Laatzener Senioren besuchen Museum und Park Kalkriese

Laatzener Senioren hoch über der Weser an der Porta Westfalica, weitere Fotos unter http://www.csbil.de/fotoalbum-kalkriese.html

Erst seit 1989 gilt Kalkriese am Wiehengebirge als der wahrscheinlichste Ort für die Varusschlacht im Herbst des Jahres 9 n. Chr., in der die Cherusker unter ihrem Anführer Arminius die Legionen des römischen Statthalters Publius Quintilius Varus vernichtend geschlagen haben.

Auf Einladung des Christlichen Seniorenbundes Immanuel Laatzen reisten 32 geschichtsbewusste Senioren aus Laatzen nach Bramsche-Kalkriese, um sich im neu erbauten Museum Kalkriese über die zahlreichen Funde der letzten 20 Jahre sowie den genaueren Verlauf dieser für das römische Weltreich so schmählichen Niederlage zu informieren.
Über Arminius sind nur sehr wenige biografische Details bis zur Varusschlacht bekannt. Soviel steht fest, er kam aus einer der führenden Familien seines Stammes. Ebenso wie sein Bruder Flavus diente Arminius als Führer germanischer Verbände längere Zeit im römischen Heer und wurde so mit dem römischen Militärwesen vertraut. Aufgrund seines römischen Bürgerrechtes und seines Ritterranges hielt er sich häufig im Lager des Varus auf und nahm dabei an dessen Tafel teil, um das Vertrauen des Statthalters zu gewinnen.
Schließlich gelang es ihm, die 17., 18. und 19. Legion sowie sechs Infanterieeinheiten und drei Reiterverbände auf dem Weg zu den von den Germanen gemeldeten Aufständen in einen gefährlichen Hinterhalt zu locken. In einer Senke zwischen Moor und bewaldeten Hügeln mussten die römischen Legionen ihre als unbesiegbar geltende Schlachtordnung aufgeben und wurden aus dem Hinterhalt innerhalb von drei Tagen aufgerieben. Varus nahm sich daraufhin das Leben. Als Kaiser Augustus von der Niederlage in Germanien erfuhr, soll er gerufen haben: „Quintilius Varus, gib die Legionen zurück!“

Die Laatzener wurden in zwei Gruppen durch das Museum geführt. Besonders beeindruckt waren sie von der Maske eines römischen Offiziers, die als Schutz im Kampf eingesetzt wurde sowie von einer Knochengrube, in der römische Soldaten fünf Jahre nach der Schlacht ihre gefallenen Kameraden in großer Eile beigesetzt haben.
An Hand eines Modells mit 3.000 Kugeln wird im Museum der Verlauf der Schlacht nachvollzogen, bei der nur wenige hundert römische Krieger dem Inferno entkamen. Als Ergebnis dieser Niederlage wurde Germanien vom römischen Imperium niemals vollständig unterworfen.

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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Leine-Nachrichten | Erschienen am 30.09.2011
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