Angeblich bringen sich drei Jugendliche pro Tag in Deutschland um.
Manchmal wird sogar ein Amoklauf daraus.
Aber nicht, weil zufällig eine Waffe oder eine Schachtel Schlaftabletten herumliegen, sondern weil es schon vorher jahrelange Entwicklungen gab.
Gibt es Anzeichen in Laatzen? Bedingungen und Situationen, die sowas fördern können oder erahnen lassen? Sind die Laatzener sensibel genug?
Was sagen die Laatzener? Eltern? Schüler und Jugendliche? Sind die Zustände in manchen Schulen so schlimm, dass sie Ursache sein können?
Was ist mit Mobbing (Jugendliche untereinander aber auch Jugendliche gegen Lehrer oder umgekehrt)?
Demütigung?
Ausgrenzen?
Leistungsdruck?
Gibt es Viertel oder Blöcke, die solch Schlimmes fördern könnten? Was sagen Mieter? Anwohner? Vermieter?
Wie gut ist die Jugendarbeit? Was machen die Kirchen? Was tun die Vereine?
Was kann man tun? Was kann jeder tun?
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Caroline, natürlich soll niemand seine intimen Sachen hier unter Angabe seiner Personalien ausbreiten. Aber ob es z.B. bekannt ist, dass es an Schule X schon Mobbingfälle gegeben hat oder ob Verein Y irgendwelche Ideen hat, für die er HIlfe braucht o.ä. kann hier doch jeder am Thema interessierte Mitbürger mitteilen.
Wenn du in einem kleinen Dorf wohnst, wo eh alle Bürger in den zwei vorhandenen Vereinen sind oder sich spätestens tiefreligiös gegenseitig beobachten, dann weißt du natürlich alles was man nur wissen kann.
Aber, seufz, nicht jeder ist mit der kleinen, heilen Welt gesegnet, sondern wohnt städtisch bis großstädtisch - und da ist die Realität eine ganz andere.
Wissen durch eigene Kinder - da weißt du auch nur, was grad aktuell ist. So kennst du schnell die KiGa-Situation nicht mehr, wenn die Kids zur Schule gehen - oder du glaubst während der GS-Zeit noch an das Gute, während es in den weiterführenden Schulen schon um Drogen und Schlägereien gehen kann.
Und nicht jeder wohnt - mal freundlich-flappsig gesagt - im Busch, wo noch alle in der Kirche (oder gar in DER Kirche) sind und sich dort auch aktiv austoben, sondern urban mit unterschiedlichsten Religionen, Sekten, etc. einschl. der Atheisten u.ä., die oft die Mehrheit stellen.
"Leute, die nicht in diesem Bereich tätig sind und auch selbst keine Kinder haben, werden sich eher nicht damit auseinandersetzen."
Das ist so falsch wie anmaßend.
"Da kommen dann höchsten Aussagen wie "Man könnte..." und "Man sollte..." , aber unternehmen werden sie diesbezüglich rein gar nichts."
Das wäre immer noch praktiziertes Interesse und sicher besser als das sich vermehrende elterliche "Der Staat muss mir (noch mehr) Geld geben..." oder "Die Gesellschaft muss mir den Hintern hinterher tragen..." ;)
Ich kenne nur den 14jährigen von vor etwa 2o Jahren. Kann mich auch irren.
Caroline, die Situation bei uns sieht auf dem ersten Blick so aus wie vor 50 Jahren. Da standen wir mangels Freizeitheimen und zu teurer Sportvereine auch an den Staßenecken und auf Spielplätzen herum und wurden Halbstarke genannt.
Jetzt sind es überwiegend Migranten, die gern Wodga trinken und entsprechend entfesselt bis in die Nacht hinein Mitbürger ärgern usw.
Agressiv und vor allem abhängig von Drogen aller Art waren wir damals nicht.
