Marienfried - Maria - Mutter der Kirche

 

Pfaffenhofen/Roth. Wenn man schon mal im westlichen Bayerisch Schwaben sich aufhält, dann fährt man gerne mal, vor allem ein paar Tage nach Maria Himmelfahrt, ein Stück nördlicher, an Weißenhorn vorbei Richtung Pfaffenhofen /Roth. Dort befindet sich ein relativ unbekannter und nicht so hoch gelobter Wallfahrtsort Namens Marienfried. Schön eingebetet in einen grünen Mischwald hat er sich im Verlauf der Jahre immer größer entwickelt ohne groß Aufsehens zu machen.

Den Ursprung, die Wurzeln dieses Ortes liegt in den Kriegsjahren um 1944. Der damalige Pfarrer der Pfarrei St. Martin, Pfarrer Martin Humpf hatte ein Gelübde abgelegt. Sollte die Pfarrgemeinde von den Kriegsschäden verschont bleiben, so würde man der Gottesmutter zum Dank eine Kapelle errichten. Und dies geschah auch so. Es entstand diese Gnadenkapelle die den Wortlaut im Altarbild trägt „Servus Mariae nunquam peripit – ein Diener Mariens geht niemals zu Grunde“.

Aber auch andere haben dieses Gelöbnis aufgegriffen, und dass war eine Gruppe der „Schönstatt – Mädchenjugend“. Sie wollen der „Dreimal Wunderbaren Mutter“ opfernd und betend einen Thorn bereiten. Doch das besondere Ereignis sollt sich in den Tagen des 13. Mai 1940, am 25. April, am 25. Mai und am 25. Juni 1946 zugetragen haben.

Es wollten viele Menschen an diesen Tagen gesehen haben, dass an dieser Stätte die Gottesmutter erschienen sei. Es brauchte lange Zeit, bis eine Genehmigung durch den Bischof als Wallfahrtsort durch ging. Denn glauben konnte es keiner, außer diesen Menschen. Dennoch wurde 1972 eine Notkirche aus Fertigteilen erbaut. 1973 ging diese aus unerklärlichen Gründen in Flammen auf. So wurde die jetzige Kirche in Hallenform errichtet um den Zustrom aufhalten zu können. Man nannte sie Marienfriedhalle und am 5. Oktober 1974 wurde sie von Bischof Dr. Josef Stimpfle feierlich eingeweiht.

Um den Pilgern mehr Platz zu bieten, Unterkünfte, wurde 1974 auch ein Pilgerheim erbaut, dass 1981 mit dem Haus Bethanien erweitert wurde. 1988 entstand Haus Tabor und bot einen großen Saal und einen Gruppenraum. 2000 kam dann das Haus Marienfried dazu. Das beinhaltet neben der Verwaltung nun auch den Wirtschaftsbereich und drei neue Speisesäle wo rund 200 Personen Platz finden können.

Es war auch dann am 04. Juli 1995 als der Bischof von Augsburg, Dr. Viktor Josef Dammertz Marienfried als Kirchenstiftung errichtete und dieser Gebetsstätte den schönen Namen „Maria, Mutter der Kirche“ verlieh. Sein Herzenswunsch war es, dass hier die Mutter Jesu immer mehr als „Mutter der Kirche“ verehrt werden sollte.

An die Erscheinung der Mutter Gottes äußerte auch der Augsburger Bischof seine Bedenken, doch wies er Marienfried dennoch als Wallfahrtsort aus. Doch er erkannte dass diese Stätte immer mehr ein Ort des Gebetes und der Verehrung der seligsten Gottes Mutter sei und so eine intensive Seelsorge. Hier ist weniger der Kommerz und der Medienrummel vordringlich als viel mehr das Gebet, die Stille und der Glaube an die „Dreimal wunderbare Mutter Gottes“.

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Gerda Landherr aus Neusäß am 18.08.2008 um 02:01 Uhr  
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Luis Walter aus Krumbach am 18.08.2008 um 03:14 Uhr  
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