Kinder lernen was sie erleben
Wächst ein Kind mit Kritik auf
LERNT ES ZU VERURTEILEN
Wächst ein Kind mit Hass auf
LERNT ES ZU KÄMPFEN
Wächst ein Kind mit Schmach auf
LERNT ES SICH SCHULDIG ZU FÜHLEN
Wächst ein Kind mit Spott auf
LERNT ES SCHEU ZU SEIN
Wächst ein Kind mit Toleranz auf
LERNT ES GEDULDIG ZU SEIN
Wächst ein Kind mit Ermutigung auf
LERNT ES SELBSTSICHER ZU SEIN
Wächst ein Kind mit Lob auf
LERNT ES DANKBAR ZU SEIN
Wächst ein Kind mit Aufrichtigkeit auf
LERNT ES GERECHT ZU SEIN
Wächst ein Kind mit Sicherheit auf,
LERNT ES ZUVERSICHTLICH ZU SEIN.
Wächst ein Kind mit Anerkennung
LERNT ES SICH SELBER ZU SCHÜTZEN
Wächst ein Kind mit Güte und Freundlichkeit auf
LERNT ES DIE WELT ZU LIEBEN
Jean Paul Sartre
Ich würde ergänzen:
Wächst ein Kind mit Angst auf,
LERNT ES SICH SELBST ZU VERURTEILEN.
Schöne Zeilen!
Aber in der heutigen Zeit - zumindest in Gesellschaften wie unserer - kaum noch der Realität entsprechend. Wer nimmt sich denn heutzutage noch dauerhaft die Zeit, sich so um sein Kind zu kümmern? Die meisten sehen ihre Kinder doch kaum noch...
„Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.“
Lucius Annaeus Seneca
Wenn wir aber alle daran glauben, dass unsere Welt die RICHTIGE wird, dann kann es DOCH geschehen.
Andreas ich weiss das alle Eltern tief in sich lieben und das auch wollen.
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es einen Weg aus der "Du bist mir egal"-Spirale gibt.
Wenn wir nur an uns selber glauben.
Wenn wir uns nur trauen.
Wenn wir nur allem vertrauen.
Wenn wir uns selbst nicht beschuldigen.
Wenn wir keine Angst, sondern nur noch Vorsicht haben.
Denn dann werden es nicht unsere Kinder sein, die Nachsicht, sondern nur noch Zuversicht haben.
Ja, ich bin mit dabei.
Ich bin bei dem Thema halt sehr...
...frustriert...
...resigniert...
...ich sehe halt nirgends Leute, die fordern "Gebt uns mehr Zeit für unsere Kinder", sondern eher "Nehmt uns die Kinder ab"...
Andreas genau darum gibt es ja Menschen wie wir beiden.
Wir glauben noch an die FAMILIE.
Wir bekommen unsere Kinder um MIT ihnen groß zu werden.
Ich kann selbst auch nicht mehr hören. Immer sind die Kinder schuld.
Immer sind die Kinder so schwierig.
Dabei spiegeln sie doch nur uns selber. Sie sind das, was wir in ihnen sehen wollten. Wir sind die die ihr zukünftiges Leben vor leben. Und wir sind die, die eben genau hier in der Gegenwart ansetzen können.
Ich selbst bin absolut nicht alles. Ich bin oft zu perfekt. Verlange von mir und damit auch von meinem Kindern zu viel. Bin nie zufrieden mit mir selbst, und damit auch nie zufrieden mit mir selber.
Aber ich versuche immer soviel Harmonie, Liebe, Zusammengehörigkeitsgefühl, Toleranz, Pflichtgefühl usw. zu spielen wie mir möglich. Zuviel davon gibt es nie, darum gibt es auch nie genug davon.
Und Andreas um nochmal auf den frustriert... resigniert... einzugehen.
Ich würde das im Sinne von Sartre so fomulieren:
Wächst ein Kind mit Frust auf,
LERNT ES NICHT AN SICH ZU GLAUBEN.
Wächst ein Kind mit Resignation auf,
LERNT ES GAR NICHT ERST ANZUFANGEN.
Und leider Andreas hast Du recht. Vor 15 Jahren hat jeder mich dumm angeschaut, weil ich in der Zeit wenn meine Kinder im KiKa waren gearbeitet habe. Da war ich eine Rabenmutter.
Und heute schauen mich alle ungläubig an, weil ich meine Kinder, trotz aller Schwierigkeiten mit mir selber, so viel wie nötig und möglich bei mir behalte. Ich finde zwei Jahre Kindergarten sind auch genug.
So kann man es eben nicht jedem Recht machen, sondern muss auf seine eigenen Intuitionen hören.
Leider haben das die Meisten heute verlernt.
