Herbert Hisel und sein fränkischer Humor….

…scheint in der heutigen Zeit längst vergessen zu sein. Am 22. Juni wäre der in Nürnberg geborene Humorist der 60er und 70er Jahre 80 Jahre alt geworden. Doch anders wie bei Karl Valentin, wird ihm wohl kein Gedenken zu seinem runden Geburtstag zu Teil werden…..

Als einer der bedeutendsten fränkischen Komiker des 20. Jahrhunderts wurde Herbert Hisel mit insgesamt acht goldenen Schallplatten gefeiert. „Jou werkli“ war sein Markenzeichen, mit seinem Humor und seinem Witz feierte er bis in die Mitte der 70er Jahre seine Bühnenerfolge.

Als Büttenredner wurde „Herbertla“ 1953 entdeckt und war sofort Stadtgespräch. Der studierte Maschinenbauingenieur arbeitete bei der Fa Grunding. Den Klatsch und Tratsch notierte Hisel und erzählte diese „Geschichtla“ bei Betriebs – und Vereinsfesten, und nicht zuletzt auch in Bierzelten. Nach dem sich seine Termine häuften, gab er die Stelle als Abteilungsleiter 1961 auf und wurde Berufskomiker.

Herbert Hisle ließ sich als Präsident des Elferrates der Nürnberger Fachingsgesellschaft wählen und moderierte fünf Jahre lang auf seine humoristische Art die Sitzungen und Veranstaltungen. Er verschaffte dem Karnevalsverein einen Ruf zur veritablen Humor – Hochburg. 1966 dankte er als aktiver Karnevalist ab.

Seine ersten Single „Jahrgang 22“ kam 1963 heraus und schlug ein wie eine Bombe. Es folgten weitere Plattenaufnahmen, denn die Nachfrage wurde groß und alle fanden einen großen Absatz. Seine Geschichten „Auf dem Oktoberfest“, „Auf Safari“ brachten ein Millionenpublikum zum lachen. Ob als „Obergefreiter Hisel“ oder als „Fahrschüler“, als „Arbeitsloser“ oder als „Mopedfahrer“, sein Humor war in dieser Zeit einzigartig.

1969 überlebte Hisel einen Flugzeugabsturz mit seiner Privatmaschine schwer verletzt. Doch schon im Folgejahr unternahm er eine Theatertournee, die ihn bis nach Nordamerika führte. 1975 kam ihm das Finanzamt drauf dass er mehrere hunderttausend Mark Steuerschulden nachzuzahlen hätte. Das Geld hatte Hisel nicht und floh nach Kanada. Bei den Deutschstämmigen trat er sehr erfolgreich auf und konnte seinen Lebensunterhalt so wie Steuerschulden verdienen, die er dem deutschen Staat zurückzahlte.

Doch ein Comeback 1978 wollte nicht mehr gelingen, die Deutschen mochten seinen Humor nicht mehr und so zog es ihn wieder zurück über den großen Teich nach Kanada. Dort konnte er nach wie vor seine Erfolge feiern, dort war er immer noch der Humorist Herbert Hisel. 1982 erlitt er während einer Autofahrt einen tödlichen Herzinfarkt und verursachte dazu noch einen schweren Verkehrsunfall. Er wurde auf dem Nürnberger Westfriedhof begraben, dessen Grab 2006 aufgelassen wurde.

Herbert Hisel wie Heinz Erhard oder Karl Valentin, sie hatten eine einzigartigen Humor und konnten für Stunden Menschen auf ihre Art und Weise der Komik unterhalten. Eine Komik, die es heute nicht mehr gibt, und Komiker, wie Herbert Hisel, die in Vergessenheit geraten sind, und doch, ihre Platten sind noch in verschiedenen Plattenschränken, doch auf CD wurde „sHerbertla“ nie verewigt…..

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4 Kommentare zum Beitrag
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Luis Walter aus Krumbach am 19.06.2007 um 12:24 Uhr  
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Walter Walden aus Donauwörth am 19.06.2007 um 14:55 Uhr  
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Erika Walther aus Augsburg am 23.06.2007 um 06:51 Uhr  
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