Die Augen nicht verschließen - Druckfrisch: Unser Buch "Schreiben gegen das Vergessen"
Ein ganzes Schuljahr ist verstrichen – und mit ihm geht auch die Zeit unseres Projektes „Schreiben gegen das Vergessen“ zu Ende. Es war eine zweifellos aufregende Zeit! Selten haben wir in so kurzer Zeit so viel erlebt und so viel gelernt. Die Wochenend-Workshops und Ausflüge werden uns lange in Erinnerung bleiben: Die Gedenkstätten und Museen in Berlin, die Mahn- und Gedenkstätte Ahlem, die Stolpersteine in Gleidingen und jüdische Einrichtungen Hannover. Was wir alles gesehen und erfahren haben, war einzigartig!
Dennoch wird uns nichts so deutlich in Erinnerung bleiben wie die Gespräche mit den Zeitzeugen Salomon Finkelstein und Henry Korman, mit denen uns mittlerweile wahre Freundschaft verbindet. Wir konnten Inspiration aus ihren Geschichten und Erfahrungen schöpfen und vor allem haben sie uns Mut gemacht – Mut, unseren eigenen Weg zu gehen und niemals aufzugeben.
Aus diesem Kontext heraus entstanden viele unserer Gedichte und Geschichten, die ebenso Mut machen können und die eine zeitlose Botschaft in sich tragen: Über die Beschäftigung mit dem Vergangenen die Gegenwart und die Zukunft mitzugestalten. Zivilcourage, Aufmerksamkeit, die Fähigkeit mit anderen mitzufühlen; wir alle haben eine Menge aus diesem Projekt mitnehmen können.
Und nun halten wir unser eigenes Buch in den Händen! Eine Sammlung unserer Eindrücke und Erfahrungen, unserer Gedichte und Geschichten, die wir während der Projektarbeit geschrieben haben und die uns sehr am Herzen liegen. Wir sind stolz auf unser Buch!
Auch unsere Projektleiterin Corinna Luedtke freut sich sehr über die Anthologie: „Es ist die erste Print-Ausgabe in meinen kleinen Motu One-Verlag.“ Für die Veröffentlichung war es Frau Luedtke wichtig, dass unsere Texte in einem richtigen Verlag erscheinen und auch im Buchhandel erhältlich sind.
So passt unser Buch denn auch gut in die Philosophie des Laatzener Verlages, für den es ebenso wichtig ist wie für uns, junge Literatur, die zum Nachdenken anregt, an die Leser zu bringen.
Zum Abschluss des Projekts kommt bei uns jedoch auch ein wenig Wehmut auf: Mit unseren Lesungen geht eine intensive Zeit zu Ende. Die gemeinsame Projektarbeit hat uns sensibilisiert, berührt und unsere Sinne geschärft. Diese Zeit wird uns immer in Erinnerung bleiben.
Und wir haben unser Ziel erreicht: Wir wollten schreiben, damit nicht vergessen wird.


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