Christl – und Karl Kling Stiftung fördert junge Talente

Kulturstiftung "Klingendes Schwaben" (Foto: Kulturstiftung)
 
Die Gründer, Christl und Karl Kling (Foto: Privat Karl Kling)

Christl – und Karl Kling Stiftung fördert junge Talente
Die Kulturstiftung „Klingendes Schwaben“ konnte bisher runde 50.000 Euro ausschütten

Das in Schwaben alles singt und klingt ist nicht zuletzt auch in Jahrzehnte langer Liebe zur Musik Prof. Karl Kling zu verdanken. Die Stiftung „Klingendes Schwaben“ wurde anlässlich seines 70. Geburtstages vor 10 Jahren von ihm zusammen mit seiner Frau Christl Kling gründete, sie sollte musikalische Talente im Allgäuschwäbischen Musikbund fördern. Inzwischen wurde allein in diesen 10 Jahren runde 50.000 Euro dafür ausgeschüttet.

Für Karl Kling war es 1989 keine Frage, als er seinen 70igsten Geburtstag feierte und dazu einlud, für sich selbst nichts zu gebrauchen. In seinem arbeitsreichen und zugleich erfolgreichen Leben, das er zielstrebig verfolgte, hatte er alles was man zum Leben brauchte. Und doch wusste er, diesen runden Geburtstag würde er nicht alleine verbringen und Geschenke würden auch nicht ausbleiben. So gründete er kurzer Hand zusammen mit seiner Frau Christl eine Stiftung die bedürftigen und doch hochtalentierten jungen Musikern eine Stütze geben sollte. Er selbst brachte damals als Grundstock 50.000 DM ein.

Karl Klings ganzes Leben war von der Musik geprägt, denn schon Großvater und Vater waren Musikanten und er selbst begann als „Pauker“ beim Musikverein Krumbach sein musikalisches Leben. Er war dort Vorstand und später auch Präsident des Allgäuschwäbischen Musikbundes für nahezu 24 Jahren. Er prägte damit Schwaben und auch Bayern mit seiner Musik und verstand es prächtig mit Musik Brücken zu bauen. Für Karl Klings Schlagworte sind „Musik ist und bleibt ein schützendes Dach – Musik ist ein Brückenbauer – Musiker sind Pfadfinder der Kultur“.

Für diese, seine Lebensweisheiten für die Musik ließ Karl Kling alle seine Beziehungen spielen. So auch zum 70igsten Geburtstages von Ministerpräsident Franz Josef Strauß. Kling erhielt damals eine Einladung zu dieser Feierlichkeit und stellte zu seinem Bedauern auf der Einladungsliste fest, das nur die Promis vertreten waren, nicht das Volk, das ihn wählte. Bei einem Gespräch unter Männer machte Kling Strauß klar das es so nicht ginge, das Volk müsse daran teilhaben können und schlug ihm ein musikalisches Großaufgebot vor. Kling trat dann, er selbst an den Pauken stehend, mit 4000 Musiker auf und brachte weitere 17.000 Menschen mit. Daraufhin ließ Strauß die staatlichen Zuschüsse für Musik und Kultur um 400.000 Mark erhöhen.

Und so kamen schon mal 7.000 Mark an Spenden als Geburtstagsgeschenk 1989 dazu. Bis zum heutigen Tag kamen auch sehr viele Großspenden, sein 80igster Geburtstag brachten nochmals runde 17.000 Euro in die Spendung ein. Doch, so Karl Kling, sind es viele Kleinspender mit 10 oder 20 Euro die übers Jahr hinweg hundert – und tausendfach eingehen. Alte Musiker aus den entlegensten Regionen haben ihren Präsidenten beim „vorbeifahren“ schon besucht um eine kleine Spende da zu lassen, die nach mehreren Tassen Cappuccino und freundschaftlichen Gesprächen aufgestockt wurden.

Wichtig für Christl und Karl Kling ist es das jeder Cent direkt in die Stiftung fließt, das keine Verwaltungskosten entstehen und ein jeder ehrenamtlich und uneigennützig arbeitet. Nur so ist es auch wirklich möglich mit dieser Stiftung junge Talente zu fördern, Jugendwettbewerbe zu unterstützen und in Härtefällen zu helfen. So hat die Kulturstiftung „Klingendes Schwaben – Christl und Karl Kling“ der städtischen Jugendkapelle der Stadt Friedberg in Anbetracht der exzellenten Jugendarbeit unter die Arme gegriffen als deren Leiter Adreas Thon zu einem Probenwochenende eingeladen hatte. Weiter unterstützt wurden Familien mit talentiertem musikalischen Nachwuchs die sich allerdings einer Förderung der Sprößlinge nicht leisten konnten.

Gerade in einer Zeit, in der gerade Groß – und Mehrkinderfamilien den Cent mehrfach umdrehen müssen, sollen ihre talentierten Kinder nicht darunter leiden müssen um in der musikalischen Ausbildung weiter zu kommen. Und eine solche Ausbildung ist nicht immer billig, auch das passende Instrument dazu kann oft nicht beschafft werden. Hier möchte die Stiftung unbürokratisch helfen und fördern. Dazu reiche schon ein kleiner schriftlicher Antrag. So sind für 2009 wieder runde 10.000 Euro vorgesehen die ausgeschüttet werden können.

Das auch die Zukunft der Stiftung gesichert ist, wo sich Christl Kling jahrelang mit vollem Engagement eingebracht hat, vertritt im Vorstand nun Antonie Nuscheler, geb. Kling, die Interessen der Familie. Mit der 1. Vorsitzenden Centa Theobald sitzt auch Krumbachs Bürgermeister und selber Musiker Hubert Fischer wie auch der Bundesdirigent des ASM, Elmar Vögel im Vorstand. Junge, dynamische Menschen, die wissen dass das Musizieren eine lebendige Gemeinschaft mit prägenden Lebensinhalten bleiben muss.

Wie wichtig diese Kulturstiftung über Schwaben und Bayern hinaus geworden ist, wurde schon vielfach von politischer Prominenz gewürdigt. Eine neue Würdigung sieht die Familie Kling mit einem Benefizkonzert in Bad Wörishofen mit dem Heeresmusikkorps 10 aus Ulm. Hierzu lädt der Allgäuschwäbische Musikbund am 21. April um 19.30 Uhr in den Kursaal ein, wo unter dem Dirigenten Major Christian Weiper uniformierte Musiker spielen werden. Die Eintritts – und Spendengelder fließen ohne Umwege direkt in die „Christl und Karl Kling Stiftung Klingendes Schwaben“.

Wem die Förderung junger musikalischer Talente am Herzen liegt, kann mit einer Spende dazu beitragen. Das Spendenkonto: Sparkasse Günzburg – Krumbach, BLZ 720 518 40, Konto 380001941.
Ein jeder Cent kommt direkt der Stiftung zu Gute!!!

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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin krumbacher | Erschienen am 01.04.2009
Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin krumbacher | Erschienen am 21.12.2009
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Dieter Elmer aus Bobingen am 07.03.2009 um 19:51 Uhr  
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