Vom Westen kam nichts gutes............

Ach was war es doch für ein himmelblauer Tag....
 
Die Sonne schien, grad so wie man es mag....

Die Meteorologen hatten es heute früh schon angekündigt, die heiße Warmwetter – Phase ginge mit starken Gewittern über ganz Deutschland mit diesem Tag zu Ende. Dabei fing er noch mit heißem und schwülen Wetter an. Dunkle Wolken im Verlauf des Tages entpuppten sich als leere Drohungen, denn bis zum Abend hin wollte uns Petrus noch verschonen. Danach ging es allerdings Blitzartig, im wahrsten Sinne des Wortes, so richtig los.

Nach dem dann mehrere Male für kurze Zeit der Strom ausfiel, dachte ich zurück an die Zeit als ich Kind noch war. Vor allem wenn Abends oder gar des Nachts starke Gewitter im Anzug waren, wenn nach schweren Blitzen ein laut erschütternder Donner grollte, dann war ein Zusammenzucken nicht mehr zu verhindern. Angst machte sich breit und schon beim ersten Anzeichen standen überall Kerzen auf dem Tisch.

Wetterkerzen nannte man sie, waren geweiht worden und sollten schweren Schaden durch Unwetter verhindern. Doch der Glaube war nicht ganz so stark wie die Gewissheit das ja nichts irgendwo angesteckt sein könnte wo der Blitz einschlagen hätte können. Und so ging man durch das ganze Haus, jeder Stecker wurde aus der Dose gezogen, das Antennenkabel des Fernsehers inbegriffen. Man wollte ganz sicher gehen dem Gewitter mit seinen Blitzen nicht zum Opfer fallen zu müssen.

Und in der Regel ging es auch ganz gut ab. Zumindest dort wo ich die letzten 51 Jahre wohnte passierte so gut wie nichts. Vielleicht mal eine Überspannung, dadurch ein defektes Telefon der Neuzeit, das am Stromnetz angeschlossen war. Man machte sich nicht mehr die Mühe durchs Haus zu gehen und nach eingesteckten Stromsteckern zu sehen, oder wer steckt noch das Kabel am Fernseher oder der Stereoanlage aus. Der Blitzableiter wird schon alles Regeln.

Schlimm war es damals auf den Dörfern, wenn das Gewitter gerade zur „Stallzeit“ herein brach uns die Melkmaschienen laufen sollten. Da musste oftmals, wegen fehlendem Stroms, manche Kuh mit der Hand wieder gemolken werden. Von Melk – und Kühlanlagen wie heute hatte man nicht mal geträumt, denn die Milch kam gefiltert in die Kannen und von da aus in die dörfliche Molkerei. Also war es bei einem Stromausfall durch Gewitter nicht ganz so schlimm.

Mehr Angst ging umher das der Blitz in einen Stadel einschlagen könnte, und dies geschah nicht selten. So gingen mancher Orts ganze Höfe schnell in Flammen auf, wobei auch die meisten Bauern damals auf – anstatt abbrannten. Somit hat die heutige Technik mit ihrem fast Rundumschutz schon enorme Fortschritte gemacht, auch bei der Kameraden der Feuerwehr, die mit starkem Gerät heute sehr schnell anrücken können.

Vorbei ist auch die große Angst wenn der Himmel grollt und donnert, wenn Blitze zu Boden fahren, wenn es wie auch Kübeln schüttet. Der einzigste Gedanke ist noch jener, das kein Wasser irgendwo bei den Kellerfenster oder durch Rückstau durchs Kanalnetz kommen könnte. Ansonsten blieben wir auch heute wieder mal recht verschont und sollte es Hagel gegeben haben, so ging er irgendwo anders runter............................

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14 Kommentare zum Beitrag
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Uta Kubik-Ritter aus Uetze am 26.05.2009 um 19:16 Uhr  
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Luis Walter aus Krumbach am 26.05.2009 um 19:26 Uhr  
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Otto Berchtenbreiter aus Wertingen am 26.05.2009 um 19:57 Uhr  
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Reinhold Krause aus Springe am 26.05.2009 um 20:45 Uhr  
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Uli Senser aus Krumbach am 26.05.2009 um 21:19 Uhr  
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Gerda Landherr aus Neusäß am 26.05.2009 um 21:28 Uhr  
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Gerda Landherr aus Neusäß am 26.05.2009 um 21:30 Uhr  
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János Balog aus Günzburg am 26.05.2009 um 23:43 Uhr  
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