Nichtwahl und ungültige Stimmen haben kaum Auswirkungen!
Da die Wahlen vor der Tür stehen, taucht auch das Thema Nichtwahl oder ungültige Stimmen auf - und deren Folgen.
Ich selbst habe auch immer geglaubt, es gäbe einen Unterschied zwischen Nichtwahl und ungültiger Stimme bzw. ihren Folgen. Aber es gibt keinen.
Auch die Legenden, man würde bei Enthaltung die Kleinen/Extremen stärken, sind falsch. Eher profitieren die Großen davon.
Auch bezüglich der Wahlkampfkostenerstattung gibt es kaum Auswirkungen, da diese sehr gering ausfallen und auch insgesamt begrenzt sind.
Und nicht zuletzt: Eine Ungültige Stimme wird nur als ungültige Stimme registriert bzw. als ein Wähler, der nicht in der Lage war, korrekt zu wählen.
Selbst wenn man sich Mühe gibt und bewusst mit tollen Parolen und Zeichnungen sozusagen Protest-Ungültigwählen praktizieren will, interessiert das keine Sau ;)
Nachlesen kann man das alles im Internet - hier eine m.E. gute Beispielseite: http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html
Fazit: Wer nicht wählen gehen will - ob nun bewusst oder aus Faulheit - kann zuhause bleiben, ohne sich dafür Gewissensbisse einreden lassen zu müssen.
Wer meint, etwas bewirken zu können, geht hin und wählt den Liebling/das kleinste Übel.
Tja, nach eingehender Recherche meinerseits (initiiert durch dich), stelle ich fest, dass im Paragraph 39 des Bundeswahlgesetzes in der letzten Zeile steht:"Die Einsender zurückgewiesener Wahlbriefe werden nicht als Wähler gezählt; ihre Stimmen gelten als nicht abgegeben."
Das ändert nichts an der Tatsache, dass ich davon überzeugt bin, die Demokratie, lasse sich nur mit Wählen verteidigen.
Ich werde meine Strategie dann ändern.
Danke für Deine Aufklärung.
Gewöhnlich möchte ich mich schon als politisch interessiert oder sogar informiert bezeichnen, aber siehe da: Es gibt immer noch etwas, das an Wissen dazu kommt
"Das ändert nichts an der Tatsache, dass ich davon überzeugt bin, die Demokratie, lasse sich nur mit Wählen verteidigen"
Sehe ich auch so. Obwohl ich inzwischen hier und dort auch schon zum Nichtwähler geworden bin.
Hans-Werner Blume schrieb hier: http://www.myheimat.de/krumbach/beitrag/122705/bue...
"...Andreas, das hat mit glauben nichts zu tun, sondern ist eine recht einfache rechenaufgabe: Je weniger menschen zur wahl gehen, desto höher wirkt sich der anteil der stimmen für die rechten aus.
Beispiel: Wenn von hundert abgegebenen stimmen 10 rechte dabei sind haben sie einen wert von 10 %, bei 200 abgegebenen stimmen sind 10 rechts-stimmen 5 %. ..."
Hans-Werner, du hättest Recht, wenn du wüsstest, was die Leute wählen oder nicht wählen, wenn sie in der Kabine stehen ;)
Weisst du aber nicht.
Und so kann ein Anderer mit gleicher Berechtigung behaupten, wenn 100 Leute mehr zur Wahl gehen, stärkt das die Rechten, weil von den 100 Leuten 77 die Rechten wählen.
Die Wahrscheinlichkeit ist bei dieser Spekulation ebenso groß, wie bei deiner Spekulation ;)
Am wahrscheinlichsten ist die Annahme, dass bei deiner These schlicht 10% der Wähler rechts wählen, egal ob nun 100 oder 200 Wähler wählen ;)
Ein Bericht,der wirklich sehr interessant ist. Finde ich auch. Schliesse mich meinen Vorgängern an.
Vor längerer Zeit habe ich bei einer Kommunalwahl Stimmen ausgezählt. Ungültige Stimmen kommen auf einen eigenen Stapel (auch wenn noch so tolle Sprüche draufstehen). Da liegen sie nun und außer demjenigen der sie gerade zufällig in der Hand hatte wird sie nie wieder einer sehen. Wer also etwas will muss schon gültig wählen.
Naja, es gibt Institute die sehen das sogenannte Wählerpotential von rechten und linken Parteien bei jeweils 10 - 25 %. Wenn die dann alle mal wählen gehen.....
Linke hat Wählerpotenzial von 24 Prozent:
http://www.sueddeutsche.de/politik/46/395833/text/
Rechtsextremes Wählerpotenzial bei 13 Prozent:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,5...
Man sollte sich also diese Rechnungen nochmals gut überlegen.
Ungültige:
Sehr putzig geschildert, danke :)
Naja, die 13% für rechtsextreme Parteien würden sich sicher auf die diversen andere Parteien aufteilen, die vielfach als rechtsextrem bezeichnet werden (DVU, REP, etc).
BTW: Puh, gut, dass ich aufs Datum geachtet habe - ich dachte, es gäbe schon wieder so einen Verbotskram ;)
Und nicht zuletzt: Bei Umfragen gibt man sich gern mal vergnatzt rebellisch und will mit Protestwahl provozieren - aber im Wahllokal verfällt man dann wieder brav in die gewohnte Wahltradition ;)



Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .