Adventskonzert in Gleidinger St. Gertruden-Kirche

 

- Ausklang des Orpheus-Jubiläums -


Zum Ausklang des Jubiläums hatte der Gleidinger Männerchor Orpheus am Sonnabend vor dem 3. Advent zum nunmehr schon traditionellen Konzert in die St. Gertrudenkirche eingeladen. Frei nach dem Motto "rechtzeitiges Erscheinen sichert gute Plätze", kamen die ersten der rund 200 Besucherinnen und Besucher schon eine Stunde vorher. Pünktlich um 17.30 Uhr marschierten die festlich gekleideten Sänger in die Kirche ein und nahmen Aufstellung. Der Vorsitzende Heinz-Georg Kotmann konnte als Ehrengäste Bürgermeister Thomas Prinz und Wilhelm Subke mit Gattin vom Niedersächsischen Chorverband und den Hausherrn Pastor Dr. Niclas Förster begrüßen. Er gab noch einen kurzen Rückblick auf das Jubiläumsjahr, in dem sich die Sänger in vielen Veranstaltungen präsentiert hatten. Klaus Hentschel übernahm die weitere Moderation und stellte die einzelnen Gesangstücke sehr informativ vor.
Mit Klavierbegleitung durch Chorleiterin Nicoleta Ion-Constantinescue erklang das erste Lied "Hoch tut euch auf". Bei "Markt und Straßen steh'n verlassen", nach einem Text von Joseph von Eichendorff, und den weiteren Gesangstücken erfüllten die vollen Männerstimmen die Kirche. Nach dem vierten Stück gönnten sich die Sänger eine kleine Verschnaufpause.
So manchen Lacher erntete Günter Bolten mit seiner ungewöhnlichen Weihnachtsgeschichte. Dabei ging es darum, dass ein rüstiger handwerklich begabter Rentner im Weihnachtsmannkostüm am Heiligabend in die Häuser gut situierter Bewohner einbrach und sich an den dort aufgebauten Weihnachtsgeschenken vergriff. Das Besondere aber war, dass er einen Teil der erbeuteten Geschenke in einem der nächsten Häuser wieder unter den Baum legte und so manche Überraschung auslöste. Zu seinem Unglück war im letzten Haus ein kleines aufgewecktes Mädchen anwesend, das ihn gewitzt dazu brachte, alle vorher gestohlenen Geschenke wieder auszupacken und ihm zum Schluss auch noch seine teure Armbanduhr abnahm. Mit der Aussicht, danach unerkannt zu entkommen, ließ er das mit sich geschehen. Die so reich beschenkte Familie war sehr erstaunt und der Opa freute sich besonders über die Uhr, die er sich schon immer gewünscht hatte.
Mit den Liedern "Der Heiland ist geboren" und "Jubilate" ging es weiter. Bei "Weihnachtsglocken" hörte man im Chorgesang förmlich die Weihnachtsglocken läuten. Mit der "Frohen Botschaft" erzählte der Chor stimmungsvoll und einfühlsam die Weihnachtsgeschichte.
Danach war dann die zweite Geschichte dran. Sie handelte von einem türkischen Familienvater, der seinen Kindern versprochen hatte, das Weihnachtsfest nach deutscher Art mit einem Tannenbaum zu feiern. Im Wechsel von Vorfreude und Gewissensbissen hatte er einen intensiven Traum in dem ihm Jesus mit dem Kreuz auf dem Rücken erschien. Schweißgebadet wurde er daraus von seiner Frau erlöst, die ihn weckte. In dieser Geschichte wurde auf lustige Weise demonstriert, welche Probleme die Integration in einen fremden Kulturkreis machen kann.
Bei dem Lied "Es ist ein Ros' entsprungen" konnten die Besucher schon leise mitsingen. Und als nach "Stille Nacht, heilige Nacht" das Lied "Oh du Fröhliche" vom Chor angestimmt wurde, stimmten alle Gäste mit ein. Natürlich war der Chor immer wieder mit rauschendem Beifall für seine gekonnt vorgetragenen Stücke belohnt worden.
Kotmann bedankte sich am Schluss bei den Mitwirkenden und Gästen. Chorleiterin Ion-Constantinescu, die die Sänger wieder hervorragend vorbereitet hatte und Günter Bolten erhielten ein kleines Präsent.
Am Montag nach dem 3. Advent löste der Chor ein Versprechen ein und trat mit dem gleichen Programm in der Kirche St. Oliver in Laatzen-Mitte auf. Leider hatten hier nur etwa 70 Besucher den Weg in die große Kirche gefunden. Aber auch sie bekamen das volle Programm einschließlich von zwei Weihnachtsgeschichten präsentiert. Es bleibt zu hoffen, dass sich herumspricht, wie schön und stimmungsvoll ein solchen Konzert ist. Vielleicht wird die Kirche dann im nächsten Jahr richtig voll. Der Chor hätte es verdient.

Günter Bolten
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