"Maybe"s erfolgreiche Weihnachtskantate wird in Ursberg wiederholt

Ursberg: Hauskapelle St. Florian | Nach „Elia“ 2007 überraschte die ökumenische Musikgruppe „maybe“ in diesem Jahr erneut mit der Uraufführung eines Werkes aus den eigenen Reihen. Am 13.12. kam in der Stadtpfarrkirche St. Michael zum ersten Mal die Weihnachtskantate „Gott wird Mensch“ zur Aufführung. Weil schon im Vorfeld klar wurde, dass das Interesse an dem Stück größer ist als es St.Michael fassen kann, entschloss sich die Musikgruppe zu einer weiteren Aufführung am 06.01.2010 um 16.oo Uhr in der Hauskapelle St. Florian in Ursberg.

Ursberg deshalb, weil auch dieses neue Werk von den Ursbergern Bernhard Hueber und Reinhold Weinzierl stammt; die illustrierenden Bilder malte wiederum die Krumbacher Künstlerin Marianne Riß.

Es ist nicht ein typisches Weihnachtsspiel, wie es häufig in schwäbischen Landen präsentiert wird. Mit „Gott wird Mensch“ (in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) soll verdeutlicht werden, dass die Inkarnation Gottes in die Menschheitsgeschichte eingebettet ist. So ziehen sich denn auch die alttestamentlichen Prophezeiungen Jesaias und die biblischen Berichte der Kindheitsgeschichte des Lukas- und Matthäusevangeliums wie ein roter Faden durch das Stück, wobei der Johannesprolog im Mittelpunkt steht: „Gottes Wort ist Mensch geworden“.
Im Zenit der Zeiten nimmt mit der Geburt Jesu die Liebesgeschichte zwischen Gott und den Menschen Gestalt an. Gottes Sohn wird einer von uns und das Leben Jesu ist für jeden von uns Richtschnur und Auftrag in der persönlichen alltäglichen Lebensgestaltung.

Dass Texter Reinhold Weinzierl die Verflechtung von Schöpfungs- und Weihnachtsgeschichte auf so faszinierende Art gelang, liegt sicher auch daran, dass er sich mit seinen Texten in bewährter Weise eng an die biblischen Vorgaben gehalten hat. Partner Weinzierls im Ursberger Erfolgsteam ist der Gymnasiallehrer Bernhard Hueber. Seine musikalische Umsetzung verdeutlicht und untermalt die Inhalte gleichermaßen eindrucksvoll und ist dabei eingängig, authentisch und von charakterstarken Chorsätzen gekennzeichnet.
Auch die Krumbacher Künstlerin Marianne Riß – wie Weinzierl und Hueber Chormitglied bei „maybe“ – ließ sich inspirieren und malte Akzent setzende Bilder zur Kantate.
„Es ist immer wieder etwas Besonderes“, so Chorleiter Jürgen Groß, „wenn man Werke aus der Feder eigener Ensemblemitglieder umsetzt. Da die Erarbeitung ja sozusagen wieder mit dem Komponisten gemeinsam erfolgt, ist es ein kreatives Miteinander, das die Kantate bald zu ‚unserem Stück’ für alle Chor- und Bandmitglieder machte“.

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