Schüler der Erich Kästner Oberschule geben sowjetischen Kriegsgefangenen ihre Namen zurück

Im Rahmen der Projekttage, die die Erich Kästner Oberschule vom 5. bis zum 7. März 2014 veranstaltet, beschäftigt sich die Klasse 9R3 mit dem Projekt "Wir schreiben eure Namen".
Hierbei setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Geschichte des Konzentrationslagers Bergen-Belsen in der Heide auseinander und fertigen mit selbst hergestellten Holzformen Tonziegel an, welche mit Namen sowie mit Geburts- und Sterbedaten sowjetischer Kriegsgefangener versehen werden.
Diese Ziegel werden schließlich von den Schülerinnen und Schülern selbst auf dem Kriegsgefangenenfriedhof Hörsten bei Bergen-Belsen in dafür vorgesehene Metallschienen eingesetzt. Hörsten ist Ruhestätte für etwa 20 000 sowjetische Kriegsgefangene.
Mit den Ziegeln sollen diesen Menschen ihre Namen "zurückgegeben" werden, da keine Grabsteine oder ähnliches dort an die einzelnen Männer erinnert.
So können Angehörige, die auch heute noch zahlreich nach Hörsten kommen, ihres verstorbenen Familienmitglieds gedenken.
Die Schülerinnen und Schüler erleben das Unterrichtsfach Geschichte auf diese Weise nicht abstrakt, sondern können sich "handfest" und somit prägender mit dem düstersten Abschnitt der deutschen Geschichte auseinandersetzen.
Am 7. März findet in der Erich Kästner Oberschule ein Tag der offenen Tür statt. Ab 15 Uhr können sich Interessierte unter anderem über das hier geschilderte Projekt informieren.
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