Piraten dominieren bei Splitterparteien
Zusammen kommen sie zwar über die Fünf-Prozent-Hürde. Aber keine «Splitterpartei» kommt alleine in den neuen Landtag von Baden-Württemberg. 14 Splitterparteien erreichten am Sonntagabend gemeinsam rund 5,6 Prozent der Stimmen. Nummer eins war unter ihnen die Piratenpartei.
Obwohl sie zum ersten Mal antrat, erreichte sie nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis aus dem Stand 2,1 Prozent der Stimmen. Sie setzt sich vor allem für Datenschutz- und Internetthemen ein. Rund 103 000 Menschen stimmten für die Piraten.
Fast alle anderen Splitterparteien büßten hingegen Stimmen ein oder gewannen nur marginal hinzu. Besonders die rechtsgerichteten Republikaner verloren - 1,4 Prozentpunkte. Sie hatten in ihrer Hochzeit von 1992 bis 2001 zwei Legislaturperioden lang im Landtag gesessen. Nun erreichten sie nur noch 1,1 Prozent. Allerdings gewann die rechtsextreme NPD leicht hinzu und kam gerundet nach 0,7 auf 1,0 Prozent der Stimmen.
Mit 0,97 Prozent blieben sie aber genau genommen knapp unter der für die Wahlkampffinanzierung entscheidenden Grenze von 1,0 Prozent nach dem Parteiengesetz. Drittstärkste Kraft unter den Kleinstparteien wurde die ödp (Ökologisch-Demokratische Partei) mit 0,9 Prozent (+0,3 Punkte). Daneben gab es noch Gruppierungen mit wenigen tausend Stimmen.
(dpa/lsw)


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