Märchenhafte Tage in Namibia - Laatzener erkunden das frühere Süd-West-Afrika

Vor der Düne "Big Mama"
 
Auf dem Weg auf die Düne
Auf Einladung des Chr. Seniorenbundes Immanuel Laatzen waren im März und April zwei Reisegruppen mit 49 Teilnehmern in Namibia unterwegs. Die Reise unter Leitung von Werner Läwen wurde vom Namibia-Haus Laatzen organisiert. Zunächst ging es mit einem Bus über Windhoek in das Wüstengebiet Sossusvlei. Die Lodge lag direkt am Eingang eines Naturparks mit den größten Dünen der Welt. Eine davon, „Big Mama“, wurde von der Gruppe erklommen. Manche Teilnehmer wagten es sogar, barfuß den Steilhang hinabzurutschen. Am frühen Morgen bot sich ein fantastisches Farbenspiel der roten Dünen mit Licht und Schatten.
Die Fahrt ging weiter quer durch die Wüste fast ohne Vegetation ins erfrischend kühle Swakopmund an der Küste des Atlantiks. Dieser Ferienort hat den Charme einer deutschen Kleinstadt mit vielen Bauten aus der Kolonialzeit, deutschen Inschriften und Cafés. „Man spricht deutsch“. Bei einem Ausflug mit einem Katamaran konnten die Reiseteilnehmer Delphine, Pelikane und Robben beobachten. Die Gruppe staunte aber auch über die zahlreichen Schiffe im und vor dem Hafen von Walvis Bay. Am Abend folgte ein unvergessliches afrikanisches Konzert in einer Oase im Landesinnern.
Auf der Weiterfahrt besuchte die Gruppe bis zu 6.000 Jahre alte Felsgravuren sowie Millionen Jahre alte versteinerte Bäume und ließ sich von Hereros in die Geheimnisse ihrer Sprache mit Klicklauten einführen.
Höhepunkt der Reise war der zweitägige Besuch der Etoshapfanne mit ihren Elefanten, Giraffen, Löwen, Antilopen, Zebras und wunderschönen bunten Vögeln. Einige Antilopen grasten sogar auf einer Wiese innerhalb der Lodge.
In Windhoek folgte ein Besuch der deutschen Christusgemeinde. In der Konrad-Adenauer-Stiftung gab es Gespräche mit dem früheren niedersächsischen Kultusminister Dr. Bernd Althusmann. Anschließend wurde die Gruppe in einem Kindergarten und einer Behinderteneinrichtung im Elendsviertel der Stadt freundlich empfangen. Es war ergreifend zu sehen, wie eine schwer kranke und doch fröhliche Frau 12 Schwerbehinderten ein zu Hause gewährt. Nur dank Unterstützung durch die Kirche können diese sonst so oft ausgestoßenen Menschen würdig leben, viele aber bleiben vor der Tür. Die Teilnehmer beschlossen, für dieses Projekt eine Patenschaft zu übernehmen.
Auch der Besuch eines Kindergartens rührte viele zu Tränen. 76 Kinder, darunter 22 Aidswaisen, werden von einer charismatischen Frau und ihren Helferinnen fast ohne Geld in winzigen Räumen tagsüber betreut. Die Waisen schlafen dort auf dem Boden. In zwei Räumen wird sogar vorschulische Erziehung geboten. Die Kinder machten trotz ihrer verzweifelten Lage einen fröhlichen Eindruck und begrüßten die Gäste mit einem Fußballspiel. Die zweite Reisegruppe beschloss, auch hier eine Patenschaft zu übernehmen. Bei einer Fahrt durch Blech- und Zelthütten am Rande der Stadt ohne Strom und Wasser lernten die Reiseteilnehmer das andere Afrika kennen.
Den tröstlichen Abschluss bildete der Besuch einer 75 Quadratkilometer großen deutschen Farm auf 1.600 Meter Höhe mit Rinderzucht. Hier finden Weiße und Schwarze ihr Auskommen und leben harmonisch zusammen.
Werner Läwen wird die Öffentlichkeit mit einem Reisebericht über diese Fahrt informieren.

Werner Läwen
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