Nicht mit aufgeräumt - Kein Geld für Pattenser Vereine
Die Politiker im Ortsrat Pattensen-Mitte haben sich zu einem ungewöhnlichen Schritt entschieden: Weil die Vereine bei der Aufräumaktion des Ortsrates nicht mitgemacht haben, lehnten die Politiker kurzerhand sämtliche Zuschussanträge ab. Das berichten die Leine-Nachrichten in ihrer Sonnabendausgabe. „Wir wissen, dass die Vereine ganz mit unserer Unterstützung gerechnet haben“, sagte Ortsbürgermeister Günter Bötger, „allerdings kümmert sich ja auch niemand um unsere Anliegen, und dafür gibt es jetzt die Quittung.“
Die anwesenden Vereinsvertreter waren erbost: „Unverschämt.“ „Kurzsichtig.“ „Undankbar.“ „Ungerecht.“ „Blindwütig.“ So zitieren die Leine-Nachrichten aus der anschließenden Bürgerfragestunde. Die Vereine würden durch ihr ehrenamtliches Engagement die Stadt unterstützen. „Ich bin mir sicher, dass sich mehr Helfer gefunden hätten, wenn die Aktion besser beworben worden wäre“, sagte beispielsweise Andreas Junge vom Bad-Förderverein Rettungsring.
Was meint Ihr: Könnt Ihr den Ärger der Ortspolitiker verstehen - und ist es okay, den Vereinen deshalb die Zuschüsse zu streichen?
Weiterveröffentlichungen:
Ich habe Verständnis das der Ortsrat sauer ist, aber KEIN Verständnis habe ich das die Vereine gar kein Geld bekommen. Denn wie oben geschrieben wurde, leisten die Vereine sehr viel Ehrenamtliche Arbeit und präsentieren die Stadt auch nach außen, sei es auf Turnier oder ähnlichen Veranstaltungen.
Nach meiner Mein hätte man die Gelder vielleicht KÜRZEN sollen, aber nicht gleich ganz streichen sollen.
Leider kennt man die Hintergründe nicht. Viele Vereine planen allerdings ohne Rechtssicherheit Zuschüsse fest ein.
Einen Anspruch auf einen Zuschuss hat niemand, es sind Steuergelder, die auf die "laue" Art verteilt werden. Ich finde vom Grundsatz her kann man sich die Frage schon stellen, ob es gerechtfertigt ist den Weihnachtsmann zu spielen.
Erst einmal sollte man wissen um wie viel Geld es hier geht. So ein Ortsrat wie der In Koldingen hat vielleicht so 600 Euro zu verteilen. Der TSV Pattensen hat wahrscheinlich einen Etat von über 40 Tausend Euro. Da sind die Gelder des Ortsrates mehr symbolisch zu sehen. Es wäre eher von Nutzen wenn die Vereine den Ortsrat unterstützen würden, der dann für den Ort und Ortverschönerungen etwas mehr flüssiges zur Verfügung hat.
Schließe mich Hubert und Karl-Heinz an.
Wenn Vereine ihre Arbeit ernst meinen, müssen sie zusehen, wie sie die finanzieren. Das muss schon solide sein - solche unsicheren Einnahmen sollte man deshalb nie fest einplanen.
Interessante Variante alle Institutionen "gleichzuschalten".
Könnte auch für die Politiker in den Springer Ortsteilen als Vorbild gelten.
Ich finde hier hat sich der Ortsrat wider ins tiefste Mittelalter zurückbegeben
nach dem Spruch " Wes Brot ich ess, des Lied ich sing " oder gab es eine gemeinsame Absprache mit den Vereinen zu dieser Aktion, oder wurde sie vom Ortsrat festgelegt? Leider sind heutzutage immer weniger Bürger bereit sich für die Gemeinschaft einzusetzen, das merken alle Vereine, wir leben in einer
Ich-Gesellschaft. Die Streichung der Mittel wird manchen eher bewegen noch weniger für die Gemeinschaft zu tun. Mann hätte auf die Vereine zugehen müssen und ev. eine neue Aktion starten können, auch dann mit dem erhobenen Zeigefinger " Ihr wollt auch was von uns"
Was wird jetzt eigentlich mit dem Geld, verfällt es oder wird nun eine Firma beauftragt die in Pattensen aufräumt?
Das Geld verfällt nicht, wie auch. Es kann doch für andere soziale, wichtige Zwecke verwendet werden. (Altenpflege, Schulen, Kindergarten etc. )
Nicht zuletzt kann es eingespart werden, es sind doch alles Kredite. Es ist und bleibt immer Steuergeld.
Es heisst nicht umsonst "Fördern und Fordern! Das wird aber von einigen Mitmenschen nicht erkannt.
Richtig es heißt"Fördern und Fordern" aber die Vereine tun mit sicherheit mehr
für die Allgemeinheit und besonders für die Kinder und Jugendlichen als so manche Politiker die nur in Sitzungen die Zeit totschlagen.
Auch ich weiß das das Geld nicht verfällt, aber verfällt es aus den Ortsratsmitteln und verschwindet im großen Haushalt der Stadt?
Wie wäre es denn mit sparen - da sind sie, lieber Herr Schiefer, leider nicht darauf eingegangen!