Tja, was soll ich da sagen... ich nicke einfach nur zustimmend :)
Hallo Dagmar,
das sind reele Zeilen von Dir. Kinder brauchen liebende Eltern und vernünftige Vorbilder. Leider sind heute viele Eltern unfähig Kinder zu erziehen, geschweige denn Vorbilder für sie zu sein. Was ein kind hört, sieht, fühlt so ist es auch. Ein Kind ist so, welche Gedanken es hat. Durch schlechte Vorbilder hat es natürlich schlecht Gedanken. Wie explosiv das Kind dann ist darüber brauchen die Eltern dann nicht zu jammern.
Viele Grüße von Ralf
Ralf,
die Kinder spiegeln uns, und WIR spielen die Kinder.
Nicht imme kommt die Explosion nur von den Eltern.
Ich selbst spüre imme wieder, das Unruhe auch von außen erzeugt werden kann.
Denn sind wir doch mal ehrlich, ein wenig unruhig sind wir alle, und so spiegeln wir auch hier. Und die Umwelt wieder uns.
Der Kindergarten, die Krippe, Tagesmutter, Schule, Freunde, alle haben einen Teil dazubeigetragen. Aber am allermeisten, unser "ICH kann das alleine, ich brauche niemanden, das geht keinen was an, was erlauben die sich ...."
Nicht immer wird ein gutgemeinter Rat abgelehnt, aber leider wird genau eben dieser gerne verweigert. Leider.
Von welchen Kindern wird hier aber gesprochen? Nicht von denen die mit ADS, ADHS oder anderen Krankheiten diagnostiziert und medikamentös behandelt werden. Oft werden Eltern dazu regelrecht gedrängt, sei es von Erzieherinnen, Lehrern oder Ärzten. Da kann man als Eltern noch so geduldig und einfühlend sein, Kindergarten und Schule sind es nicht, dort müssen die Kinder schon früh "funtionieren".
Ja Rosa, leider ist in der heutigen Zeit das "Zappelphilip"-Syndrom sehr häufig vorhanden. Überkonsum, falsche Ernährung, Überforderung oder eben auch Überforderung sind hier die Ursachen?
Früher war ein Kind eben zappelig, heute ist es gleich hyperaktiv.
Gibt es denn nicht auch Alternativen. Kohlenhydratarme Ernährung, genügend Bewegung, richtig Förderung??
Trotzdem ist ja auch medizinisch bewiesen, das unsere Kinder uns, oder eben wir unsere Kinder spiegeln. Ist lebensnotwendig.
Kindergarten und Schule können nicht ausbügeln, was die Eltern selbst verbocken.
Schon gar nicht können Schule und Kindergarten kurzfristig ausbügeln, was über lange Zeit im Elternhaus verbockt wurde.
Vielleicht ist mit den Kindern aber alles ok, nur manche Erzieher /Lehrer haben evtl. den Beruf verfehlt.
Manche Leidensgeschichte, nimmt erst richtig seinen Anfang, wenn ein Arzt hinzugezogen wird. Die sind eben studiert, und kommen gleich mit komplizierten Diagnosen (alles muss eben einen Namen haben) auf den Tisch.
Manches was früher als "normal" oder eben "normal unnormal" galt ist heute eine Krankheit.
Trotzdem manchen die Ihre Dinge so gut sie können. Fehler sind selten oder schwer nachzuweisen.
Hier gilt genauso für die Eltern Nachsicht, Vorsicht, Mitsicht und Einsicht.
> "Manches was früher als "normal" oder eben "normal unnormal" galt ist heute eine Krankheit"
Manches gab es aber auch nicht, weil es die Ursachen nicht gab.
Die Kinder waren früher nicht medial überreizt, hatten ausreichend Schlaf, wurden ausreichend gut ernährt, hatten ausreichend ausgleichende Bewegung, waren selten Schlüsselkind oder Abschübling, usw.
Schlüsselkinder gab es auch früher schon, manchmal mussten ältere Geschwister die jüngeren großziehen, weil die Mütter auf dem Feld arbeiten mussten. Es war nicht die gute alte Zeit als Frauen frustriert ans Haus gefesselt waren, weil sie abhänging von ihren Männern waren, die sich um nichts kümmerten als ihre Arbeit und den Frühschoppen am Sonntag und auf ihr eheliches Recht bestehen konnten.
> "Schlüsselkinder gab es auch früher schon"
Aber seltener.
> "manchmal mussten ältere Geschwister die jüngeren großziehen"
Das ist ja zumindest vorhandene Familie im Elternhaus.
> "Es war nicht die gute alte Zeit als Frauen frustriert ans Haus gefesselt waren, weil sie abhänging von ihren Männern waren, die sich um nichts kümmerten als ihre Arbeit und den Frühschoppen am Sonntag und auf ihr eheliches Recht bestehen konnten"
Niemand muss frustriert ans Haus gefesselt sein.
Erstens kann man sich auch vorher überlegen, ob einem Karriere und/oder Wohlstand wichtiger sein könnte - und es wird noch keiner gezwungen, Kinder zu produzieren.
Zweitens können auch die Männer zuhause bleiben. Die alten Zeiten sind vorbei - das sollte auch mal bei den Frauen ankommen ;)






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