Update zur Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg
Leider bestätigen sich immer mehr die schlimmen Nachrichten !
Momentan seien über 15 Menschen nicht mehr zu retten gewesen und über 80 Menschen schwer verletzt. Laut Einsatzleitung des Rettungsdienstes werden momentan noch um die 6 Menschen wiederbelebt ! Aber in anbetracht der Zeit gibt es wohl kaum noch Hoffnung.
Der Innenminister von Duisburg zeigt sich zur Stunde sehr besorgt und fassungslos.
Die Polizei wird nicht her der Lage weil das Aggresions Potential der Besucher langsam steigt. Ein Polizeisprecher : Die Menschen wissen nicht was passiert ist und sind zum Teil sehr stark angetrunken !
Die Parade geht momentan noch weiter um keine 2te noch größere Panik auszulösen.
Die Polizei hat für Angehörige eine Notfalltelefonnummer eingerichtet.
Weitere Informationen bei den verschiedenen Nachrichten Sendern !
Habe eben davon gehört. Bedauerlich.
Weiterzumachen, ist die beste Lösung. Allein schon, weil die Veranstaltung und die Besucher dafür ja nichts können.
" Allein schon, weil die Veranstaltung und die Besucher dafür ja nichts können. "
Klingt so, als dürfe man die feiernden Besucher nicht bestrafen, für etwas, was sie nicht zu verantworten haben. 18 Tote, 80 Verletzte, davon 40 schwer -
Also weiter freudentanzen.
Die waren alle auf der gleichen Veranstaltung aber räumlich doch weiter von einander entfernt.
"Rauchen" wird verboten, dieser "Schwachsinn" nicht!!!
> "Klingt so, als dürfe man die feiernden Besucher nicht bestrafen, für etwas, was sie nicht zu verantworten haben"
Das eh.
Andere Veranstaltungen werden ja auch nicht abgebrochen, wenn vor Ort oder auf dem Weg dorthin Unfälle passieren und Menschen zu Schaden kommen oder gar sterben.
> ""Rauchen" wird verboten, dieser "Schwachsinn" nicht!!!"
Sollen deshalb Konzerte verboten werden? Opernhäuser schließen? Musikshows ohne Publikum stattfinden?
"Andere Veranstaltungen werden ja auch nicht abgebrochen, wenn vor Ort oder auf dem Weg dorthin Unfälle passieren und Menschen zu Schaden kommen oder gar sterben."
Ja, das macht mir tatsächlich Mühe, darüber nachzudenken bzw. zu einem Ergebnis zu kommen. Beim Radfahren wurde kürzlich auch nicht abgebrochen. Beim Autofahren schon. Habe selbst mal miterlebt, wie bei einem Autorennen in Laatzen ein Wagen ausgebrochen und in die Zuschauermenge gerast ist. Ich stand 20 Meter entfernt. Das Rennen wurde abgebrochen. Meine Betroffenheit war riesig, habe mir den Unfallort aber nicht näher angesehen, sondern die Rennbahn schnellstens verlassen.
Reagiert man anders, wenn des Geschehene weiter weg, nicht sichtbar, nicht hörbar ist? Oder anders gefragt, ist die Ausprägung der Empfindsamkeit des Einzelnen ausschlaggebend?
> "Was soll dieser Vergleich?"
Was meinst du?
@Tine, da spielen sicher viele Faktoren mit rein. Wenn bei einem Dorfrummel ein Fahrgeschäft explodiert und von 100 Besuchern 50 tot sind, ist das Fest direkt betroffen. Wenn beim Hannover-Schützenfest ein Bus mit Schützenfesttouristen bei der Anfahrt verunglückt, hat das mit dem Fest wenig zu tun.
Ebenso bei dem Autorennen - wenn direkt beim Rennen was passiert, ist das was anderes als wenn ein paar Besucher von der Straßenbahn erfasst werden.
