Ligurien (6) - Giardini Hanbury
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Kurz vor der Grenze zu Frankreich an der Straße nach Ponte S. Luigi, nachdem Sie Ventimiglia und Latte hinter sich gelassen haben, gelangen Sie vor ein großes Tor, daß Ihnen die schönsten Parkanlagen Liguriens erschließt.
Mit einer Ausdehnung von ungefähr 18 Hektar erstreckt sich der Botanische Garten Hanbury über den ganzen Capo Mortola. Etwa die Hälfte des Gebietes ist als Garten angelegt, während im anderen Teil eine halbnatürliche Vegetation, insbesondere der Aleppo Kiefer (Pinus halepensis), vorherrscht.
Durch den Schutz der Berge und die günstige, klimatische Lage wird die Akklimatisierung der Pflanzen aus aller Welt ermöglicht.
Nachdem Thomas Hanbury durch den Handel mit Gewürzen, Tee und Seide ein großes Vermögen in China erworben hatte, kam er an die Riviera um einen Kuraufenthalt zu machen und erwarb diese Landgut mit dem alten verfallenen Palazzo.
Ludwig Winter beeinflusste nachhaltig die architektonische Entwicklung des Gartens: Er wurde vom berühmten Pflanzenlehrer Charles Huber aus Hyeres hierhin gesandt, um bei Thomas Hanbury zu arbeiten.
Zwischen 1925 und 1939 nahm Dorothy Hanbury, die Schwiegertochter des Gründers, wichtige Änderungen vor. Nachdem der Garten durch den Krieg beschädigt wurde, ist der Garten nun in italienischem Staatsbesitz, und seit 1987 der Uni Genua anvertraut worden.
Der beschilderte Weg führt durch die Zone der „Vier Jahreszeiten“ (Quattro Stagioni) die Aloenzone, die Zone der Cyclamen, durch den japanischen Garten (Campana giapponese), weiter durch die „Pergola“, vorbei am Drachenbrunnen (Fontana del Drago), dem Garten der Gerüche (Giardino die profumi) zum „Mausoleo Moresco“, wo die Asche Sir Thomas Hanburys und seiner Frau Lady Katherine Pease beigesetzt wurde. Ein Stück weiter hangabwärts überquert man die alte Römerstraße Via Julia Augusta und erreicht, nachdem man den alten Olivenhain (Viale degli Olivi) und den Salbeigarten durchquert hat, schließlich die Küste.
Der beschwerlichere Weg aufwärts führt durch den Pinienhain, vorbei an südafrikanischen Akazien zum „Pozzo Veneto“. Auf halber Höhe des Hanges durchquert man den Australischen Wald (Foresta Australiana) mit Eukalyptusgewächsen aus Queensland und Westaustralien, bis man die Südterrasse erreicht, wo man sich eine kleine Ruhepause gönnen kann, um die Rosensammlung im „Giardinetti“ zu bewundern. Noch gilt es, den Palmenhain, die „Viale delle Cycas“ und den Bananenwald zu durchqueren, bis man endlich den Peruanischen Pfefferbaum nahe des Ausgangs sichtet.
Am 1. Juni 2006 wurde der Garten von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Quellen:
Hanbury Botanischer Garten, Begleitmaterial des Gartens
http://de.wikipedia.org/wiki/Botanischer_Garten_Ha...
http://www.blumenriviera.de/Italien/Ligurien/Reise...



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