Aus der Geschichte lernen, Laatzens prominentester Geschichtsstudent spricht vor Senioren

75 Seniorinnen und Senioren kamen auf Einladung des Christlichen Seniorenbundes Immanuel Laatzen in den Versammlungsraum "Wiese zwei" in Alt-Laatzen, um einen Vortrag von Jürgen Gansäuer mitzuerleben. Der frühere Landtagspräsident arbeitet mittlerweile an seiner Abschlussarbeit zur Magisterprüfung im Fach Geschichte an der Universität Göttingen. Mit seinem Vortrag zog er ein erstes Fazit seiner Studien. So ermunterte er die Zuhörer, historische Ereignisse aus der Sichtweise der verschiedenen Beteiligten zu betrachten. Die Entstehung der Oder-Neiße-Grenze zum Beispiel werde von Polen völlig anders gesehen als von deutscher Seite. Beide Sichtweisen hätten ihre Berechtigung. Das zu begreifen sei ein Beitrag zur Versöhnung.
Vor allem ermunterte Gansäuer seine Zuhörer, sich den beschämenden Abschnitten der jüngsten deutschen Geschichte zu stellen, darüber aber die hohen kulturellen Beiträge der Deutschen in Musik, Philosophie, Theologie und Technik nicht zu vergessen. Nur mit Verantwortung und Selbstbewusstsein zugleich sei die Zukunft zu gewinnen. Der Beitrag der deutschen Politik nach dem Kriege zur Versöhnung mit allen Nachbarn und zur europäischen Einigung gebe Hoffnung für eine friedliche Zukunft in Europa. "So schlecht kann die Politik nicht gewesen sein, dass wir heute wohlhabender sind als jemals zuvor in der deutschen Geschichte und unsere Ehre zurückgewonnen haben", so Gansäuer.
Mit dem erst jüngst neu erschienenen Band über die Geschichte des Rittergutes "Haus Rethmar", dem einzigen Rittergut im Gebiet des "Großen Freien", einem im 12. Jahrhundert entstandenen und bis 1730 eigenständigen Siedlungsraum im Städtedreieck von Hannover, Hildesheim und Peine, bedankte sich Vorstandsmitglied Werner Läwen für den eindrucksvollen historischen Vortrag.

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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Leine-Nachrichten | Erschienen am 15.03.2011
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