Caroline, das klingt ja nun schon ganz anders. Also weißt und siehst du auch nicht alles, was im Argen liegt oder was schon getan wird. Und du willst ja sogar manches gar nicht (mehr) wissen, sondern verweist auf andere weiter (-> "wie es in den Kindergärten aussieht, liegt hinter mir, dafür sind die Erzieherinnen und Eltern der Kindergartenkinder zuständig").
Und wenn du städtisch wohnst, verstehe ich deine Einwände auch nicht so ganz. Hier (Laatzen - siehe Überschrift) gibt es ein Flickwerk aus zwei Dörfern, drei Ortsteilen, die mal Dorf waren, einem alten Stadtteil und einer "City", die eher eine Bausünde aus den 70ern darstellt mit Hochhäusern mit bis zu 19 Etagen und einem Stadtkern, der aus einem Einkaufszentrum besteht, welches abends zu einem toten Klotz mutiert.
Hier kennt nicht mehr jeder jeden - hier haben manche Hausnummern mehr Einwohner als manches Dorf - hier wurschteln selbst die Vereine eher allein vor sich hin und es ist eben nicht mehr so, dass es ein Netzwerk aus drei, vier Vereinen und einer Kirche gibt und man irgendwann schon alles erfährt.
Ich finde da meine Fragen schon berechtigt. Dass es da wenig Resonanz gibt, liegt eher daran, dass Laatzener im Internet eh schon immer zurückhaltend waren - was mich aber nicht abhält, sie trotzdem zu stellen ;)
Hartmut, wohl wahr. Allerdings gings nach dem Krieg bergauf - während heutigen Jugendlichen ja eingehämmert wird, dass sie zwar ihre Kindheit opfern sollen, um später gutbezahlte Rädchen zu werden, aber statistisch gesehen die Chancen dazu so gering sind, dass sie schon mal H4 beantragen sollten. Wen wunderts, wenn sich dann täglich welche umbringen?
"Macht meiner Meinung nach auch wenig Sinn, diese Fragen zu stellen, wenn man schon von vornehrein weiß, dass sich kaum jemand dazu äußern wird."
Finde ich nicht. Aber ich bin auch nicht auf Punktejagd oder will besonders viele Lobeskommentare für meine Beiträge bekommen.
Mich interessiert das Thema an sich, die Zustände vor Ort und die Ansichten von Mitbürgern in meiner Heimatstadt.
"Außerdem, wie schon gesagt, wenn meine Kinder in der Schule Probleme gehabt hätten bzw. hätten würde ich das Thema ganz bestimmt nicht hier bei myheimat breittreten."
Erstens geht es nicht um deine Kinder.
Und zweitens soll, wie schon gesagt, hier keiner seine intimen Details breittreten... ach, moment, das hatte ich ja schon mal am 17.03. geschrieben: "...natürlich soll niemand seine intimen Sachen hier unter Angabe seiner Personalien ausbreiten. Aber ob es z.B. bekannt ist, dass es an Schule X schon Mobbingfälle gegeben hat oder ob Verein Y irgendwelche Ideen hat, für die er HIlfe braucht o.ä. kann hier doch jeder am Thema interessierte Mitbürger mitteilen..."
Manchen interessieren eben solche Sachen in seiner Umgebung und Heimat - und manchen ist es schnurz, was um sie herum passiert.
*schulterzuck*
Es gibt Situationen in Laatzen, die sich sicherlich in anderen Orten wiederfinden. So z.B. am Wehrbusch, hier leben viele sog. Rußlanddeutsche. Ihre Freizeit verbringen sie in Gruppen an und auf zwei Bänken, die am Fußweg stehen. Der Papierkorb ist immer voll mit ihren Abfällen, das sind leere Flaschen ,Verpackungen und wieder leere Flaschen. Die älteren Menschen meiden diese Ecken oder gehen auf die anderen Straßenseite.
