Auf Spurensuche in der Brenzregion - unterwegs im Eselsburger Tal
Es war ein sehr schöner und sehr sonniger Spätseptembersonntag, und wir waren auf den Spuren der Archäologie – Erdgeschichte – Geologie im Eselsburger Tal unterwegs. Wir haben uns wohl das schönste Fleckchen weit und breit ausgesucht.
Unsere Tour begann am Parkplatz an der Benediktinerabtei St. Martin in Anhausen (nördlich von Herbrechtingen). Kaum haben wir die Brücke nahe des Parkplatzes überquert, bekommen wir schon einen ersten Eindruck vom Eselsburger Tal:
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Wir haben auf unserem Wanderweg – rund um die 15 km – jede Menge Spuren der Zeit entdeckt. Vorbei an der Burg Hürgenstein (von der allerdings keine Reste mehr vorhanden sind), hinauf aufdie Burg und Domäne Falkenstein – auf deren Resten wir einen wunderbaren Überblick in das Tal haben:

Hin zur Spitzbubenhöhle, wo sich Vater und Kind wirklich ein wenig spitzbübisch verhalten haben. Um dann eine wohlverdiente Pause in Eselsburg zu halten. Dort im Wirtshaus Eselsburg gibt es einen wunderschönen Spielplatz für die Kleinen – draußen kann man toll sitzen und auch ein Wintergarten für kältere Tage.

Vom Wirtshaus geht es links 50 m in die Höhe um über dem Tal bei tollem Ausblick weiter zu wandern.


Noch vor der Steinernen Junfrau kommen wir auf den etwas überlaufeneren geteeren Weg.
Die Sage der Steinernen Jungfrauen
Vor vielen Jahrhunderten stand einst über dem Ort Eselsburg, auf dem schroff aufragenden Felsen, eine stattliche Burg. Die Herren der Burg waren die Ritter "Esel von Eselsburg". Das Burgfräulein war sehr schön, aber hart und stolz.
Kein Freier war ihr gut genug. Und so kam es wie es kommen musste:
Das Burgfräulein wurde älter, und die Freier blieben aus.Diese Schande ertrug sie nicht. Sie fing an, alle Männer zu hassen.Dieser Hass war so abgrundtief, dass sie sogar den zwei jungen Mägden,die auf der Burg dienten, verbot, jemals mit einem Mann zu sprechen. Die beiden jungen Mädchen mussten jeden Abend ins Tal hinabsteigen, um Wasser für den anderen Tag zu schöpfen. Lange Zeit hielten sich die beiden Mägde an das Verbot, denn sie fürchteten sich vor der Strafe ihrer strengen Burgherrin. Ein langer, kalter und einsamer Winter auf der Burg war endlich zu Ende gegangen. Die Mädchen freuten sich über den ersten warmen Frühlingstag. Sie sehnten den Abend herbei, denn das Wasserholen war ihre liebste Beschäftigung. Danach hatten sie Feierabend.
Schon auf halbem Wege hörten sie sanfte Musik. Wie gerne lauschten sie! Hastig schöpften sie dann Wasser und eilten den steilen Weg zur Burg hoch. Die Burgherrin erwartete sie ungeduldig. So ging das jeden Abend. Von Tag zu Tag lauschten sie länger und bald hatten sie das strenge Gebot ihrer Herrin vergessen. Sie plauderten mit dem jungen Fischer, sangen Lieder und schaukelten im Boot, bis die Sonne untergegangen war. Die Burgherrin schöpfte Verdacht und machte sich selbst auf den Weg, um nach den Mädchen zu schauen. Finster sah sie aus, und ihre Gedanken waren böse. Der Hass wurde beim Anblick der verliebten jungen Mädchen so übermächtig, dass sie wütend hervorstieß: Werdet zu Stein! Das ist Eure Strafe für Euren Ungehorsam! Die Mädchen erstarrten auf ihrer Flucht und stehen seitdem als Felsen am Fischweiher. Die Burgherrin wurde in der folgenden Nacht vom Blitz erschlagen, als sie, noch stolzer als zuvor, voller Genugtuung vom Turm der Burg hinab ins Tal schaute. Das Feuer vernichtete die ganze Eselsburg
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Wir kehren nun einen km vor Herbrechtingen um und “kürzen” unseren Weg ab.

Wir gehen zurück zur Mühle nahe dem Wirtshaus Eselsburg, dort über die Brücke und den Berg hinauf. Wir queren die Befestigungsanlage auf dem Buigen und gelangen dann wieder auf der anderen Seites des Berges – immer noch im Eselsburger Tal – wieder am Hürgenstein vorbei und einer sehr schönen Wetterhütte – mit Grillplatz. Jetzt noch 30 min. Rückweg und wir sind wieder am Ausgangspunkt angelangt.
Wanderführer:
Spurensuche in der Brenzregion
Landratsamt Heidenheim
wiftour@landkreis-heidenheim.de
ISBN 978-3-00-020702-0
http://www.landkreis-heidenheim.de/tourismus_wande...
Links:
http://www.herbrechtingen.de/kultur-freizeit/esels...
http://www.bergsucht.de/klettern/sport/eseslsburg/...
http://www.geocaching.de/
http://www.eselsburg-talschenke.de/gesamt.htm
Beschauliche Bilder einer interessanten Wanderung!
Da habt ihr ja wieder eine tolle Wanderung gemacht, die Geschichte war ja etwas traurig :-))
Die Tour ist etwas anstrengend, da sie ja relativ lang ist, dafür sind die Höhenunterschiede allerdings fast vernichtend gering.
Sehr schöne Gegend. Wäre ein Thema für unseren Wanderverein.
Gruß
Hans Willi
@Dagmar, da hast Du einen super Beitrag gemacht, die Sage um die steinernen Jungfauen kannte ich allerdings noch nicht, das Eselsburger Tal ist wirklich schön und als Ausflugsziel zu empfehlen, auch ich war vor kurzem mit dem Fahrrad dort, siehe dazu: http://www.myheimat.de/guenzburg/beitrag/174099/ra...
Helmut, habe schon Deinen Beitrag gesehen gehabt ... siehe Kommentar dort ...
Tja Hans, bei uns gibt es noch viel zu entdecken, auf in unsere Heimat - Urlaub machen.
Ein rundum gelungener Beitrag! Danke schön für´s Mitnehmen und für die gut erzählte Sage.
Wenn man die Runde von Herbrechtingen aus macht, kann man bis zur Einkehr in Eselsburg auf einem Teer-Fuß-und-Radweg gehen, ohne jedliche Steigung, Und dies ist auch der beeindruckendere Weg an der Brenz entlang, Richtig für einen Sonntagspaziergang,
eine prima Wanderung, hätt ich mitgemacht






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