Kirschblüte in Witzenhausen

Wanderer des TSV unter Kirschbäumen am Kirschblütenweg
 
Blumenwiese am Wegesrand

Ende April ist die Wanderabteilung des TSV Rethen mit den Autos zur Kirschblütenwanderung in das zweitgrößte Kirschenanbaugebiet in Deutschland
im schönen Werratal bei Witzenhausen in Nordhessen gestartet.
Hier wurden sie von den Wanderfreunden, Doris und Werner, empfangen und mit Köstlichkeiten aus der Kirsche sowie einem Imbiss begrüßt, bevor der Startschuss zu den zwei Wanderungen erfolgte. Zwei Wanderungen durch die blühenden Kirschplantagen und Streuobstwiesen mit unterschiedlichen Streckenprofilen von 9 und 15 km waren zu meistern. Zuerst folgte aber eine kurze Einweisung der 14 Wanderer über den Kirschenanbau in Witzenhausen.
Der Anbau von Kirschen in der Umgebung von Witzenhausen wurde erstmals im Jahr 1573 in den Annalen erwähnt. Seitdem ist er ständig ausgeweitet und
hatte seinen Höhepunkt im 19. Jahrhundert ereicht, er war sogar einer der wichtigsten Erwerbszweige der Stadt. Heute bewirtschaften noch ca. 30 Nebenerwerbskirschenanbauer 150.000 Kirschbäume. Mitte Juni im Jahr beginnt die Ernte der köstlichen Früchte. Im Juli findet in Witzenhausen eine Kesperkirmes mit der Wahl einer Kirschkönigin und der Deutschen Meisterschaft im Kirschkernweitspucken statt. Das Wort Kesper bedeutet übersetzt in das Hochdeutsche „Kirsche“. Die Wanderstrecken führten die Wanderer/-innen auf dem Kirschblütenweg von Witzenhausen über die Kluse, dem Sulzberg, der Blumenblütenwiese der Familie Eisfeld nach Wendershausen mit Einkehr im Gasthaus „Zur Krone“ der Familie Apel. Hier war auch der Treffpunkt zum gemeinsamen Mittagessen mit den Wanderern, der längeren Strecke von 15 km. Diese ermöglichte allen Teilnehmern noch wunderbare Aussichten zum Gut Rückerode, der Burg Ludwigsstein in Hessen und der Burg Hanstein in Thüringen mit einem Zweiburgenblick. Den Heimweg traten dann am Nachmittag wieder alle durch die Wenderhäuser Aue nach Witzenhausen zum Ausgangspunkt an. Mit Kaffee und Kuchen schloss sich der Kreis wieder, bei Doris und Werner. Hier hieß es Abschied nehmen, von einer schönen Wanderung, wohin das Auge reichte wurde es angezogen von der weißen, rosa schimmernden Blütenpracht der Kirschbäume im Werratal in Witzenhausen. Nebenbei wurde mehr als deutlich, dass Wandern den Wanderer verwandelt. Mir ist auch noch niemand begegnet, der nach einer Wanderung von sich behauptete er Spüre keinen Unterschied. Nein, wandern verwandelt den Wanderer/-in tatsächlich, das macht sich schon in den kurzen Gesprächen bei der Wanderung bemerkbar, unterwegs werden wir zu anderen Menschen. Wer geht merkt oft selber, dass er gelassener wird. Man lässt Bedenken und Sorgen auf dem Weg zurück. Wer sich aufmacht zur Wanderung ins Freie, wird dann auch die positiven Eindrücke der Landschaft empfinden. Gehen heißt aber auch Zeit zu haben, für persönliche Gespräche, den in die Weite gerichteten Blick, die Sinne auf die schönen Täler, der Flüsse und Hügel, der Wälder und Wiesen zu lenken. Fazit: Im Leben funktioniert vieles besser, wenn man wandert. In diesem Sinne viel Spaß beim Wandern wünscht der Autor Werner Bathge
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