Gemeinsamer Jahresrückblick der Jugendfeuerwehren Gleidingen und Rethen/Leine

Die Jugendlichen und ihr Betreuerteam
 
Die Wimpel der beiden Jugendfeuerwehren Rethen/Leine und Gleidingen
 
Rethens Jugendfeuerwehrwart Stefan Hampel begrüßt die Gäste
Laatzen: Rethen |

„Volles Haus“ bei der Jugendfeuerwehr: Erstmals gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Gleidingen fand im bis auf den letzten Platz gefüllten Unterrichtsraum des Rethener Feuerwehrhauses die Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr Rethen/Leine statt.


Vor zahlreichen Gästen, allen voran Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne, Stadtbrandmeister Hartmut Hoffmann, Stadtjugendfeuerwehrwart Bernd Uhlenwinkel, Gleidingens stellvertretender Ortsbrandmeister André Oestreich und Rethens Ortsbrandmeister Denis Schröder, blickte Stefan Hampel, Jugendfeuerwehrwart der Ortsfeuerwehr Rethen/Leine, auf das Jahr 2014 zurück. Das stand ganz im Zeichen des Neuanfangs: Nicht nur das Betreuerteam der Rethener Jugendfeuerwehr wurde neu aufgestellt, mit Madeleine Matthaei und Carsten Rotter stehen Stefan Hampel nun auch eine Stellvertreterin und ein Stellvertreter zur Seite.
Die Zusammenarbeit im Team gelang vom Start weg reibungslos, so dass die vielfältigen Aufgaben hervorragend bewältigt werden konnten. So wurden 2014 elf Kinder neu in die Jugendfeuerwehr aufgenommen, davon allein acht von der Kinderfeuerwehr, den "Rethener Feuerwehrstrolchen“.
Den nunmehr 19 Mitgliedern – 14 Mädchen und 5 Jungen – wurde wieder ein tolles und abwechslungsreiches Programm geboten. Gleich zu Beginn des Außendienstes im Frühling wurde die Wettkampfgruppe gebildet, welche sich neben dem regulären Dienst intensiv auf den Stadtpokalwettbewerb im Sommer vorbereitete. Bei der Maifeier am 1. Mai präsentierte man sich mit einem von Hartmut Lange zur Verfügung gestellten Feuerlöschtrainer auf dem Rethener Marktplatz, so dass die begeisterten Kinder mit Unterstützung durch erfahrene Rethener Feuerwehrleute einmal selbst ein „echtes Feuer“ löschen konnten, auch wenn das Wetter zu wünschen übrig ließ.
Dafür wurden die Jugendlichen beim Zeltlager in Mardorf am Steinhuder Meer entschädigt, welches bei herrlichem Sommerwetter stattfand. Eine ganz neue Erfahrung machten die Jugendlichen und ihre Betreuer hier im Kletterpark: In luftiger Höhe wurden – natürlich gut gesichert – alle Hindernisse überwunden, was nur mit gegenseitiger Unterstützung gelingen konnte. Viel Spaß machte auch das Baden im Steinhuder Meer. So schmeckte das Grillfleisch auf dem Zeltplatz besonders gut.
Im Juni fand auf dem Rethener Schützenplatz gemeinsam mit der Schützengesellschaft Rethen das große Fest zum 112jährigen Bestehen der Ortsfeuerwehr Rethen/Leine statt – hier beteiligten sich die Jugendlichen am Kommers, am Schießen und am Festausmarsch.
Einen Monat später konnte dann die Wettkampfgruppe ihr Können unter Beweis stellen: In Ingeln-Oesselse gelang beim Stadtpokalwettbewerb ein hervorragender zweiter Platz, und das mit nur einem einzigen Punkt Rückstand auf den Sieger – eine Leistung, die natürlich am Abend bei Bratwurst und alkoholfreien Getränken gebührend gefeiert wurde.
Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme am gemeinsamen Stadtzeltlager mit allen Jugendfeuerwehren der Stadt Laatzen in Clausthal-Zellerfeld (Harz). Auch hier konnten die Jugendlichen neben einer Schnitzeljagd und einer Nachtwanderung sogar noch baden gehen – es herrschte herrliches Spätsommerwetter!
