ya Konan versteht kein Deutsch) wurden die Spieler anschließend von ihren großen kleinen Fans ins Kreuzverhör genommen und Vinicius Bergantin konnte das legendäre Torwandschießen nur äußerst knapp mit 1 : 0 gegen Achmed (12) für sich entscheiden. Anschließend gaben beide Profis bereitwillig und lange Autogramme – sogar an Lehrerinnen und Lehrer!




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