Kletterspaß am Ettaler Mandl
Kletterspaß am Ettaler Mandl
Oberammergauer Laberbahn, das ist unsere Ausgangsstation für diese Wanderung.
Mit der Kleinkabinenbahn „Laberbahn“ Oberammergau geht es erst einmal hoch auf knapp 1700m.. Schon hier ist der Ausblick beeindruckend. Auch wer nicht große Höhenunterschiede erwandern kann oder will, ist mit einer Fahrt zum Hauberg der Oberammergauer, der Laber, schnell belohnt.
Wir hatten eine recht gute Fernsicht und können deswegen vom Balkon der Bergbahn bis ins Alpenvorland mit seinen vielen Seen und bis über München hinaus nach Norden blicken. Das Estergebirge mit Wank, Fricken und Krottenkopf, das Wettersteingebirge und die Ammergauer bilden von Osten über Süden nach Westen die eindrucksvolle Berg-Arena auf der anderen Seite.
Da wir uns den Aufstieg sparten und wegen der Kracksel auch in Zukunft nur noch Halbtagestouren machen werden, waren wir auch richtig fit für den 850m langen Abstieg, der uns über das „Ettaler Mandl“ führt. Und diese ersparte Kraft brauchten wir auch noch, denn wir hatten den Klettersteig am „Ettaler Mandl“ vor. Rucksack, Kindertrage und Patricia unten gelassen und abwechselnd das Gipfelkreuz erobert.
Der Klettersteig ist mit einer soliden Kette und einbetonieren Eisenstangen gesichert, so dass sich auch ungeübte, aber schwindelfreie „Kletterer“ hier ungesichert hinauf trauen können. Kinder sollten jedoch meiner Meinung nach direkt an der Kette gesichert werden, bei größeren oder erfahreneren jungen Kletterkünstlern reicht auch eine Reepschnur. Wir fanden die Tour nicht gefährlich, und ich fand sie nicht einmal anstrengend, jedoch habe ich statt der angeschriebenen 15 min. auch 30 min. benötigt.
Es gibt nur einen Weg, der auch wieder zurück führt. Wer also beim Einsteigen schon Probleme hat, wird nach der ersten Linksbiegung wieder rückwärtig zurückklettern. Allerding: Der Bergsteigerstolz lässt hier einen 360° Frei-Blick erwarten. Alleine ist man hier nie, der Klettersteig ist begehrt und so findet sich auf dem 60 m hohen Ab- und Anstieg immer wieder ein Kletterkamerad.
Wer das Ettaler Mandl zwar sehen aber nicht erklimmen will, kann das gerne tun. Der Wanderweg führt an dem Berg vorbei und direkt ins Tal.
Unsere Tour ins Tal und damit zur Talstation der Laberbahn führt uns am Soilasee vorbei, der jedoch leider fast zugewachsen ist. Wir folgen dem Wegweiser Oberammergau (nicht Forstweg) und kreuzen dabei immer wieder den Forstweg. Am Loaterer Wegkreuz sollte man vielleicht kurz stoppen, denn es wurde von Extremskifahrern gestiftet, die vom Laber über die „Loater“ (Leiter), einer steilen schmalen Felsrinne, mit viel Können und noch mehr Mut hinunterfahren und sich anschließend „Loaterer“ nennen dürfen. Die letzen Meter führten abwärts entlang der „Laine“. Dieser Bach führt uns direkt zur Talstation.
Links:
http://www.oberammergau.de
http://www.laber-bergbahn.de//
http://www.klettersteige.de/touren/D2B1_000.htm
Tipps:
Information:
Oberammergau Tourismus Tel. 0 88 22 / 9 23 10
Karte:
Kompass Nr. 6, Walchensee 1:50 000
Google:
Größere Kartenansicht
Wanderführer:
Bergtouren für Langschläfer, J. Berg, ISBN 978-3-7658-4133-0





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