Christlicher Seniorenbund besichtigt Lehr- und Forschungsgut der Tierärztlichen Hochschule

Auf Einladung der Abteilung Wandern und Landpartien im Christlichen Seniorenbund Immanuel Laatzen hat eine Gruppe Senioren das Lehr- und Forschungsgut Ruthe der TiHo Hannover besucht. In einer zweistündigen Besichtigung machten sich die Senioren mit der moderner Massentierhaltung und den Forschungsarbeiten des Gutes, bei denen es vor allem um die Gesundheit der Tiere in Abhängigkeit von Haltung, Fütterung oder Hygienemaßnahmen geht, vertraut.
Besonders beeindruckt war die Gruppe von dem nach modernsten Richtlinien ausgestatteten Kuhstall. Die Hochleistungskühe geben bis zu 15.000 Liter Milch im Jahr. Das ist jedoch nur bei Stallhaltung und entsprechendem Kraftfutter möglich. Die Kühe werden vollautomatisch gemolken. Dazu werden sie mit Lockfutter in eine Melkkoje geholt. Jede Kuh hat einen Code, der es den Automaten ermöglicht, ohne menschliches Zutun das Euter zu waschen und zu melken. Offensichtlich gefiel es den Kühen, sie standen vor dem Automaten Schlange.
Im Schweinestall wurden zahlreiche Sauen gehalten, die gerade Ferkel geworfen hatten.
Wirkliche Massentierhaltung wird für 5.000 Legehennen und 30.000 Enten, Gänse und Puten betrieben. In riesigen Ställen werden die Tiere vollautomatisch mit Wasser und Futter versorgt. In einem Stall wird erforscht, wie verhindert werden kann, dass Enten aus Südamerika, deren Krallen nicht kupiert wurden, sich dennoch nicht verletzen. Für Hühner werden Legebatterien erprobt, die mit Freilaufflächen verbunden sind.
Die Masse der Hennen und des Mastgeflügels wirkten auf die Senioren erschreckend. Es stellt sich die Frage, welchen Preis die Tiere für das Bestreben der Verbraucher nach billigen Lebensmitteln zahlen.

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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Leine-Nachrichten | Erschienen am 28.10.2011
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