Btw, wo gab es denn in Laatzen ein Autorennen???
Das wollte ich auch gerade fragen ! Laatzen Autorennen ? Habe ich was verpasst ?
"Rauchen" wird verboten, dieser "Schwachsinn" nicht!!!
Das verstehe ich nicht ? Die Loveparade gibt es glaube ich seit den 90 ern und nie ist was derart schlimmes passiert ! Das Problem liegt meiner Meinung nach auch nicht an der Veranstaltung, sondern daran wie die Veranstaltung geplant und durchgeführt worden ist ! Man kann doch nicht über eine Millionen Menschen nur durch einen Tunnel leiten. Da ist doch klar das es zu sowas kommen muss. Bei der Pressekonferenz dann auch noch zu sagen es waren ja nur 105000 Menschen, da lache ich mich kaputt.
In ihrem Alter geht man vieleicht auf Schlager Veranstaltungen und nicht auf eine Techno Parade.
Sollten ihrer Meinung nach alle großen Veranstaltungen abgablasen werden ?
Weiter zu machen mit der Veranstaltung ist das richtigste und wichtigste gewesen ! Wäre die Musik auf einmal weg gewesen, dann hätte man denke ich so schlimm wie es klingt, ein noch viel größeres Problem gehabt und womöglich noch mehr Tote zu beklagen.
Im Grunde geht ja garnicht um diese Art von Veranstaltungen, sondern vielmehr bei Unglücken wie diesen um, die "Schuld-Hinschieberei" .
Jetzt sind wieder die kleinen Stadtbeamten, auch die "Großen" und die Oragnisatoren daran schuld.
Eines ist sicher, wer "Chaos" herbeiruft (1,5 Mil. Teilnehmer, der muß im schlimmsten Fall auch mit Chaos rechnen.
Leider ist das diesmal der Fall.
Ich frage mich nur, nachdem (ganz sicher) wieder einige Schuldige vor den Kadi müssen und bestraft werden, welche Kommune oder Organisationen zukünftig solche Ivents noch ausrichten werden.
Hier wurde ganz sicher in vielen Bereichen (leider) die "Schmerzgrenze erreicht.
Ich meine schon, große Veranstaltungen mit unkalkulierbaren Risiken sollten garnicht erst stattfinden. Auch der Gesundheit und der Unversehrtheit der "Mitmenschen" zu liebe und nicht nur der "Sehnsucht" nach Musik.
Sorry, ist eben meine Meinung.
> "Ich meine schon, große Veranstaltungen mit unkalkulierbaren Risiken sollten garnicht erst stattfinden. Auch der Gesundheit und der Unversehrtheit der "Mitmenschen" zu liebe und nicht nur der "Sehnsucht" nach Musik. Sorry, ist eben meine Meinung"
Du musst dich nicht für deine Meinung entschuldigen ;)
Dennoch bleibt meine Frage dazu: Sollen deshalb Konzerte verboten werden? Opernhäuser schließen? Musikshows ohne Publikum stattfinden?
Denn Veranstaltung ist Veranstaltung und bei jeder kann etwas schief gehen - und eine Panik kann immer ausbrechen - auch in kleinen Gruppen.
> "Eines ist sicher, wer "Chaos" herbeiruft (1,5 Mil. Teilnehmer, der muß im schlimmsten Fall auch mit Chaos rechnen."
Das sowieso. Und bisher waren die Opferzahlen bei der Loveparade ja auch im normalen Bereich.
@Andreas
Früher wurden vor dem Parkplatz des ehemaligen Autokinos am Messegelände immer diese Stock Car Rennen veranstaltet.
Ich war dort als ich klein war häufig gemeinsam mit meinem Vater.
Das ist aber schon bestimmt mehr als 20 Jahre her.
Ah... ich glaub, ich kann mich auch schwach erinnern... aber das ist ja nicht Laatzen ;)
Das alte ADAC-Gelände, wo auch Fahrsicherheitstraining abgehalten wurde. Es war ein NSU-Rennen.