Man kann eben nicht mehr Geld ausgeben als man hat, es sollte doch so wie im eigenen Haushalt sein!
Jetzt kommt natürlich das Argument, man sollte dann bei X, Y, Z sparen, aber bitte nicht bei mir.
Ich kann nur vorschlagen für diesen Fall selbst in die Politik einzusteigen und alles verbessern! Ich denke, da kann jeder seine Fähigkeiten einbringen und dann schauen wir mal auf die Ergebnisse!
Die Ortsräte in der Stadt Pattensen haben einen Betrag zu verfügung den sie im Jahr ausgeben können. Es wird immer Öffentlich bekanntgegeben das sich Vereine ,die ein besonderes Anliegen haben um Zuschüsse des Ortsrates bewerben können,meistens ging es um die Jugendarbeit, es wird auch immer ein Stichtag gesetzt. Nun wurden auf der Ortsratssitzung sämtliche Anträge abgelehnt weil niemand zum Putzen gekommen war, und das ist das gemeine wie ich finde.
Sparen sollte man nicht nur bei einigen sondern bei allen, wer viel bekommt viel, wer wenig bekommt wenig.
Außerdem lieber Herr Rittel ich selbst habe 45 Jahre ehrenamtlich gearbeitet, aber zum Politiker eigne ich mich nicht; denn ich kann schlecht lügen.
Aus der Perspektive der Vereinsmitglieder sagte ich schon, dass der Verein, selbst wenn er saugute Arbeit macht, immer selbst für Geld sorgen muss und sich auf solche unsicheren Einnahmequellen nie verlassen darf.
Aus der Sicht der Steuerzahler sage ich: Mit den Steuergeldern sollen Staat und Kommunen staatliche und kommunale Dinge finanzieren. Und die Vereine sollen mit ihren eigenen Mitteln ihre Dinge finanzieren. Ob Verein X nun gute Arbeit leistet, darf da keine Rolle spielen.
Man muss berücksichtigen, dass Vereine Privatsache sind und kann eben nicht voraussetzen, dass jeder Steuerzahler jeden Verein toll findet.
Deshalb gibt es ja Mitgliedschaft, Spenden und viele andere Möglichkeiten für Vereine, sich das Geld von denen abzuholen, die überzeugt sind oder wurden, dass der Verein in ihrem Sinne gute Arbeit macht.
Ich stimme Andreas ausdrücklich zu, obwohl wir sonst nicht immer die gleiche Meinung haben.
Leider haben sie, Herr Schiefer, die Sache mit dem Sparen immer noch nicht verstanden. Ich weiß allerdings auch nicht, wie ich es ihnen erklären soll. Vielleicht so: Wenn das Konto im Minus steht, dann gibt die Bank keinen Kredit mehr. Egal ob ich jemand Anderem Geld versprochen habe oder nicht. Ende der Fahnenstange - pleite nennt man das. Und die Kommunen sind pleite. So ist das nun einmal. Das finde ich gut, dass endlich mal Schluss mit lustig ist. Das Geld anderer Leute auszugeben ist eine leichte Sache, das kann jeder.
> "Wenn das Konto im Minus steht, dann gibt die Bank keinen Kredit mehr. Egal ob ich jemand Anderem Geld versprochen habe oder nicht. Ende der Fahnenstange - pleite nennt man das. Und die Kommunen sind pleite. So ist das nun einmal"
*schmunzel*
> "Das finde ich gut, dass endlich mal Schluss mit lustig ist"
Wenn es mal so wäre. Manches, was der Bund z.B. den Kommunen aufzwingt bzw. einbrockt (z.B. Krippen, etc.), läuft ja, wenn ich nicht irre, sogar weiter wenn die Kommune sowas wie einen "Nothaushalt" mit "Sperren" aufgedrückt bekommt.
Durch diese Verpflichtungen kommen wohl angeblich inzwischen mehr Kommunen ins Schleudern als durch eigene Verschwendung - denn da kann man nicht den Sparstift ansetzen (ausser über den Bund).
Ja, das ist richtig so. Die Sache ist natürlich schwierig, das kann man mit 1-2 Sätzen hier nicht darstellen.
Das führt hier auch viel zu weit, es ging mir nur einmal darum, dass man das Geld nur einmal ausgeben kann. Dann kommen wir vom hundertste ins tausendste und das nur weil ein Ortsrat ein paar hundert Euro nicht heraus rückt.
Ich wollte ja nur ergänzen, dass selbst dann, wenn der Ort pleite ist, leider(!) immer noch nicht Schluss mit lustig ( = nicht vorhandenes Geld ausgeben) sein muss...
Ja Andreas, ich habe verstanden. Völlig klar.
Hier in diesem Fall ist natürlich die Enttäuschung groß, ob es die "Richtigen" trifft ist immer schwer zu sagen.
War eine nette Diskussion!
> "ob es die "Richtigen" trifft ist immer schwer zu sagen"
Vom "Treffen" kann man ja eh nur reden, wenn jemand einen Nachteil erleiden musste oder geschädigt wurde oder bestraft wurde o.ä.
Auf den Wegfall von Geschenken, auf die man eh kein Recht hat, trifft sowas ja nicht zu ;)





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