Raus aus dem Rotstiftmilieu – Jetzt müssen wir nur noch erwachsen werden
Mit einer ansehnlichen Durchschnittsnote von 2,6 hat der viel thematisierte Doppeljahrgang die Albert-Einstein-Schule in Laatzen verlassen. 18,3 war das Durchschnittsalter der Absolventen und Absolventinnen, die nun erstmals nach zwölf Jahren ihr Abitur erhalten haben. 19,6 hingegen waren die Abiturienten und Abiturientinnen die als letztes 13 Jahre bewältigen mussten. So oder so haben die 161 ehemaligen Schüler und Schülerinnen es nun geschafft: Am 23.06. hieß es endgültig „Auf Wiedersehen Schule! Hallo Leben!“ Bleibt nur noch die Frage, was als nächstes folgt.
Am Dienstag, den 21.06., hieß es alle noch einmal wieder sehen zum Abschiedsgrillen und gemeinsamen Zelten auf dem Schulsportplatz vorm großen Abistreich einen Tag später, am 22.06. Früh morgens begannen die Vorbereitungen für einen gelungenen Tag verrückter, chaotischer Feierfreude. Zusammen mit der ganzen Schule und unter dem Motto „die Schule gibt den Löffel ab“ hat der Abiturjahrgang 2011 die Zeit genutzt, auch hier noch einmal auf Wiedersehen zu sagen und sich über das bestandene Abitur zu freuen.
Ernst wurde es dann am 23.06. im Wienecke in Hannover: Abientlassung und Abiball ließen die Absolventen die schönsten Kleider und Anzüge hervorkramen zu einem letzten Abend des Zusammenseins. Mit stolzgeschwellter Brust war es vollbracht und ein Schlussstrich war gezogen. Die ganz großen Zukunftspläne gibt es aber noch nicht bei allen: „Wir wollen jetzt erstmal erwachsen werden! Etwas von der Welt sehen! Ich möchte sagen können, dass ich auf jedem Kontinent schon einmal war“, sagt Rebecca Grüner – und ist damit nicht allein. Die Welt sehen, Erfahrungen sammeln und selbstbestimmt etwas Eigenes anfangen steht ganz oben auf der Abiturienten-Wunschliste. Verdient haben sie es sich jedenfalls, denn auch wenn Frau Kohl und Frau Kruse sich in ihren Abschlussreden einig waren, der Doppeljahrgang war gar nicht allzu schlimm, empfinden die Schüler selbst es doch als nötig jetzt erstmal etwas runter zu fahren und durchzuatmen. Die Zeit des puren Stresses muss verdaut werden und so stürzen sich nicht alle gleich in ein anschließendes Studium oder eine Ausbildung. Auch das wiederum ist verdient.
Sicher ist nur eins: Es ist nichts sicher! Die Wege werden weit auseinander führen und jeder für sich hat nun die Chance erhalten, sich selbst zu verwirklichen. Ob es ins Ausland geht, wie beispielsweise für Marina Uelsmann nach Malaysia, oder direkt ins Studium, wie für Eric Rittmüller in Leipzig mit Ziel Primatenforscher – alles Gute und viel Glück!


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