Von 4. – 6. Juli 2008 heißt es wieder „Wir laden recht herzlich ein“

Beim Zelta-Backen
 
Der Musikverein Gaismarkt-Niederrauanau-Winzer lädt ein

...

„Viele Leute kommen schon alleine wegen den „Zelta“ hierher“, so Thomas Streicher. Weit und breit wird das hier sonst nirgends angeboten, und der Verein ist zu Recht stolz darauf. Zelta sind so eine Art traditioneller Waldfest-Spezialität. Ein schwäbischer Hefeteigfladen der mit einem Schmand-Eier—Gemisch bestrichen wird und mit „Schnattra“ oder Speck bestreut. Schnattra bzw. hochdeutsch Schnattern sind ein Zwiebel-Lauch-Gewächs.


Der Vorstand kann mit Fug und Recht behaupten, dass das Fest auf einem Traumplatz stattfindet. Das vereinseigene Areal befindet sich unter gepflegten Laubbäumen wie Eichen, Buchen und Kastanien. Auch hierbei wird eine sehr große Sorgfaltspflicht gegenüber den Gästen gewahrt, denn der Baumbestand wird regelmäßig sauber ausgeschnitten.

Auf diesem Waldfestplatz kommen die Leute nicht nur zum Essen und Trinken. Sondern weil sie sich hier sichtlich wohl fühlen. Hier wird „tuto kompletto“ unter dem grünen Blätterdach gesessen. Und noch dazu ist hierbei genügend Platz für ca. 150 Sitzgarnituren.

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Darauf befinden sich das Vereinsheim, sowie die feststehenden Einrichtungen wie Bühne, Verkaufsstände und Bar die gehegt und gepflegt werden. Eine Freitanzdiele lädt zum Tanzen ein und wird auch gerne genutzt.



Wer will kann sich von sechs engagierten Bedienungen bewirten lassen und mit den kulinarischen Genüssen wie Surbraten, Hähnchen oder Schaschlik verwöhnen. Natürlich fehlen Steak, Würstchen, Fischsemmel und Pommes nicht auf der Speisekarte des Waldfestes. Außer den üblichen Getränken werden auch Cocktails in der Bar angeboten.


Wohl wird die Ware von hiesigen Geschäften wie der Metzgerei Fritz Blösch jun., der Bäckerei Weindl GmbH und der Brauerei Postbräu Thannhausen Theodor Schreiegg GmbH & Co. erworben. Fertiggestellt werden die Gerichte aber unentgeltlich von den Vereinsmitgliedern und -wohltätern.


Auch heuer wird am Sonntagvormittag wieder um 10 Uhr die Messe unter freiem Himmel stattfinden. „Darauf lege ich ganz besonders Wert“, überzeugt der Vorstand. Umrahmt wird dieser Festgottesdienst von der Kapelle, die später auch den Frühschoppen musikalisch unterhält. Dieses Jahr ist das die befreundete Musikkapelle Billenhausen.


Zum 46. Mal in Folge wird heuer das Waldfest stattfinden. Dabei werden wieder 60-70 ehrenamtliche Helfer ihre Pflicht tun. Das Fest wird ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern ausgerichtet, die hier gerne tätig sind. Schließlich kann sich hier jeder einbringen und sich mit dem Verein und somit auch mit dem Waldfest identifizieren. Die Helfer wissen, es ist IHR Waldfest.

Auch die Kollektivwerbung ein wichtiger Aspekt, ohne die so ein Event vielleicht gar nicht stattfinden könnte. Dabei schließen sich die werbetreibenden Firmen zusammen und finanzieren somit die Werbung des Vereines mit.



Dabei beginnen die Vorbereitungen zum nächsten Waldfest bereits schon bald wieder. Schon in gut vier Wochen werden sich die Organisatoren wieder zusammensetzen und das vorbeigegangene Waldfest Revue passieren lassen. Hierbei werden Verbesserungsvorschläge eingebracht oder über Neuerungen wird diskutiert. Welche Musikkapelle das nächste anstehende Waldfest begleiten soll muss hier schon abgeklärt werden. Wenige Zeit später wäre die gewünschte Kapelle nämlich sonst schon eine andere Verpflichtung eingegangen. Bei den Auswahlkriterien, nach denen eine solche Kapelle gewählt wird, versuchen die Organisatoren nicht nur Kapellen zu wählen die einen „Rang und Namen“ haben. Hier wollen sich die hiesigen Kapellen gegenseitig helfen. „Bei der Musikauswahl versuchen wird vorrangig einheimische Musikkapellen zu gewinnen“ so der neue Vorstand Thomas Streicher, wohnhaft in Billenhausen, der seit 1976 aktives Vereinsmitglied ist. Auch für uns ist es unumgänglich, auch eine „Musik“ zu verpflichten die bekannt ist, und somit das zahlende Publikum anzieht, aber eben nicht nur. Würden sich die einheimischen, befreundeten Kapellen nicht gegenseitig engagieren wären es bald weniger Musikkapellen und die schwäbische Musikkapellenvielfalt würde sich stark reduzieren.



1955 fand das allererste Waldfest statt. Aus der Chronik des Musikvereins Gaismarkt-Niederraunau-Winzer: „…Ort ist bekannt, links am Ende der Straße unter den Bäumen…“ schon damals hieß es „… die Veranstaltung nur bei schönem Wetter …“, was dieses Jahr eine Woche später also von 11. – 13. Juli hieß. Heute ist der Eintritt Samstag und Sonntag frei, was in den Anfängen noch nicht selbstverständlich war. Da wurde noch ein Tanzgeld von DM 1,- gefordert und der Veranstalter war noch der Musikverein Gaismarkt, die Veranstaltung hieß damals „Sommernachtsfest mit Tanz“.


Mehr Informationen über die Musikvereinigung Gaismarkt-Niederraunau-Winzer unter:
http://www.musikverein-gaismarkt.de.vu/
Und jetzt bleibt noch die Frage offen, wo genau denn das Fest stattfindet, das findet ihr hier:
http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=ge...

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1 Kommentar zum Beitrag
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Max Bils aus Aichach am 01.07.2008 um 10:01 Uhr  
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