Advent mit dem Männerchor „Orpheus“

  Das traditionelle Adventskonzert in der Gleidinger St. Gertrudenkirche findet immer am Sonnabend vor dem 3. Advent statt. Die fast Zweihundert Besucher konnten es kaum erwarten, dass der Gleidinger Männerchor Orpheus mit seinem Adventssingen begann. Schon vor 17.00 Uhr war die Kirche fast gefüllt und als die Sänger um 17.30 Uhr eintraten, spendete das Publikum einen warmen Begrüßungsapplaus. Hausherr Pastor Dr. Niclas Förster begrüßte die Gäste in seiner Kirche und der Vorsitzende Heinz-Georg Kotmann konnte auch den Laatzener Bürgermeister Jürgen Köhne mit seiner Gattin herzlich willkommen heißen.
Die Dirigentin Nicoleta Ion hatte mit dem Chor wieder intensiv gearbeitet und die zahlreichen Übungsstunden zeigten den Erfolg. Mit seinem vollen Stimmvolumen ist dieser Männerchor immer eine Bereicherung für Darbietungen in der Gleidinger Kirche. Klaus Hentschel führte durch das Programm, das gleich mit „Freu dich du Welt“ und den Weihnachtsglocken begann. Leandra Constantinescu, Nicoletas Tochter, zeigte dann, was sie im vergangenen Jahr auf der Geige schon gelernt hatte. Locker und mit etwas Lampenfieber spielte sie ihr klassisches Stück gekonnt herunter. Die Zuhörer waren begeistert.
Mit dem von Joseph Eichendorff verfassten Lied „Markt und Straßen steh’n verlassen“ leitete der Chor auf das Lied „Hell strahlt eine Stern“ über, dass seinen Ursprung in Ghana hat.
Günter Bolten erntete mit seiner Geschichte von einem liebevollen Ehemann, der mit seinem Weihnachtsgeschenk, das sich als angebliche Fälschung herausstellte und für ihn mit einer enttäuschenden Erfahrung endete, viel Gelächter. Die zweite Kurzgeschichte über die Art, wie Muslime in Deutschland Weihnachten feiern, zeigte vor aktuellem Hintergrund, wie sich Integration auch beschreiben lässt.
Die folgenden stimmig vorgetragenen Lieder endeten vor der nächsten kleinen Pause mit dem allseits bekannten „Es ist ein Ros‘ entsprungen“. Danach hatte Leandra ihren zweiten Auftritt, den sie auch mit Bravour meisterte.
Mit „African Noel“ hielt die afrikanische Musik Einzug in die Gleidinger Kirche, bevor mit „Stille Nacht, heilige Nacht“ das in vielen Sprachen meist gesungene Weihnachtslied der Welt erklang.
Heinz-Georg Kotmann bedankte sich bei den Aktiven für ihre Beiträge und alle sangen „Oh du fröhliche“ .Nach einem gemeinsam von Pastor Förster und Heinz-Georg Kotmann gesprochenen Segen, gingen die Zuschauer mit dem Gefühl nach Hause, dass man auf dieses Konzert nicht verzichten möchte.
Mit einem Shuttle-Service ging es für die Sänger und Förderer mit ihren Partnerinnen und Freunden ins Gleidinger Schützenhaus. Hier wartete wieder ein leckeres Essen auf die Gäste. Friedel Rehmert hatte es sich nehmen lassen, die Jubiläumsfahrt und die Feierlichkeiten zum 150jährigen Jubiläum des Chores in einem Video zusammenzufassen. Die Zuschauer waren begeistert von diesem gekonnten Zusammenschnitt der Ereignisse. Carsten Senk, Heinz-Georg Kotmann, Peter Dohne, Dieter Möbius und Michael Berger hatten einige textlich humorvoll veränderte Schlager eingeübt, die sie zur Freude des Publikums vortrugen. Inge Fritsche und Magdalene Hentschel übertrafen sich als Waschfrauen mit ihren verdrehten Kenntnissen von der Bedeutung von Fachbegriffen. Karl-Heinz Küster beschrieb sehr genau, wie sich Weihnachten aus der Sicht eines Hundes darstellt, der gar nicht begreifen kann, dass die Nikolausschuhe nicht Beißknochen sind und der Tannenbaum sich nicht als „Gassibaum“ eignet.
Insgesamt war es wieder ein vergnüglicher Abend, der unbedingt wiederholt werden muss.
Günter Bolten
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