Atomkraftwerk Gundremmingen abschalten!
In nur 28 km Entfernung zu Krumbach lauert die Gefahr! Leider hört man ganz aktuell zum Thema Gundremmingen nur aus Augsburg. Die Krumbacher warten wahrscheinlich lieber auf den Ernstfall, denn Hinterher jammern ist besser als vorher zu Handeln.
Die Grüne Stadtratsfraktion in Augsburg sieht sich aufgrund der schrecklichen Ereignisse in Japan in ihrer Position bestätigt, dass die nur 40 km von Augsburg entfernten Atomreaktoren in Gundremmingen dringend abgeschaltet werden müssen. Die Grüne Fraktion erinnert an ihren Antrag vom September letzten Jahres im Kontext der Diskussion um die Laufzeitverlängerung. Schon damals war der Stadtrat aufgerufen, in einer Resolution das Ende der Atomkraft in Gundremmingen zu fordern. Zu diesem Antrag wurde vom Umweltausschuss zwar eine von allen Fraktionen verlangte Anhörung durchgeführt, allerdings konnte sich die Regierungsmehrheit bisher der Forderung nach schnellstmöglicher Abschaltung der Reaktoren in Gundremmingen nicht anschließen. Deshalb hat die Grüne Fraktion den Antrag erneut in den Stadtrat eingebracht.
Für die Grüne Fraktion steht fest, dass auch Bayern so schnell wie möglich von der Atomenergie unabhängig werden muss. Reiner Erben: „Die Ereignisse in Japan haben leider bestätigt, dass Atomenergie Risiken erzeugt, die letztlich nicht beherrschbar sind. Deshalb müssen auch im Interesse Augsburgs die Blöcke B und C in Gundremmingen endlich abgeschaltet werden. Der Stadtrat muss dazu ein eindeutiges Zeichen setzen!“
Die Forderung nach einem schnellstmöglichen Abschalten der Reaktoren in Gundremmingen wird aus Sicherheitsgründen gefordert und aufgrund der Tatsache, dass in jeder Betriebsstunde eines AKWs hochgiftiger Atommüll produziert wird, für dessen Entsorgung es nach wie vor keine Lösung gibt. Deshalb werden in Gundremmingen, ca. 40 km Luftlinie von Augsburg entfernt, über 1.500 Brennelemente in einem ungenügend gesicherten Zwischenlager aufbewahrt. Reiner Erben: „Es ist unverantwortlich zu den riesigen Mengen von Atommüll weiteren giftigen Abfall hinzuzufügen und diesen schlecht gesichert zwischenzulagern.“
Die Piratenpartei sagt übrigens zum Thema:
Es ist an der Zeit einen Schlußstrich zu ziehen unter das Kapitel Atomenergie in Deutschland und zum ursprünglichen Ausstieg zurückzukehren, der einen ordentlichen Übergang zu einer neuen Energieinfrastruktur ermöglicht und die Risiken und Belastungen durch den verbleibenden Betrieb der Atomkraftwerke begrenzt.
Inside report from Fukushima nuclear reactor evacuation zone:
http://www.youtube.com/watch?v=yp9iJ3pPuL8

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