Pflanze gesucht!!! - Eine Mispel
Diesen Baum haben wir in Heidelberg im Schloßpark gefunden - "Name unbekannt" - Kennt den jemand???
Diesen Baum haben wir in Heidelberg im Schloßpark gefunden - "Name unbekannt" - Kennt den jemand???
Hallo Dagmar,
das ist ein Granatapfel.
Auf den ersten Blick dachte ich ein Granatapfel aber dann....
... hab hier nachgeschaut:
http://www.baumkunde.de/baumdetails_bild.php?pic=0...
...schaut so aus und heißt:
MISPEL
Schaut mal nach ob ich Recht haben könnte :-)
Grüße Martina
@ Corinna
Sind beim Grantapfel diese "Zippel" weiter zu?!
Grüße
Hallo Martina, Du hast recht, es scheint eine Mispel zu sein.
Habe auch schon Granatäpfel gesehen, die so ähnlich wie auf dem Foto von Dagmar aussehen.
Eindeutig eine:
Deutsche Mispel
Mespilus germanicus
Rosengewächse
Bestimmungsmerkmale:
Die Deutsche Mispel wächst als Strauch oder auch als kleiner Strauch. Die weissen Blüten haben einen Durchmesser von 2 - 3 cm und erscheinen von Mai - Juni. Die Blätter sind breit-lanzettlich. Bei den Früchten handelt es sich um Scheinfrüchte, das heisst, im Inneren, umgeben vom Fruchtfleisch, stecken die harten Steinkerne; es sind gewöhnlich 2 - 5 Stück. Die Scheinfrüchte haben eine braune, behaarte Schale und sind apfelförmig.
Bitte die Pflanze nicht wegen ihrer Namensähnlichkeit verwechseln mit der Zwergmispel (Cotoneaster).
DEutsche Mispel, Mespilus germanicus
Standort und Verbreitung:
Die Deutsche Mispel bevorzugt trockene und kalkarme Standorte, sie mag es warm im Sommer und mild im Winter. Man findet sie in lichten Wälder und in Gebüschen. Ihre ursprüngliche Heimat war Südwestasien und Südosteuropa.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Deutsche Mispel ist ungiftig.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Früher pflanzte man den Strauch wegen seiner Früchte an, die zum Kochen von Marmelade und Mus und zum Saften verwendet wurden. Ähnlich wie der Apfel, enthalten die Früchte der Mispel viel Pektin, daher eignen sie sich gut für Gelees.
Name:
Die Pflanze heisst mit botanischem Namen Mespilus germanicus. Mespilus ist der alte lateinische Name für diese Art und germanicus bedeutet deutsch.
Geschichtliches:
Der Arzt Claudius Galen (131 - 202 n. Chr.) beschreibt schon die Wirkung der Mispel und natürlich ist sie auch in den Kräuterbüchern des Mittelalters erwähnt.
So lesen wir beim Apotheker Tabernaemontanus (1520 - 1590) unter anderem folgendes: “Die harten Steinlinden in der Frucht sollen ein gewisse Kunst seyn wider den Stein in Nieren und Blasen. Die dürren Blätter zu Pulver gestossen / und eingestreuet / hefften zusammen die Wunden und stillen das Blut.”
Quelle: http://www.botanikus.de/Beeren/Mispel/mispel.html
Danke für Eure Mithilfe.
Hallo Dagmar,
der absolute Botanikexperte für Fragen dieser Art ist:
Wolfgang Leitner aus myHeimat-Donauwörth.
Er hat, nicht nur mir, schon sehr oft geholfen.
Alles Gute, auch für das "neue myheimat-Mitglied" an die ganze Familie.
Hermann
Die Früchte kann man essen, allerdings hat man einen ziemlich pelzigen Geschmack im Mund, wenn die Mispeln nicht vorher schon Frost abbekommen haben. Danach sind sie recht mürbe. Ich habe auch einen Mispelbaum im Garten, er hat schöne weiße Blüten und ziert den Garten zu einer Zeit, wenn die anderen Obstbäume bereits verblüht sind.
Von den Früchten kann man Marmelade machen, sie schmeckt gut, aber es ist eine Heidenarbeit, denn die Kerne sind ziemlich groß und ich hab noch keine Methode gefunden, wie ich das aufwändige Entkernen umgehen könnte. Vielleicht hat mir ja jemand einen Tipp
Wir haben früher immer die Früchte nach dem ersten Frost geerntet ,(da waren sie noch hart)und im Stroh oder Zeitungspapier gelegt zum nachreifen. Wenn die dann weich waren haben wir die Spitze abgebissen und die Frucht ausgesaugt (die Körner ausgespuckt). Hm... die waren lecker..die Errinnerung aus der Kindcheit kommt zurück.
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