Wanderfahrt des TSV Rethen in die Rhön
Die Wettervorhersage war excellent. Das war für unsere Fahrt absolut nicht vorhersehbar, denn die Wanderfahrt musste ja bereits Monate vorher gebucht werden!
Am Montag 9. Mai 2011 um 8 Uhr war Abfahrt an der Sporthalle des TSV neben dem Rethener Bahnhof. Die Sonne schien aus allen Knopflöchern.
30 TSV-Wanderer hatten gemeinsame Wandertouren in der Bayrischen Rhön (Unterfranken) beschlossen, und nun holte uns das Hotel in Reith in der Rhön mit einem eigenen modernen 40-Sitzer Omnibus ab - alles im Preis inclusive.
Nach angenehmer Busfahrt mit Pausen waren wir zur Mittagessenszeit am Ziel. Nach kurzer Stärkung und einer "Stillen Stunde" ging es auch schon auf zur ersten Tour. Sie führte durch ein kleines Wäldchen und ein zweites mit recht steilem sandigem Gelände querwaldein auf ein idyllisches Flüsschen zu, die Thulba, die in die Fränkische Saale mündet.
An der Thulba entlang ging es zu einer Mühle, deren Wasserrad sich heute nur noch zur Stromgewinnung dreht. Danach ging es durch zart hügelige Wiesen, Felder und Flur zurück zum Ausgangspunkt.
Mit dieser Einführung soll dem Leser ein wenig sie Stimmung vermittelt werden, die uns an diesem wie den weiteren Tagen bei immer neuen Erlebnissen begleitete.
Am Donnerstag hatten wir Gelegenheit, uns Bad Kissingen anzuschauen, das nur 12 Minuten Autofahrt vom Hotel entfernt lag. Wir erhielten eine Führung durch den Regentenbau, die angrenzenden Gebäudeteile, sowie den Kurpark und die Wandelhalle samt angrenzender Quellen und Trinkhallen.
Bad Kissingen begeht in diesem Jahr die Hundertjahrfeier der Erbauung des Regentenbaus mit seinen prächtigen stilvollen Arkaden. Alles - aussen wie innen - sah wie gerade neu erbaut aus. So herausgeputzt waren die Prachtbauten.
Bad Kissingen war ein supertolles Erlebnis für sich, die Führung war sehr aufschlussreich und hervorragend dargebracht.
Natürlich wurde auch hier die Gegend mit Wanderungen erkundet, so die etwas entfernt vom Zentrum gelegene Saline und der Ludwigsturm auf dem 382 Meter hohen Staffelberg.
Unsere Wanderfreundin Hannelore haben die Tage so begeistert, dass sie ein Gedicht über die Erlebnisse verfasst hat. Natürlich waren alle anderen genauso begeistert von unserem Unternehmen, aber nicht jeder kann so gut reimen!
2011 - Reith: Ein Gedicht!
Vier Tage waren wir in Reith
es war eine schöne Zeit.
Der Himmel war blau alle Tage
die Stimmung war toll, keine Frage.
Das Becken nach Kneipp war frisch,
beim Storchgang machen die Füße zisch.
Die Wehen von Flocke erlebten wir hautnah,
am Schluss waren neun Hundekinder da.
Wer die Mainschleife nicht gesehen
kann nicht ruhig schlafen gehen.
Aussicht vom Turm, die Gläser voll,
man kann nur sagen, es ging uns toll.
Trauben von 2010 waren zum Glück schon vergoren,
2011 sind die Triebe erfroren.
Wir haben Wolfahrts Wein mitgenommen,
mal seh'n, was die Gäste nächstes Jahr bekommen.
18 Kilometer mit dem Auto sind schön,
aber lang, muss man sie in der Sonne gehn.
Doch kommt die Einkehr mit Rippchen und Scholle
freut man sich wie Bolle.
Und gibt es Wasserski am See
tun die Blasen nicht mehr weh.
Kissingen ist ein schönes Bad
da steigen viele Leute ab.
Der Regentenbau ist schön
ganz viel gab es da zu sehn.
Von Laden zu Laden galt es zu laufen,
Essen, Trinken, Schuhe kaufen.
Die Wirtschaft wurde von uns gestützt
wir fühlten uns nicht ausgenützt.
Bärlauchbrand ist eine Erfahrung
wer's nicht probiert, hat keine Ahnung.
Frankenwein leuchtet gelb im Glas
Bier ist prima, kalt und nass.
Es war einfach nur schön wie in allen Jahren
wenn wir Wanderer auf Tour fahren.
Autorin: Hannelore Flebbe





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