Spaziergänge in der Leineaue: Wo ein dänischer Seeheld starb

Erinnert an den Duelltod eines dänischen Seehelden: Tordenskiold-Denkmal in Gleidingen.

Laatzen: Gleidingen | Das Naherholungsgebiet Südliche Leineaue erstreckt sich von der Haustür in Döhren oder Wülfel bis hin zum Schulenburger Berg mit dem Schloss Marienburg als krönenden Abschluss. Die Leinemasch bietet sich dabei nicht nur als eine wunderschöne Landschaft für Ausflüge ins Grüne an; sie steckt auch voller Geschichte. In den vergangenen 20 Jahren habe ich in loser Folge interessante historische Details und Ausflugsziele im MASCHSEEBOTEN – das ist eine Stadtteil-Zeitung in Döhren und Wülfel - vorgestellt. Die Hefte mit den einzelnen „Spaziergängen in die Leineaue“ sind längst vergriffen. Daher sollen nach und nach die einzelnen Beiträge nun bei myheimat einen weiteren Leserkreis bekannt gemacht werden. Und vielleicht findet sich ja ein Verleger, der die gesammelten Geschichten in einer Broschüre oder einen Büchlein veröffentlicht.

Heute: Das Tordenskiold-Denkmal

Der heutige Spaziergang in die Leineaue führt hinaus nach Gleidingen, einem Ortsteil der Stadt Laatzen. Hier, bequem mit der Straßenbahnlinie 1 zu erreichen, steht am Rande des Leinetales ein dicker Findling. Es ist der Tordenskioldstein, der an einen dänischen Seekriegshelden erinnert. Besagter Held starb an diesem Ort vor 273 Jahren.

Tordenskiold heißt zu deutsch "Donnerschild". Der dänische König gab diesen Namen seinen knapp 26jährigen Untertanen Peter Jansen Wessel, als er den jungen Mann in den Adelsstand erhob. Wessel, 1690 geboren, hatte sich durch soldatische Leistungen den Ruhm eines Seekriegshelden erworben. Doch nicht auf hoher See, sondern in der Leineaue hauchte der Kriegsheld sein Leben aus. Gerade 30 Jahre alt war er geworden.

Peter Wessel alias Tordenskiold weilte gerade am hannoverschen Hof. Hier geriet er sich mit dem Oberst Stael von Holstein wegen eines Kartenspiels in die Haare. Rasch forderten sich die beiden Streithähne zum Duell heraus, in der Leineaue beim Dorf Gleidingen sollte der Händel geklärt werden. Gleidingen gehörte damals noch zum Fürstbistum Hildesheim. Anders als in den Calenberger Landen war hier das Duell noch erlaubt. Doch Tordenskiold wurde in einer Falle gelockt und überlebte die Auseinandersetzung nicht.

In Dänemark ist Tordenskiold unvergessen. So entwickelte sich der Denkstein in der Leineaue zu einem beliebten Reiseziel unserer nördlichen Nachbarn.

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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Magazin Laatzen | Erschienen am 17.03.2011
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uwe Zeidler aus Bad Kösen am 03.03.2011 um 20:06 Uhr  
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