13 AKW ABGESCHALTET! – DAS LICHT GEHT NOCH AN – CSU WIRD ROT-GRÜN – STRESSTEST ERFOLGREICH.

Die CSU hat nun für sich die neue Atompolitik festgelegt:
Atomausstieg bis 2022.
Dieses Datum ist Quasi deckungsgleich mit dem Rot-Grünen Atomkonsens, wie er vor der Laufzeitverlängerung galt.
Ein schnelleres Ende der Kernenergie in Deutschland hält die CSU für unvernünftig. Die CDU pflichtet dem bei. Die FDP geht einen Schritt weiter und hält einen Ausstieg vor 2025 für unmöglich. Alle 3 kann kann man mit diesen Aussagen für inkompetent halten.

Die SPD bemängelt die Koalition wegen dieses Termins, will aber mit 2020 auch ähnliche Laufzeiten.
Der BUND sieht einen Ausstieg bis zum Jahr 2012 für umsetzbar, das Öko-Institut hält bei konservativen Betrachtungen 2013 bis 2017 für bequem möglich. Die Linke kommt bei ihren Berechnungen auf 2014. Für Greenpeace liegt die Schmerzgrenze bei spätestens 2015.

Die Grünen liegen mit ihrer Position “Automausstieg bis 20173 im Mittelfeld der Forderungen, 5 Jahre hinter dem BUND und 5 Jahre vor der Union.
Mehrere Untersuchungen kommen zu dem Schluss, dass man mindestens 10 Meiler problemlos sofort vom Netz nehmen könnte – und dies auch unbedingt tun sollte.

Die Piraten haben schon vor Jahren festgestellt, dass Kernkraft strickt abzulehnen ist. Daher gilt hier als Datum stets: So schnell wie möglich. Wobei dies ebenfalls stets mit dem Ziel 100% erneuerbar verknüpft ist.

DIE ALTEN MEILER

Über den Betrieb der 8 ältesten Kernkraftwerke machen CDU/CSU keine Aussage. Hier wird noch um die Bedingungen gestritten, nach denen ein Kernkraftwerk vom Netz muss. Dabei möchte man verschiedene kritische Themen, wie das Thema Flugzeugabstürze, Terroranschlag, Fehlbedienung oder andere “menschlichen Einflüsse” gerne außen vor lassen. Es wird deutlich, dass die Menschen nicht im Fokus der christlichen Parteien sind.
Ebenfalls strittig ist die Bewertung des Stresstest der RSK zu den Kernkraftwerken. Die Energieriesen haben bereits deutlich gemacht, dass die Ergebnisse der Kommission aus ihrer Sicht rechtlich nicht belastbar sind. Zudem prüfte die RSK nur Daten der Selbstauskunft der Kraftwerksbetreiber. Kein einziges Kernkraftwerk wurde wirklich von unabhängigen Experten untersucht. Andererseits sind wesentliche Mängel dieser Kernkraftwerke bereits seit Jahrzehnten bekannt. Aufgrund von Studien im Auftrag deutscher Regierungsorgane.
Zurück zum Abschalten: Was nach Rechtsexperten wohl kein Problem dar stellen würde ist, bereits abgeschriebene Kernkraftwerke per Gesetz abzuschalten, da hier auf jeden Fall die Interessenabwägung zwischen dem Schutz des Eigentums (der geplante erwirtschaftete Gewinn) und dem Allgemeinwohl zugunsten des letzteren ausgelegt werden kann. Damit könnten alle vom Moratorium betroffenen Kernkraftwerke sofort rechtssicher stillgelegt werden.

STRESSTEST DER ANDEREN ART

Tatsächlich sind am heutigen Tage nunmehr nur noch 4 Kernkraftwerke in Deutschland am Netz. 13 Meiler sind aufgrund des Moratoriums oder aufgrund von Revisionsarbeiten abgeschaltet.
Das Licht geht noch an, wenn ich den Schalter drücke. – Ok, ich beziehe auch erneuerbaren Strom vom Windrad um die Ecke …
Tatsächlich ist derzeit Deutschland ein Netto-Stromimporteur. Das stimmt. Wir beziehen derzeit mehr Strom aus dem Ausland als wir exportieren. Vor allem aus Frankreich.
Es stimmt aber auch, dass alleine die RWE noch etwa doppelt so viel Kapazitäten in Deutschland brach liegen lässt, als wir in Deutschland Strom importieren (Daten vom Samstag). Das bedeutet, wenn die RWE wollte, hätten wir keinen Strom importieren müssen, obwohl 13 Kernkraftwerke abgeschaltet sind! Und dass, obwohl in den letzten beiden Tagen nur sehr wenig Windstrom produziert wurde.

Das nenne ich einen echten Stresstest!
In Spanien macht man derzeit eine ähnliche Erfahrung. Die Hälfte der Kernkraftwerk-Kapazitäten sind aufgrund von Störfällen vom Netz. Spaniens Kraftwerkspark fängt dies problemlos ab.
Natürlich wird der Stromverbrauch zum Wochenbeginn wieder um bis zu 20% ansteigen, aber selbst das könnte man vermutlich noch aus eigener Kraft stemmen.

WIRD STROM OHNE KERNKRAFT TEURER?

Der Strompreis an der deutschen Strombörse hat bisher nicht erkennbar auf den Wegfall des als “billig” angepriesenen Stroms aus Kernkraftwerken reagiert. Das liegt unter anderem daran, dass dort in der Regel der teuerste Strom den Preis macht, nicht der günstigste. Daher profitieren AKW-Betreiber besonders, da in deren Gestehungskosten die Risikokosten und die Kosten für Entsorgung nicht, oder nur in sehr geringem Umfang enthalten sind.
Gebiete, die sich autark mit 100% erneuerbarer Energie selbst versorgen und nicht auf die Energieriesen angewiesen sind, zahlen inzwischen über 28% weniger für ihren Strom (16 ct/kWh (Feldheim, Preisgarantie bis 2020) gegenüber 22,25 ct/kWh (RWE, keine Preisgarantie, Anstieg pro Jahr ca. 7%)).

ERGEBNIS:
WIR KÖNNEN SCHNELL ABSCHALTEN – WENN WIR WOLLEN!

Der Stresstest “Moratorium + Revision”, der zum gleichzeitigen Abschalten von 13 Kernkraftwerken in Deutschland geführt hat, beweist:
Ein schnelles Abschalten der Kernkraftwerke ist möglich!
Ausstiegsszenarien bis 2012 oder 2014 sind keine Hirngespinste, sondern real möglich.
Deutsche Kernkraftwerke haben keine Auswirkungen auf den Strompreis in Deutschland.

http://wiki.piratenpartei.de/Atomausstieg/Sicherhe...

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3 Kommentare zum Beitrag
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 23.05.2011 um 21:34 Uhr  
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Jost Kremmler aus Potsdam am 24.05.2011 um 19:21 Uhr  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 24.05.2011 um 19:34 Uhr  
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