Ab dem Beginn der Dämmerung geht kein älterer Mensch mehr aus dem Haus, weil Blicke aus dem Fenster sehr oft bestätigen, daß man Angst haben muß.Da werden an der Haltestelle Fahrscheinautomaten kaputtgetreten oder so herumgelärmt, daß man an den Schubsereien oder Schlägereien erkennen kann, da wird man mit reingezogen.
Zeugen kenne ich.
Die Bank beim Friedhof war schon immer "Problemstelle".
Bei der Bank am Zebrastreifen wird schon mal ein schlechter Eindruck vermittelt (allein schon dadurch, dass man nicht versteht, was gesprochen wird ;)) - aber wenn man einfach vorbeigeht, gabs m.E. noch keine Probleme (zumindest nicht mit den erwachsenen Nutzern).
Automaten eintreten ist natürlich Pfui - aber man sollte das auch nicht mit jugendlichen Schubsereien vermischen.
Volle Papierkörbe deuten für mich übrigens auf eher gutes Benehmen hin ;)
Aber was haben randalierende Jugendliche (die toben sich ja sogar aus) oder Russlanddeutsche mit Suiziden zu tun?
Du hast Recht Andreas, ich bin abgerutscht. Ich dachte nur an die Situation von Jugendlichen um an den Ursprung heranzukommen. Die Ödnis der Freizeit auf der Straße, das Absacken in Alkohol und Randale.
Ich kann mich noch erinnern, bevor die Aufpasser im Leine waren, saßen Kinder im Alter von 12 Jahren mit in Tüten versteckten Alkoholikas am Brunnen und haben ihre Zukunft vorbereitet.
Naja, wie gesagt, wenn sie sich in Gruppen treffen und abhängen, haben sie wenigstens Sozialleben im Gegensatz zu den ruhigen Einzelgängern, die materiell überversorgt vor dem elektronischen Eltern- und Freundeersatz versauern.
Übrigens hatten die besagten LEZ-Jugendlichen damit auch einen Ort zum Treffen und "sozialleben". Nun ist das LEZ zwar klinisch rein - aber wo sind die Rausgeworfenen abgeblieben?
Die Rumhänger von Damals sind zum Teil als Intensivtäter beobachtet. Einer hat vor der "Albert" versucht mich zu verprügeln,weil ich ihn davon abhalten wollte, eine Jacke von einem zwei Jahre älteren zu klauen.
Wir müssen den Roland in dieses Thema holen.
Hartmut, ja die gibt es leider auch.
Ich hatte allerdings mehr die Verdrängungsstrategie im Hinterkopf. Inzwischen baut man ja irgendwo weit abseits irgendwelche Unterstände für Jugendliche, um sie aus der Stadt zu entfernen - ob das so sinnvoll ist?
"Ich wusste nicht, dass randalierende Jugendliche ihr Sozialleben fördern. Aber man lernt immer wieder dazu."
Nein, denn ich erwähnte nur, dass sie dann wenigstens ein Sozialleben haben, wenn sie sich mit anderen treffen - und dass sie sich wenigstens austoben, wenn sie randalieren.
"Soll allerdings auch ruhige "Einzelgänger" geben, die nur ein oder zwei Freunde haben, gerne nachmittags mal ein Buch lesen und für die Schule lernen um einen guten Abschluss zu bekommen und evtl. auch im Tennisverein sind. Ist das etwa ein typisches Anzeichen?! Könnte ja alles nur Tarnung sein."
Nein, keine Tarnung - nur wieder nicht gelesen, was man schreibt ;)
Denn ich habe stattdessen das hier geschrieben: "...wenn sie sich in Gruppen treffen und abhängen, haben sie wenigstens Sozialleben im Gegensatz zu den ruhigen Einzelgängern, die materiell überversorgt vor dem elektronischen Eltern- und Freundeersatz versauern..."
Naja, Verdrängungsstrategie nenne ich das nicht, wenn vor einem Jahr in Rethen der Jugendraum am Schwimmbad eröffnet wurde. Auch in Oesselse befindet sich der Jugendraum "Alte Penne" im Zentrum.