@ Michael, "In ihrem Alter geht man vieleicht auf Schlager Veranstaltungen und nicht auf eine Techno Parade."
Sorry, aber das Alter entscheidend für die Vorliebe für bestimmte Musikrichtungen zu halten ist ein bisschen naiv.
Ich würde nie zu einer derartigen Großveranstaltung gehen. Ich war vor Jahren mal auf dem hannoverschen Weihnachtsmarkt, der so voll war, dass ich Angst hatte, erdrückt zu werden. Eine vergleichsweise kleine Massenveranstaltung.
Ich denke auch, dass jeder Einzelne die Verantwortung für sich selbst hat und sich über die Risiken klar sein sollte, die da in hohem Maße lauern.
In ihrem Alter geht man vieleicht auf Schlager Veranstaltungen und nicht auf eine Techno Parade.
Dies war mein Bezug auf Wilfrieds Äußerung !
... na ja, zu "alt" bin ich für gute Musik sicher noch nicht!
Ich setze auf "Zeit", vielleicht denkt der "Autor" des o.a. Kommentars dann auch anders. Ich glaubte ja vor 40 Jahren meinem Großvater auch nicht alles.
Wer Chaos, Radau und gefährliche Umtriebe will, kann sicher auch nach Hamburg gehen, dort brennen seit Monaten Autos, Geschäfte u.ä. - verursacht von "wenigen" Leuten.
Aber vielleicht bin ich wirklich zu alt dazu, um das zu verstehen!!!
Nix für ungut
herzliche Grüße
Willi
Wie ich schon andeutete: Die Musik hat damit nichts zu tun (die Leute waren ja noch nicht mal auf dem Gelände, sondern verstarben vorher). So ein Unfall könnte auch in einem Opernhaus passieren oder beim Volksmusikkonzert oder bei der Aufzeichnung einer Schlagerparade im TV.
@Andreas
Opernhaus, Volksmusik und Schlagerparade sind aber meistens ohne Beteiligung von größeren Mengen Alkohol und anderen härteren "Muntermachern".
Ein Faktor der nicht vernachlässigt werden sollte. Solche Sachen wie Speed, Kokain oder Exctasy sind auf solchen Veranstaltung gang und gebe. Diese Dinge verursachen häufig einen massiven Bewegungsdrang und zusätzlich einen riesigen Flüssigkeitsverlust, weiterhin können diese Stoffe allerdings auch Aggressionsverstärkend wirken und psychischen großen Stress hervorrufen!
In einer großen Menschenmenge die wohl denkbar schlechtesten Eigenschaften dieser Substanzen.
Also muss man sich natürlich auch Fragen, ob die Besucher vielleicht auch etwas überreagiert haben und durch einige wenige total verballerte die Situation so ausartete.
"In ihrem Alter geht man vieleicht auf Schlager Veranstaltungen und nicht auf eine Techno Parade.
Dies war mein Bezug auf Wilfrieds Äußerung ! "
Das weiß ich.
> "Opernhaus, Volksmusik und Schlagerparade sind aber meistens ohne Beteiligung von größeren Mengen Alkohol und anderen härteren "Muntermachern"."
Auch da wird getrunken.
Aber es ging auch eher darum, dass die Musik nichts damit zu tun hat, sondern auch in einem Opernhaus Panik ausbrechen kann (und ein wenig Rauch plus "Feuer"-Rufe und Gekreische reicht da ggf. schon aus).
Derzeit sieht es aber eh danach aus, dass es wohl daran lag, dass man noch Leute in den Tunnel ließ, obwohl der Veranstalter den Zugang schloss, weil das Gelände grad voll war. Dadurch schoben die Nachrückenden immer mehr auf die Gestauten.
Es wurde wohl auch eher totgedrückt als totgetrampelt.



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