Thomas Prinz beinhart wie ’n Rocker
Laatzen: Rathaus Laatzen | Die Laatzener sind unglaublich stolz auf das Hobby ihres Bürgermeister Thomas Prinz: Er ist ein beinharter Macho-Rocker, obwohl man ihm diese Rolle wegen seiner zurückhaltenden Art und seiner ausgeprägten Bescheidenheit kaum zutrauen mag. Und mit welch unglaublichem Elan er die Untertanen an seinem Hobby teilhaben lassen will, ging aus der Homepage der Stadt Laatzen hervor, die durch Kommunalabgaben finanziert wird und die wochenlang für eine Motorradtour des Bürgermeisters am 29./30. August 2009 geworben hat. Einbezogen in die Organisation der Tour war auch das Büro des Bürgermeisters, das mit seiner Manpower ebenfalls durch die Kommunalabgaben der Bürger finanziert wird. Wegen des zu erwartenden Massenansturms prinzenbegeisterter Rocker musste die Teilnehmerzahl allerdings auf 30 limitiert werden. Auch die Leine-Nachrichten, wegen ihrer außerordentlich kritischen Distanz zum Laatzener Machtzentrum bekannt, appellierten dann nochmals am 15. August 2009 an die Bevölkerung, an dem staatstragenden Rockerausflug teilzunehmen. Und am 31. August 2009 berichteten sie dann schier Unerhörtes: 7 Rocker fanden sich zu der denkwürdigen Motorradtour mit Thomas Prinz ein, wenn man einmal von Nr. 8, der Frau Bürgermeisterin, absieht. Damit wurde nicht nur die unbegreifliche Beliebtheit unseres Bürgermeisters deutlich sondern damit war auch bewiesen, dass die durch Kommunalabgaben mitfinanzierten Kosten dieser Biker-Tour wohlüberlegte Investitionen in die Zukunft unserer Stadt waren, die dem Wohl aller Laatzener Bürger dienen. Widerlegt sind damit die Stimmen, die in der Biker-Tour einen PR-Gag vermutet haben, mit dem Herr Prinz seine Defizite in Bezug auf Eitelkeit und Selbstwertgefühl kompensieren wollte. Andere Stimmen möchten in der Motorrad-Tour gar den Beginn eines Personenkultes erkannt haben, der über Kurz oder Lang zur Enthüllung des ersten Prinz-Denkmals führen könnte. Völlig daneben ist auch die Kritik von Bündnis 90/Die Grünen, dass die vielen tausend Motorradkilometer, die von allen Beteiligten zurückgelegt wurden, zum Abschmelzen der Polkappen beigetragen haben. Und weitere bösartige Stimmen meinten sogar, die verbrauchten Gelder einschließlich des „einfachen Caterings während der Hin- und Rücktour“ wären bei der Laatzener Tafel besser aufgehoben gewesen. Noch abwegiger ist wohl die Meinung einiger weniger verwirrter Bürger, die Kommunal-Abgabenlast hätte nicht erhöht werden müssen, wenn so unsinnige Ausgaben wie die für die Rocker-Tour gar nicht erst getätigt worden wären. Dass die sowieso nicht ernst zu nehmenden Rethener der Meinung waren, ihr lächerliches Hallenbad hätte weiter betrieben werden können, wenn sparsamer gewirtschaftet worden wäre, ist geradezu absurd. Alles Quatsch und Unsinn, nichts als Unsinn!
Wie aus stets gut unterrichteten Kreisen im Rathaus verlautet, führt die Prinz-Tour 2010 direkt ins Kanzleramt nach Berlin. Der zukünftige Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, hat Herrn Thomas Prinz mit Rocker-Gemahlin und seinen treuesten 7 Hardcore-Rockern zum steuerfinanzierten Abendessen geladen. Wir Laatzener sind unendlich stolz auf unseren beinharten und abgabenfinanzierten Rocker-Prinzen!



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