Ich meinte jetzt nicht die Jugendzentren o.ä., sondern diese überdachten Treffpunkte (mir fallen grad nicht die richtigen Bezeichnungen ein), wie z.B. am "Bolzplatz" am Stückenfeldteich.
Andreas, überlege mal wie das damals war. Wir wären froh gewesen nicht unter dem Vordach des Resi-Kino in Mittelfelde zu stehen, sondern hätten eine abseits liegende Stelle gern angenommen.Man will den Jugendlichen mit Absprache entgegenkommen. Sie wollen nicht gesehen werden, wenn sie unter sich sind. Das würde ich auch vorziehen. Tolle Stellen, wie das Wiesendachhaus, werden ihnen verboten. Und in billigen Kneipen den Ausbildungslohn versaufen bringt auch nichts.
Hartmut, natürlich verzieht man sich als Jugendlicher auch gern mal ins Abseits - und sicher gibt es auch welche, die diese Unterstände gern annehmen. Aber die Hintergedanken bei der Schaffung sind eben auch die Verdrängungsstrategie - egal, ob nun aus wirtschaftlichen Gründen oder politischen Gründen. Und das empfinde ich - obwohl mich manche Lärmbelästigung oder bedrohliche Szenerie auch nervt - als die falsche Richtung.
Jugendliche kommen nicht vom anderen Stern, sondern sind das, was wir auch mal waren ;)
Meine Güte, wenn es dich nicht interessiert, musst du ja auch nichts dazu sagen.
Und warum so eingeschnappt, nur weil man dich darauf hinweist, wenn du einem etwas unterstellst, was man so gar nicht geschrieben hat? Darf man dich nicht korrigieren? Bist du an sachlichen Diskussionen gar nicht interessiert? Na, dann... *winke* ;)
Ich denke mir das ein gefährderter Jugendlicher ja nicht mal auf eine Schusswaffe zurückgreifen muss. Vielleicht hängt ja auch im Keller eine Axt, oder er hat eine gute Baseballkeule im Kinderzimmer stehen, von Papi zum 13. Geburtstag bekommen.
Die Gefahr besteht ja wohl darin, das Eltern ihre Kinder ab einem bestimmten Alter in eine Freiheit entlassen, für die sie einfach noch nicht reif sind sie zu leben. Die Kids sind einfach überfordert mit dieser Selbstständigkeit, und suchen sich dann den Halt bei Freunden die ebenso "vereinsamt" sind.
Manchmal sind eben auch große Kinder noch ganz klein, und wollen lieber ein Gespräch mit den Eltern anstatt eine neue Playstation damit sie die Klappe halten.
Im Prinzip ist die bezahnte Liebe (schöne Darstellung ;)) die Grenzen, die sich Jugendliche oft laut wünschen und die die Eltern setzen sollen.
Dass Jugendliche - besonders in der Pubertät und besonders in der männlichen Halbstarkenphase - diese Grenzen überschreiten, selbst wenn die Eltern immer konsequent beim Setzen waren, ist nicht zu vermeiden. Blöd nur, wenn die Grenzverletzung keine spürbaren Folgen erzeugt.
"dann löschen Sie diesen Brief. Ansonsten überdenken Sie mal Ihren Beitrag"
Was willst du?
Was soll überdacht werden?
Warum soll man "Briefe" (was sollen "Briefe" sein?) löschen?
Weil du es willst? Oder gibt es noch einen sachlichen Grund?
"was eine bezah-n-te Liebe ist"
Das weiß ich nicht mehr, weil das eine Antwort auf einen Text eines Mitusers war, der verschwunden ist (wahrscheinlich dummerweise bei Accountabmeldung gelöscht).
Dadurch sehen manchmal Diskussionen etwas merkwürdig aus (i.A. versuche ich dem mit Zitieren zu begegnen, aber man denkt nicht immer daran).
Brennende Grasfläche in Rethen....
PRESSEINFO STADTFEUERWEHR LAATZEN 01.05.2012
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