7R1 der Erich Kästner RS besucht Jugendfilmtage: Das Jahr der ersten Küsse
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und in den Klassen wird gebüffelt für die letzten Arbeiten dieses Jahres. Weihnachten und Neujahr mit langersehnten Ferien kommen bald, das tröstet. Doch trösten können auch Highlights, die schon vergangen sind, aber deren Wirkung nicht so schnell verblasst.
Ein solches Highlight hatte die Klasse 7R1. Sie besuchte mit ihrer Biologielehrerin Heidrun Kaluzza die Jugendfilmtage. Lehrreich sollte der Vormittag im CinemaXX sein, er sollte aufklären über die schädlichen Folgen von Alkohol und Zigaretten. Das versprach für manchen nichts Gutes, aber zur Überraschung aller wurde es ein kurzweiliger Vormittag.
Mit einer Alkoholbrille auf der Nase schwankten so einige aus der Klasse durch die Gegend und konnten nur auf allen Vieren ihr Ziel erreichen. Die Riesenzigarette mit den Schadstoffen war giftgefüllter als erahnt und eklig war anzusehen, welch schwarze schwabbelige Masse, jetzt gebannt in ein durchsichtiges Einmachglas, bei einem Raucher oder einer Raucherin nach einem Jahr in die Lungen gelangt. Viele Spiele mit Fragen zum Thema Alkohol und Zigaretten überraschten durch die Antworten: Kann ich zu jeder Zeit mit dem Rauchen aufhören, wenn ich nur will? Nein! Sind Mädchen tatsächlich schneller betrunken als Jungen? Ja! ...
Nach den Mitmachaktionen eroberten sich die Schüler und Schülerinnen der 7R1 nach und nach eine gemütliche Ecke mit künstlicher Palme, lachten, redeten und ließen sich fotografieren: zu zweit, zu dritt, getrennt oder sich in den Armen liegend und warteten auf das nächste, das kommen sollte: Ein Film oder doch der so attraktive Junge aus der anderen Schule?
Der Film kam auf jeden Fall. „Das Jahr der ersten Küsse“: Tristan erinnert sich nach dem Tod seiner Frau an die Zeit in den 80ern zurück. Mit 15 verliebt er sich in Kerstin. Tristan kämpft nicht nur mit seiner Schüchternheit. Seine Eltern lassen sich scheiden, der Umzug steht bevor, in der Schule geht alles daneben. Auf einer Party trinkt er sich paffend Mut an und endet sich übergebend in den Armen von Kerstin.
Die Wirkung des Alkohols hat sein Ziel, Kerstin für sich zu gewinnen, gänzlich vernichtet. Doch es soll anders kommen. Und für die Jungen kommt es auch anders als erwartet. Sie müssen erkennen, dass Flaschendrehen mit Ausziehen im wahrsten Sinne des Wortes eine Schnapsidee ist, denn zum Schluss sitzen nicht die Mädchen, sondern die Jungen nackend im Kreis.



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