Eine Fahrradtour, viele interessante Dienste mit der Feuerwehrtechnik und der Erwerb der Leistungsspange durch die älteren Jugendlichen rundeten ein wieder einmal spannendes Jahr der Rethener Jugendfeuerwehr ab.
An den Diensten in Rethen nehmen seit dem 12.11.2014 auch die sieben Mitglieder der Jugendfeuerwehr Gleidingen (3 Mädchen und 4 Jungen) teil. Dort hatten sich nach dem Rücktritt des Jugendwarts und seines Betreuerteams keine Nachfolger gefunden. Gleidingens Ortsbrandmeister Thorsten Weinrich war deshalb mit einer entsprechenden Anfrage an die Rethener herangetreten. Diese willigten sofort ein, und so findet seither der Dienst der beiden Jugendfeuerwehren gemeinsam statt. Die Jugendlichen verstehen sich von Beginn an gut, Berührungsängste gab es zu keiner Zeit, wie auch Kevin Schwarze von der Jugendfeuerwehr Gleidingen bekräftigt. Er verstärkt nun auch das Betreuerteam und ließ das vergangene Jahr der Gleidinger Jugendfeuerwehr ebenfalls kurz Revue passieren.
Dem Jahresrückblick folgten die Neuwahlen zum Jugendrat der Rethener Jugendfeuerwehr. Die Jugendlichen wählten jeweils einstimmig Tim Jungk zum neuen Gruppenführer, Jaqueline Demirel zu seiner Stellvertreterin und Ben Jungk zum Kassen- und Schriftwart.
Der bisherige Gruppenführer Marcel Auge sowie Markus Marsall und Marcel Uhlenwinkel wurden in die Einsatzabteilung der aktiven Wehr verabschiedet. Sie absolvieren in Kürze die Truppmann-1-Ausbildung in Laatzen.
Für die beste Dienstbeteiligung mit 91 % wurde Tim Jungk mit einer von Erhard Duske gestifteten Medaille geehrt, zusätzlich darf er den von Gerd Nolte gestifteten Wanderpreis ein Jahr lang behalten. Auch Martina Lorke erhielt für ihre 89 % eine von Erhard Duske gestiftete Medaille.
Es schlossen sich die Grußworte der Gäste an, die Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne eröffnete. Er zeigte sich vor allem von der einstimmigen Wahl der Funktionsträger beeindruckt: „Das ist Demokratie auf hohem Niveau“, so Köhne, der die Führung, das Betreuerteam und nicht zuletzt die Jugendlichen selbst für ihr gemeinsames Engagement zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Laatzen lobte und Stefan Hampel als Spende für die Jugendfeuerwehr einen Scheck überreichte.
Dem Lob schlossen sich Laatzens Stadtbrandmeister Hartmut Hoffmann, Stadtjugendfeuerwehrwart Bernd Uhlenwinkel und Rethens Ortsbrandmeister Denis Schröder an – letzterer wandte sich mit einem Augenzwinkern an den neu gewählten Gruppenführer der Rethener Jugendfeuerwehr, Tim Jungk: „So habe ich auch einmal angefangen!“
Gleidingens stellvertretender Ortsbrandmeister, André Oestreich, würdigte das Engagement der Mitglieder beider Jugendfeuerwehren als Garant für die Einsatzabteilungen. Auch er bedankte sich bei den Rethenern für die gemeinsamen Dienste, gab dabei aber seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich auch in Gleidingen wieder ein neuer Jugendfeuerwehrwart finden möge.
Große Freude herrschte in den Reihen der Jugendlichen, als Stefan Hampel aus den Händen von Hartmut Lange und Alfred Bockhorst vom Förderverein der Ortsfeuerwehr Rethen/Leine neue Dienstjacken mit der Rückenaufschrift „Jugendfeuerwehr“ erhielt. Dank der großzügigen Spende sehen die Jugendlichen jetzt bei ihren Diensten nicht nur „schicker aus“, sondern sind auch besser gegen die Unbilden des Wetters geschützt. Hartmut Lange ließ es sich nicht nehmen, zu den Jacken vom Förderverein noch einen Scheck seiner Firma Lange Brandschutz & Zeichenservice zu übergeben.
Mit einem gemeinsamen Imbiss der jungen Leute und ihren Gästen klang der Nachmittag dann aus.
Text/Bilder: Thorsten Niedrig
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