„Das Weihnachtslied“ schlechthin erklang vor rund 190 Jahren zum ersten mal.....

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Es gibt wohl kein Sänger, von welchem Fach er auch ist, der nicht dieses Lied in seinem Leben schon gesungen hat, und dies in jeder Sprache der Welt wohl schon erklang, der Lied „Stille Nacht“. Nicht einem Chor auf der Welt ist es unbekannt, und doch nur sehr wenige wohl kennen seine wirkliche Geschichte, die in einem kleinen Ort Nahe Salzburg ihren Ursprung hat. Und 1818 an Heilig Abend erklang es zum ersten mal in dem kleinen Kirchlein von Oberndorf.

Es war die Idee von Pfarrer Joseph Mohr und seinem Organisten Franz Xaver Gruber für die Heilige Nacht und für die Weihnachtsfeier ein besinnliches und geeignetes Lied zu verfassen. Es war nur noch wenige Tage Zeit und so schrieb Pfarrer Mohr einen Text. Mit der Bitte doch eine geeignete Melodie dazu zu komponieren die für Chor, zwei Solostimmen mit Gitarrenbegleitung bestimmt sein soll. An was es auch immer lag, ob an dem Text oder Grubers Fertigkeit, am Abend des Heiligen Abends brachte Gruber die fertige Melodie dem Pfarrer in die Kirche.

Nur ganz wenig Zeit war da noch für den Kirchenchor wie auch für den Pfarrer und Organisten dieses Lied vor der Christmette noch einzustudieren. So spielte Pfarrer Mohr die Gitarre und sang die Tenorstimme, der Organist Gruber übernahm die Bassstimme und der Chor wiederholte dann nur noch die beiden Schlussverse. Sowohl der Chor wie auch die Kirchengemeinde war begeistert von dem Lied und sahen es als ihr Oberndorfer Weihnachtslied an.

Es sollte dann auch sechs Jahre dauern, bis dieses Lied in die Hände des Orgelbauers Karl Mauracher fiel. Bei der Arbeit eine neue Orgel für dieses Kirchlein zu bauen lernte der Zillertaler dieses Lied kennen und nahm es begeistert mit in seine Heimat. Bei einem Konzert in Leipzig wird es erstmals von den Geschwister Strasser außerhalb Österreichs gesungen und erscheint schon zwei Jahre später in einem Leipziger Verlag als „Ächtes Tirolerlied“. Texter und Komponist waren unbekannt und so wurde es einfach ein „deutsches Volkslied“.

Um 1860 macht es dann weite Kreise. Es wird in allen großen Städten aufgeführt und steht in jedem Volksliederbuch abgedruckt. Es wird auf Weihnachtsfeiern, in jedem Dom, jeder Kirche, Kapelle und jeder Familie schon gesungen. Und so zog es auch seinen Siegeszug an über die ganze Welt, wird ja fast in allen Sprachen gesungen wo ein christliches Weihnachtsfest gefeiert wird. Es war auch jedem irgendwie egal woher dieses Lied stammte, wer es geschrieben und komponiert hatte, es war einfach nur gut und beliebt.

Als 1873 die Wiener Weltausstellung statt findet stößt man auf ein Notenbuch, im amerikanischen Pavillon, und dort wird dieses Lied als „Choral of Salzburg“ bezeichnet. Nun beginnt auch die Forschung nach dessen Ursprung. Der Sohn von Franz Xaver Gruber erkannte seines Vaters Handschrift wieder und beweist wer der Komponist des Liedes ist. Aber auch die musikalische Fachwelt nimmt sich dieser Melodie an und diskutiert über deren musikalischen Wert jener Komposition.

Es soll wieder Jahrzehnte dauern bis man den endgültigen Beweis über die Entstehung dieses weihnachtlichen Welthits findet. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Nikolauskirche in Oberndorf wegen Bruchfälligkeit abgerissen und 1937 dort eine „Gruber-Mohr-Gedächniskapelle“ errichtet und eingeweiht. Sie soll als Andenken sein für jene zwei Männer die der Welt das bisher schönste Weihnachtslied geschenkt haben. Ob dieses Lied nun musikalisch gesehen wertvoll ist oder nicht, jene, die es in diesen Tagen, die es seit fast 200 Jahren zu Weihnachten auf der ganzen Welt singen, die „Größten“ in der Musikbranche es schon aufgenommen haben, sie betrachten es als eine wertvolle Bereicherung für das Weihnachtsfest. „Stille Nacht, Heilige Nacht“ ist und wird es noch ewig bleiben, ein Welthit als Weihnachtslied.......

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Else Siegel aus Krumbach am 25.12.2009 um 01:15 Uhr  
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