Krumbach eröffnet feierlich ihren Kneipp – Rundlehrpfad

Die ersten Gäste treffen sich
 

Wieder ist ein Mosaikstein in Sache Kneippstadt gesetzt worden. An einem Lehrpfand entlang wandert man künftig auch in Krumbach auf den gesunden Spuren des Pfarrers Kneipp. Nach der Fertigstellung war es der Stadt Krumbach so wie dem Kneippverein Krumbach, der Leitbildgruppen so wie der Werbegemeinschaft ein Anliegen dies gebührend mit der Bevölkerung zu eröffnen, ihm den kirchlichen Segen zu geben.

Die weiß – rote Fahne mit dem Krumbacher Stadtwappen war von weitem schon zu sehen. Luftballone und Stände erkannte man und wusste, dort muss etwas Besonderes geschehen. Tatort war der Schlachthausparkplatz, direkt an der Kammel, direkt am Neuerbauten Hochwasserschutz unterhalb der Leideschermühle. Dort wurde vor einiger Zeit schon ein Oberarm – Kneippbecken errichtet und soll eine der fünf Stationen des neuen Krumbacher Kneipp – Lehrpfades sein. Und so traf sich an diesem Samstag den 26. April bei strahlendem Sonnenschein eine nicht geringe Ansammlung von Menschen aller Schichten. Die beiden „Buden“, die von weit her sichtbar waren, gehörten der Stadt Krumbach und der Sparkasse Günzburg / Krumbach und dienten als Infostände.

Dem 2. Bgm. Gerhard Weiß oblag es dann, in Abwesenheit und stellvertretend des 1. Bgm. Willi Rothermel die Anwesenden aus Politik, Wirtschaft, Leitbild, Kirche und Bevölkerung zu begrüßen. Fünf Jahre sei es her, so Weiß, dass erstmals im Leitbildprozess über die wirtschaftliche Förderung Krumbachs Pfarrer Kneipp ins Spiel gebracht wurde. Ein großer Befürworter sei damals der im letzten Jahr verstorbene Gastwirt Georg Ringler sen. Gewesen. So hätten die Leitbildgruppen Natur und Umwelt und Tourismus zusammen mit der Wirtschaft und den Bürgern ein Konzept erarbeitet das Krumbach und die Region stärken solle.

Von der Leitbildgruppe Tourismus war es Josef Brandner jun. Der sowohl an die Wirtschaft als auch die Gastronomie apellierte, nicht weiter Zeit zu verstreichen zu lassen. Man komme der Kneippstadt näher, und man sehe anhand dieses Kneipp – Lehrpfades, dass man es schaffen könne. Das Hotel – und Gastronomiegewerbe solle nicht länger warten, sondern Taten folgen lassen. Hilfestellung gebe es für jeden durch das Rathaus und Prof. Dr. Fuchs. Brandner richtete sein Wort auch an den künftigen Bürgermeister Fischer, ihn solle künftig nichts abhalten hier weiter zumachen.

Von der Geistlichkeit ergriff zuerst Pfarrer Funk von der evangelischen Kirche das Wort. Er ließ das Leben des Pfarrers Kneipp Revue passieren. Erzählte von einem jungen Mann, der wohl in jener Zeit in Krumbach keinen Fuß zu fassen bekommen hätte. War er doch aus einer armen Familie, später wurde er krank und seine Heilung, die er selber herbeiführte, war unbegreiflich. Er berichtete über weitere Stationen eines Pfarrers, der die Lizenz zum heilen hatte, und diese Lizenz ihm nicht nur Ehre einbrachte. Im Anschluss an die Lesung von Stadtpfarrer Bauer übernahmen die beiden zusammen mit Pfarrer Hagennauer die feierliche Weihe dieser Anlage.

Max Jakob, in seiner Funktion als Vorsitzender des Krumbacher Kneippvereins, zählte die wichtigsten 5 Elemente der Wasserbehandlung auf, da wurde er gestört. Denn Pfarrer Kneipp höchst persönlich war es, der zu dieser Einweihung erschien und darauf hinwies, dass er durch das Krumbad und Dominikus Ringeisen schon längst mit Krumbach verbunden sei. Und aus der Stadtverwaltung sei ihm ein Zettel zugesteckt worden wo es hieß, schon 1959 sei in einem Bebauungsplan die Rede von einem Kurhotel gewesen und als solches ausgewiesen worden. Dann forderte er die höchsten politischen Persönlichkeiten auf, dieses Oberarm – Kneippbecken zu testen. Als erster durfte 2. Bgm. Gerhard Weiß seine Jacke ausziehen und die Arme in das Wasser halten. Ein weiterer war dann auch der neue Bürgermeister Hubert Fischer und Dr. Josef Langenbach. Im Anschluss konnte dann die Bevölkerung testen und gemeinsam mit Pfarrer Kneipp so wie Max Jacob und der politischen Prominenz den Lehrpfad gehen und weitere Stationen testen.

Nun ist Krumbach wieder ein Stück näher bei der Kneippstadt und bei Pfarrer Kneipp gelandet. Die Vision hat ein Stück Realität erfahren. Doch mit jedem dieser Einrichtungen und Stationen, welche gelegen liegen für Nachtpartys wird gerade so ein Becken wohl als „Bierkühler“ Nutzung finden. Nicht selten wird ein Kneippgänger am frühen Morgen erst die Glasscherben zerbrochener Bierflaschen entfernen müssen. Hier wird an den städtischen Bauhof ein morgendlicher Rundgang unumgänglich werden, denn der Lehrpfad soll eine Bereicherung für die Stadt Krumbach werden..........

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4 Kommentare zum Beitrag
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peter dworak aus Krumbach am 27.04.2008 um 09:55 Uhr  
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Mathias Müller aus Krumbach am 28.04.2008 um 12:28 Uhr  
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Luis Walter aus Krumbach am 28.04.2008 um 14:20 Uhr  
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