Nationalpark Plitvicer Seen - zwei Tage die 800 km wert sind

von Dagmar Goßner aus Krumbach | am 06.09.2009 | 724 mal gelesen | 13 Kommentare | 8 Bildkommentare | 36 Bilder
Übersichtskarte der Seen
 

Im deutschsprachigen Raum bekannt geworden ist der Park unter anderem durch die Karl-May-Verfilmungen. Einige See- und Wasserfallszenen wurden in diesem Nationalpark gedreht.

Der Nationalpark Plitvicer Seen ist der flächenmäßig größte Nationalpark Kroatiens und zugleich auch der älteste Nationalpark Südosteuropas. Er befindet sich im hügeligen Karstgebiet. Das geschützte Nationalparkgebiet umfasst rund 300km².
Die Plitvicer Seen wurden 1979 als eines der ersten Naturdenkmäler weltweit in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen.



Zwei Tage solltet Ihr schon einplanen, wenn Ihr in Eurem Kroatien Urlaub einen Kurztrip zu den Seen macht. Auch als Zwischenstopp auf Eurem Weg nach Dalmatien ist dieser Nationalpark sehr gut geeignet.



Zur Hauptsaison soll es hier sehr voll sein. Die Ruhe und Erholung, die wir hier auf unseren eineinhalb Tagen Wanderung gefunden haben, werden dann im Juli und August nur noch auf der Wanderung am großen See entlang zu finden sein. Denn dieser See wird entweder auf der geraden Seeseite zurückgelegt, bzw. mit dem Zug (Bus) bequem bewältigt oder mit dem Schiff überquert.



Denn mit dem Schiff oder mit dem Zug solltet Ihr schon fahren, sind diese beiden Weggefährten doch im Eintrittspreis von 15€ pro Person und Tag bereits enthalten.



Routen um und auf den Seen gibt es genügend. Bereits vor dem Eingang in die Seenwelt (Ulaz 1 oder 2) findet Ihr Karten und Wanderbeschreibungen, so dass Ihr keine eigene Karten und Wegbeschreibungen braucht.



Unser Weg durch die Seen führte uns am ersten Tag vom Ulaz2 aus mit dem Zug von ST2 zu ST4. Von dort oben weg geht es fast ausschließlich nur abwärts, über gut begehbare Wege und Holzstege. Zwischen den Uferwegen rechts oder links an den Seen entlang, kann über den Holzstegen auch gewechselt werden. Diesen Weg haben wir mit dem Kinderwagen bewältigt, jedoch würden wir nun die Krackse und das Tragetuch (wie am zweiten Tag auch praktiziert) bevorzugen. Es geht auf den Wegen sehr sehr holprig zu und viele Stufen sind zu überwinden.

Gegen spätnachmittags sind wir mit dem Schiff von P2 zu P3 mit dem Schiff über den großen See "Kozjak Jezero" übergesetzt und machten noch eine kleine aber anstrengende Tour zu den Aussichtspunkten in Richtung des großen Wasserfalls und wieder zurück zu P3 und über den See zu P1 (Ulaz2). Wäre es nicht schon so spät gewesen ginge der Weg hinunter zum großen Wasserfall.

Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Zug von ST2 zu ST1 hinauf, über schöne Aussichtspunkte hinunter zum großen Wasserfall, an der Höhle "Supljara" vorbei hinauf zur Schiffsanlegestelle P3, vorbei am großen See mit seinen vielen Buchten und mit dem Schiff von P2 hinüber zu P1 dem Ausgangspunkt.

Die Parkplätze sind mitten im Wald und schon so mancher ist hier verzweifelt an der Autosuche. Also bitte immer rechts- oder linksherum fahren im Waldlabyrinth.



Der Nationalpark ist für seine kaskadenförmig angeordneten Seen weltbekannt, von denen an der Oberfläche derzeit 16 sichtbar sind. Diese bildeten sich durch den Zusammenfluss einiger kleiner Flüsse sowie durch unterirdische Karstzuflüsse. Die entlang einer Fließrichtung angeordneten Seen sind durch natürliche Barrieren voneinander getrennt, eine Besonderheit und ein Merkmal von einzigartigen Naturvorgängen.

Die unterschiedlichen klimatischen Einflüsse, sowie der große Höhenunterschied innerhalb des Schutzgebietes bewirken eine besonders vielfältige Flora und Fauna. (Quelle Wikipedia)


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