Übung der Ortsfeuerwehr Laatzen - Kellerbrand in Alt Laatzen

Das Feuer wird im Keller von Rene Hahn entzündet, die Übung beginnt....
  PRESSEINFO STADTFEUERWEHR LAATZEN 12.02.2015

Übung der Ortsfeuerwehr Laatzen - Feuer im Keller eines Mehrfamilienhauses

Starker Rauch quoll am gestrigen Mittwochabend gegen 19 Uhr aus zwei Häusern in der Gartenstraße in Alt Laatzen. In der linken Haushälfte waberte der Qualm aus dem Keller und auf der rechten Seite aus dem Dach und den Fenstern im Obergeschoss des Mehrfamilienhauses. Was von außen sehr gespenstisch aussah, entpuppte sich als Übung der Ortsfeuerwehr Laatzen. In den zum Abbruch vorgesehenen Häusern der Wohnungsbaugenossenschaft Laatzen -WBG- hatte Gruppenführer Christian Becker zusammen mit fünf weiteren Helfern seit 16 Uhr am Nachmittag die Übung vorbereitet. Ein Raum im Keller wurde gesäubert und Paletten zum Verbrennen aufgeschichtet, "Wir wollen nur Holz bei der Übung verbrennen und nicht Müll im Feuer entsorgen". Im rechten Teil des Hauses sorgte eine Nebelmaschine für eine Sichtweite "gleich Null", außerdem hatte die Übungsleitung hier Türen abgeschlossen und Fenster zum Öffnen "auf Kipp" gestellt. Insgesamt sechs Puppen/Dummys wurden in den Häusern versteckt, eine sogar mit einem warmen Gelkissen, damit "die Person" mit der Wärmebildkamera aufgespürt werden konnte.

Kurz nach 19 Uhr bog der erste Einsatzwagen der Ortsfeuerwehr Laatzen in die Gartenstraße ein, es folgten weitere Löschfahrzeuge, ein Mannschaftstransportwagen und natürlich die große Drehleiter. Insgesamt waren 35 Helfer mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. Unter Atemschutz stürmten mehrere Trupps in die Häuser und suchten nach den fünf Vermissten, die 6. Person retteten Kollegen parallel über eine tragbare Leiter vom Balkon. Im Keller war es nun über 800 Grad heiß, die Retter kamen bei der Brandbekämpfung daher ganz schön ins Schwitzen. Immer wieder gingen Trupps unter Atemschutz in die total verrauchten Kellerräume vor. Sechs Trupps zu je zwei Feuerwehrleuten waren so mit den Lösch- und Rettungsarbeiten beschäftigt. Über die Drehleiter kontrollierten weitere Einheiten das Dach und sorgten "von oben" für Sicherheit. Zur Wasserversorgung wurde eine B-Leitung zu einem nahen Hydranten in der Parkstraße verlegt.
Von außen kühlten Helfer die Wände, damit die aus dem Keller schlagenden Flammen die verputzte und gedämmte Fassade nicht in Brand setzten.

Die Anwohner hatte die Feuerwehr schon vorher durch Aushänge informiert, dass es zu Behinderungen durch die vielen Einsatzfahrzeuge sowie Rauchentwicklungen kommen kann.

Ein besonderer Dank gilt der WBG für die beiden Übungsobjekte. "Solche Szenarien und noch dazu mit einem echten Feuer können wir leider nicht sehr oft durchführen", bedankte sich Christian Becker von der Laatzener Ortsfeuerwehr bei Markus Lampe, dessen Agentur Leinebrandung im Auftrag der WBG vor Ort war und einen großen Bericht für die Kundenzeitschrift der WBG demnächst verfasst. Die Mitarbeiter der Agentur wie auch ein Redakteur der Leine-Nachrichten zeigten sich erstaunt über die Schnelligkeit der Ausbreitung des Brandes und die hohen Temperaturen im Keller.
In dem durch eine Rauchmaschine vernebelten Haus konnten sich die Mitabeiter auch ein Bild von einer Sichtweite "gleich Null" machen.

Anschließend fand im Laatzener Feuerwehrhaus eine Besprechung statt, dabei lobte Becker die eingesetzten Kräfte. Kleine Mängel gab es zwar beim Transport der "Verletzten", aber Dummys behandelt man nun einmal anders als Brandopfer. Auch von den Gruppenführern gab es nur positive Rückmeldungen.
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